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Axpo Super League
26. Oktober 2011 16:55; Akt: 26.10.2011 22:13 Print
Tabellenthron für Basel, FCZ kann aufatmen
Basel siegt im Spitzenkampf mit 1:0 gegen Sion und übernimmt zumindest über Nacht den Tabellenthron. Der Krisenclub FCZ siegt in Thun, GC unterliegt zu Zehnt gegen elf Genfer - mit 1:4.
Die Schlüsselszene bekamen die 10 800 Zuschauer im Tourbillon kurz vor der Pause zu sehen. Nach einem herrlichen Rückpass des Basler Captains Marco Streller verwertete der ins Zentrum gerückte Kameruner Jacques Zoua gekonnt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich die beiden Teams einen munteren Schlagabtausch geliefert. Dass nicht schon früher Tore gefallen waren, lag an den beiden guten Torhütern Andris Vanins und Yann Sommer. In der ersten Halbzeit hatten im Abschluss vor allem der serbische Internationale Dragan Mrdja, der seine schwere Knie-Verletzung offenbar überwunden hat, und der zuletzt von einer Grippe geschwächte Alex Frei gesündigt.
Nach dem Seitenwechsel konnte Sion zu wenig Druck erzeugen, um sich eine Vielzahl an Ausgleichs-Möglichkeiten zu erarbeiten. Der FC Basel ist in der Meisterschaft seit dem 20. August ungeschlagen. Die «Bebbi» könnten heute (Donnerstag) dennoch wieder vom FC Luzern (zuhause gegen Lausanne) als Spitzenreiter abgelöst werden.
Thun - FCZ: Zürich im Glück
Der FC Zürich kommt mit einem 2:0-Erfolg beim FC Thun zu seinem vierten Saisonsieg. Auch mit Glück und der unfreiwilligen Mithilfe von Schiedsrichter Wermelinger beendet der FC Zürich seine Negativserie von fünf Meisterschaftspartien ohne Sieg. Alexander Alphonse und Ricardo Rodriguez trafen zum 2:0 in Thun.
Eine Viertelstunde lang machte der FC Zürich in der Arena Thun Druck und näherte sich wiederholt dem Tor von David Da Costa gefährlich. Das 1:0 fiel dann aber eher zufällig. Amine Chermiti leitete einen weiten Pass von Mathieu Béda mit einer verunglückten Ballannahme ideal zu Alphonse weiter. Der Franzose erzielte seinen dritten Saisontreffer, den ersten seit dem 28. August.
Thun liess sich nicht unterkriegen
Thun erholte sich von diesem Rückschlag. Dem einstigen Leader war nicht anzumerken, dass er in den letzten sechs Spielen nur einmal getroffen hatte. Mit Pressing und schnörkellosem Spiel erarbeiteten sich die Gastgeber mehrere erstklassige Torchancen und zweimal landete der Ball sogar im gegnerischen Netz - beide Male legte Schiedsrichter Wermelinger sein Veto ein.
Über den Entscheid in der 31. Minute, als ein Foul von Dario Lezcano abgepfiffen wurde, lässt sich diskutieren. Aber spätestens in der 62. Minute hätte es 1:1 stehen müssen, als Lezcano aus korrekter Position traf. Der Referee entschied fälschlicherweise auf Abseits. In der 94. Minute musste Thun seine letzten Hoffnungen begraben: Ricardo Rodriguez beendete die Zürcher Elfmeter-Misere und traf mittels Foulpenalty.
GC - Servette: GC kann nicht nachlegen
Der gebeutelte Rekordmeister GC konnte den Schwung vom überraschenden Auswärtssieg gegen YB nicht ausnützen. Das Team von Ciriaco Sforza unterlag zuhause dem Aufsteiger Servette Genf mit 1:4. Zu reden gab die Leistung des Schiedsrichter-Trios. Im Letzigrund fällten Referee Patrick Graf und seine Assistenten einen Fehlentscheid, der sich nachhaltig zu Ungunsten der Grasshoppers auswirken sollte. Nach zehn Minuten hatte Servettes Sturmspitze Goran Karanovic im Anschluss an einen Corner den Ball zum 1:0 über die gegnerische Linie gedrückt. Der Treffer des früheren Schweizer U21-Internationalen hätte allerdings nicht zählen dürfen. Karanovic stand beim Kopfball von Assistgeber Julian Esteban im Offside, weil GC-Goalie Roman Bürki vorgerückt war.
