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21. September 2009 23:13; Akt: 21.09.2009 23:19 Print
Viel Verständnis für den Aussetzer von Busacca
Schiedsrichter Massimo Busacca wurde für seinen Stinkefinger gegen YB-Fans von der Schiri-Kommission mit drei Spielsperren bestraft.
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Busaccas Stinkefinger
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Busacca wehrt sich mit dem «Stinkefinger»
«Ein Schiedsrichter soll in einem solchen Fall gleich bestraft werden wie ein Spieler», sagt Ref-Boss Urs Meier. Für einen Aktiven hätte ein Platzverweis nach dem Zeigen des Stinkefingers wohl eine Sperre von drei Partien nach sich gezogen, so Meier, für den die Sache damit erledigt ist. Ob die Strafe durch den SFV auch international Konsequenzen hat, ist ungewiss. Die Uefa war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Bei einer Umfrage von 20 Minuten äussert sich die Schweizer Fussball-Prominenz zum «Fall Busacca».
Marco Schällibaum (Trainer Bellinzona): Busacca ist ein ganz toller Mensch. Er hat sich stets korrekt verhalten, war ein Vorbild für alle Schiris. Nun hat er in einer Sekunde einen Fauxpas begangen, deswegen darf man die 20 Jahre vorher nicht vergessen.
Alain Baumann (YB-Sportchef): Wir sind direkt betroffen und kommentieren den Vorfall nicht. YB plädiert aber für fairen Sport und gegenseitigen Respekt.
Fredy Bickel (FCZ-Sportchef): Ich habe Verständnis für die Reaktion von Busacca. Auch einem Schiri dürfen die Nerven einmal einen Streich spielen. Busacca wird aber nun zu stark an den Pranger gestellt. Dass er bestraft wurde, ist in Ordnung, Spieler werden das ja auch. Aber ein Wochenende zuschauen hätte gereicht.
Rolf Fringer: (Luzern-Trainer): Natürlich darf Busacca eine solche Entgleisung nicht passieren. Aber ich habe viel Verständnis für seine Reaktion. Man kann sich von solchen Idioten auf den Rängen, die sich so daneben aufführen, auch nicht alles gefallen lassen. Für mich ist das eine Frage des Respekts und der Erziehung. Ich frage mich, ob eine Sperre überhaupt nötig war.
Bernhard Heusler: (FCB-Vizepräsident): Das Fussballfeld ist wie ein Glaskasten, jede Bewegung wird registriert. Und da Busacca in der Öffentlichkeit steht, sollten solche Dinge nicht passieren. Aber ich bin dagegen, dass man ein Kesseltreiben gegen ihn anfängt. Solche Sachen passieren nun einmal.
Jörg Stiel: (Ex-Nati-Goalie und 20-Minuten-Kolumnist): Busacca ist der liebste Kerl. Er hat halt südländische Wurzeln und für einmal die Contenance verloren. Keine Katastrophe, aber auch nicht die feine Art. Ich hoffe, mit den Sperren ist die Sache nun gegessen.
(ahu/pbt/sco/20 Minuten)



























