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GoalRef & Hawk-Eye
05. Dezember 2012 15:40; Akt: 05.12.2012 16:33 Print
Stunde der Wahrheit für Tortechnologien
Während der Klub-WM in Japan testet die Fifa erstmals bei offiziellen Spielen die Torlinientechnologien Hawk-Eye und GoalRef. Aber: Das letzte Wort bleibt beim Schiedsrichter.
Die Klub-WM beginnt am Donnerstag mit der Partie Sanfrecce Hiroshima gegen Auckland City. Das Spiel dürfte praktisch niemanden wirklich interessieren. Wäre da nicht die Torlinientechnologie. Diese wird beim Turnier in Japan erstmals an einem offiziellen Anlass eingesetzt. Im einen Stadion wird GoalRef (in Yokohama) getestet, im anderen Hawk-Eye (in Toyota).
Bildstrecken International Football Association Board IFAB Video
GoalRef-System im Test
Klub-WM in Japan
6.12., Playoff: Sanfrecce Hiroshima (Jap) - Auckland City (NZ)
9.12., Viertelfinal (V1): Ulsan Hyundai (Sko) - Monterrey (Mex)
9.12., Viertelfinal (V2): Sieger Playoff - Al Ahly (Ägy)
12.12., Spiel um Rang 5: Verlierer V1 - Verlierer V2
12.12., Halbfinal (H1): Sieger V1 - Corinthians (Bra)
13.12., Halbfinal (H2): Sieger V2 - Chelsea
16.12., Spiel um Rang 3: Verlierer H1 - Verlierer H2
16.12., Final: Sieger H1 - Sieger H2
Während Hawk-Eye aus dem Tennis bekannt ist und pro Tor sieben Kameras benötigt, um millimetergenaue Resultate zu ermöglichen, funktioniert GoalRef mit einem Mikrochip im Ball und einem Magnetfeld ums Tor. Beide Systeme liefern innert Sekundenbruchteilen die Meldung «Goal» auf eine Armbanduhr des Schiedsrichters. Die Fifa hatte die zwei Systeme auserkoren, um weiterarbeiten zu können.
«Der Schiedsrichter bleibt der wichtigste Mann»
An der Pressekonferenz in Tokio hält Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke aber fest: «Der Schiedsrichter bleibt der wichtigste Mann. Er ist derjenige, der entscheidet.» So werde der Unparteiische die Anlage auch 90 Minuten vor dem Spiel testen. Wenn er dann findet, das funktioniert nicht, kann er jederzeit sagen: «Sorry, Leute, ich glaube nicht, dass ich mich auf das System verlassen kann.»
Der Test in Japan kostet den Weltfussballverband rund eine Million Dollar. «Es ist teuer, aber die Technologie wird billiger. Sie muss irgendwann für alle zugänglich sein», so Valcke. «Aber sie muss auch genau stimmen.» Da wären wir bei der grössten Sorge der Verantwortlichen: «Das Schlimmste wäre, wenn TV-Bilder einen Fehlentscheid der neuen Technologie aufdecken würden.»
Am Confed-Cup 2013 gehts weiter
Nach der Klub-WM entscheidet die Fifa bis im März, welches System beim Confed-Cup 2013 im nächsten Sommer und der WM 2014 eingesetzt wird. Es könnte theoretisch aber auch noch ein drittes System gewählt werden. Wichtig ist dem Weltfussballverband weiterhin, dass die Partie nicht unterbrochen werden muss. Eine Video-Wiederholung, wie sie im Eishockey üblich ist, soll es nicht geben. Ein Hawk-Eye-Verantwortlicher kann dies nicht verstehen: «Das ist etwa so, wie wenn Usain Bolt über 100 Meter mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung gewinnt, aber niemand das Zielfoto sehen will.»
Im Grossformat auf dem Videoportal ![]()
Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke an der Pressekonferenz in Japan.
Im Grossformat auf dem Videoportal
GoalRef und Hawk-Eye im Test (englisch)
(fox)
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Alle 11 Kommentare

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Videobeweis muss auch möglich sein
Die Torkamera ist ein erster Schritt und "nur" ein Hilfsmittel. Was im Fussball wirklich fehlt ist die Video-Analyse. Der Schiri sollte die Möglichkeit haben, strittige Entscheide überprüfen zu lassen (bspw. durch den 4ten Mann). Dies würde v.a. bei Schwalben und Toren mehr Gerechtigkeit garantieren. Die Spielverzögerungen durch Verletzungs-Simulieren sind grösser als durch Video-Überprüfung!
Sekundenschnelle Auswertung
Hier geht es nicht um jede strittige Szene sondern nur um den Torentscheid (wie im Eishockey auch). Und wer den Text lesen würde hätte mitbekommen das innert Sekundenbruchteile ausgewertet wird ob der Ball komplett die Linie passiert hat oder nicht. Der Schiri wüsste also schneller ob es ein Tor war als entfernte Zuschauer es überhaupt realisieren könnten. Also keine Panik wegen minutenlangem Unterbruch. Hier müsste mal eher etwas gegen die Schauspielerei der Fussballer unternehmen die bei jeder kleinen Faul minutenlang am Boden herumwälzen als wäre das Bein gebrochen.
Elektronik ...
Solange 25 Kameras jedes Detail zeigen kann, und auch alle "Fehlentscheide" in Slowmotion zeigt ... wird es immer Ärger geben. Hockey funktioniert schon lange mit Elektronik ... aber die ewig gestrigen Fussballer träumen in einer anderen Liga. Und kein normaler Sponsor bezhalt noch was für dieses Geschiebe .....
Fussball ist nicht Icehockey
Die Technologie muss in a l l e n. Profiligen (1,2,3 etc. Italien, England etc.) zwangsläufig eingesetzt werden. Bei über 200 FIFA-Verbänden und mehrheitlich Mitgliedern aus Drittweltstaaten nicht so simpel zu gewährleisten, da sich die meisten Verbände die Technologie flächendeckend nicht leisten können. Da sieht's im Icehockey mit ca. 30 Verbänden und Pro's meistens nur in der 1. Liga ein wenig einfacher aus.....
Klotzen nicht kleckern ...
Naja.... dass da Ausreden kommen ... war ja klar. Aber dass die FIFA für einen Hauptsitz XXX-millionen ausgeben kann ....das stört keinen ....