Nach der Pause zogen die Unparteiischen den Unmut der Gastgeber auf sich, als ihr Innenverteidiger Iacopo La Rocca mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen wurde. Dem gebürtigen Italiener wurde ein Foul (Ellbogenschlag?) angekreidet, nachdem er auf Höhe Mittellinie in ein branchenübliches Kopfball-Duell mit Matias Vitkieviez gestiegen war (56.) - eine harte Sanktion.
Die Chancen der Grasshoppers zum Ausgleich
Auch Servette hatte Grund, sich über die Spielleitung zu beklagen. Karanovic war verwarnt worden für eine angebliche Schwalbe - in einer Szene, in der man auch hätte auf Foulpenalty entscheiden können. Trotz der Unterzahl hatte GC noch Chancen auf den Ausgleich gehabt. In der 65. Minute hämmerte Aussenverteidiger Bruno Bertucci einen Freistoss ans Lattenkreuz. Gleich im Gegenzug lenkte Vitkieviez für Servette die Partie in gewünschte Bahnen. Nach einem gelungenen Vorstoss seines Teamkollegen Julian Esteban auf dem linken Flügel, brauchte er nur noch ins verwaiste Gehäuse einzuschieben.
Die Grasshoppers verpassten es, den Barrage-Platz zu verlassen. Heute Donnerstag könnten sie gar von Schlusslicht Lausanne (in Luzern) ans Tabellenende verdrängt werden. Servette erweist sich weiterhin als äusserst auswärtsstark. Während die Genfer im heimischen Stadion erst drei Punkte geholt haben, ergatterten sie in der Fremde bereits zwölf Zähler! Zudem gelang es ihnen, im Letzigrund einen Bann zu brechen. Vor Karanovics viertem Treffer in der laufenden Meisterschaft war Servette in der Axpo Super League ganze 485 Minuten ohne Torerfolg geblieben. Für Trainer João Alves kommt der «Dreier» im richtigen Moment. Er war in den vergangenen Tagen bei Servette nicht unumstritten gewesen.
Am Donnerstag wird die 13. Runde mit den Partien Luzern - Lausanne sowie der Partie Xamax - YB vervollständigt.
Sion - Basel 0:1 (0:1)
Tourbillon. - 10 800 Zuschauer. - SR Kever.
Tor: 45. Zoua (Streller) 0:1.
Sion: Vanins; Adailton, Dingsdag, Bühler; Vanczak, Serey Die, Mutsch (76. Afonso); Obradovic, Feindouno (46. Gabri), Sio; Mrdja (82. Mbondi).
Basel: Sommer; Steinhöfer, Abraham, Dragovic (72. Kusunga), Park; Shaqiri (69. Fabian Frei), Huggel, Granit Xhaka, Zoua (89. Taulant Xhaka); Alex Frei, Streller.
Bemerkungen: Sion ohne Rodrigo (gesperrt), Yoda und Gonçalves (beide verletzt). Basel ohne Cabral, Stocker, Voser und Yapi (alle verletzt).
Verwarnung: 51. Mutsch (Foul).
Thun - Zürich 0:2 (0:1)
Arena Thun. - 4865 Zuschauer. - SR Wermelinger.
Tore: 17. Alphonse (Chermiti) 0:1. 94. Rodriguez (Foulpenalty) 0:2.
Thun: Da Costa; Reinmann (81. Rama), Matic, Ghezal, Schirinzi; Lezcano, Hediger, Bättig (87. Volina), Wittwer; Taljevic (68. Sanogo); Lustrinelli.
Zürich: Leoni; Philippe Koch, Béda, Teixeira, Rodriguez; Nikci (46. Mehmedi), Aegerter, Margairaz (70. Barmettler), Djuric; Alphonse, Chermiti (91. Chikhaoui).
Bemerkungen: Thun ohne Schneuwly, Schindelholz, Lüthi und Siegfried (alle verletzt). Zürich ohne Zouaghi, Guatelli und Kukuruzovic (alle verletzt). 31. Tor von Lezcano wegen Foul aberkannt. 62. Tor von Lezcano wegen Abseits aberkannt.
Verwarnungen: 28. Hediger. 39. Teixeira. 78. Béda. 83. Philippe Koch (alle Foul). 91. Leoni (Unsportlichkeit). 92. Sanogo. 94. Schirinzi (beide Foul).
Grasshoppers - Servette Genf 1:4 (0:1)
Letzigrund. - 4300 Zuschauer. - SR Graf.
Tore: 10. Karanovic (Esteban) 0:1. 66. Vitkieviez (Esteban) 0:2. 85. Lang (Bertucci) 1:2. 92. Moubandje (De Azevedo) 1:3. 94. De Azevedo (Freistoss) 1:4.
Grasshoppers: Bürki; Menezes, Lang, La Rocca, Bertucci; Simijonovic; Feltscher (46. De Ridder), Toko, Brahimi (75. Hajrovic), Zuber (71. Coulibaly); Mustafi.
Servette Genf: Barroca; Rüfli, Roderick, Diallo, Moubandje; Pizzinat (81. Pont), Kouassi; Vitkieviez, Esteban (74. De Azevedo), Yartey (87. Routis); Karanovic.
Bemerkungen: Grasshoppers ohne Abrashi, Cabanas, Calla, Pavlovic, Smiljanic, Vallori (alle verletzt) und Paiva (nicht im Aufgebot). Servette Genf ohne Schneider, Nater, Baumann (alle verletzt) und Eudis (nicht im Aufgebot). 23. Kopfball von Lang an Pfosten. 56. Gelb-Rot gegen La Rocca (Foul). 65. Freistoss von Bertucci an Pfosten.
Verwarnungen: 17. Yartey (Unsportlichkeit). 30. Karanovic (Schwalbe). 49. Rüfli (Unsportlichkeit). 50. La Rocca (Foul). 61. De Ridder (Unsportlichkeit). 90. Bürki (Foul).
Axpo Super League
| Datum | Spiel | Resultat |
| 23.05.12 | Basel - Young Boys | 1:2 (1:1) |
| 23.05.12 | Sion - Luzern | 1:3 (1:1) |
| 23.05.12 | Lausanne-Sport - Grasshoppers | 2:1 (1:1) |
| 23.05.12 | Thun - Zürich | 2:4 (0:0) |
| R | Mannschaft | Sp | S | U | N | G | : | E | P | |
| 1. | Basel | 34 | 22 | 8 | 4 | 78 | : | 33 | 74 | |
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| 2. | Luzern | 34 | 14 | 12 | 8 | 46 | : | 32 | 54 | |
| 3. | Young Boys | 34 | 13 | 12 | 9 | 52 | : | 38 | 51 | |
| 4. | Servette | 34 | 14 | 6 | 14 | 45 | : | 53 | 48 | |
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| 5. | Thun | 34 | 11 | 10 | 13 | 38 | : | 41 | 43 | |
| 6. | Zürich | 34 | 11 | 8 | 15 | 43 | : | 44 | 41 | |
| 7. | Lausanne-Sport | 34 | 8 | 6 | 20 | 29 | : | 61 | 30 | |
| 8. | Grasshoppers | 34 | 7 | 5 | 22 | 32 | : | 66 | 26 | |
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| 9. | Sion | 34 | 15 | 8 | 11 | 40 | : | 35 | 17 | (-36) |
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| 10. | Neuchâtel Xamax | 18 | 7 | 5 | 6 | 22 | : | 22 | 26 | |
(si)
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Alle 6 Kommentare































Penalty für Sion
Der nicht geahndete Penalty für Sion wird natürlich nicht erwähnt der Gegner war halt der grosse FC Basel!
Herrje, GC!
Seit Monaten schüttle ich fast jede Woche ungläubig den Kopf: Was hat der hoch überschätzte und absolut unfähige Sforza bei GC an der Seitenlinige noch verloren?
Schlechter Schiri
Der Schiri hat uns einmal mehr Punkte gekostet. Schade!