Treue Fussballer

07. Februar 2012 07:20; Akt: 07.02.2012 07:34 Print

Wahre Helden wechseln nichtWahre Helden wechseln nicht

von M. Reinhard/P. Toggweiler - Seit 12 Jahren spielt er für die AS Roma, nun verlängert Daniele De Rossi um weitere 5. In Zeiten, in denen Fussballer der Kohle folgen, können da nur eine Handvoll mithalten.

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Seit 1993 spielt Alessandro Del Piero bei Juventus Turin. Nach 19 Jahren soll im Sommer Schluss sein. Wirklich? Der Kapitän der Borussen spielt seit Juli 2002 ununterbrochen für die Schwarzgelben. Im Februar 2012 verlängert er seinen Vertrag beim deutschen Meister bis zum 30. Juni 2013 - mit Option auf ein weiteres Jahr. Der 32-Jährige ist der dienstälteste Spieler von Borussia Dortmund. (l.) Seit Juli 2000 im Nachwuchs der AS Roma. Im Januar 2003 das Serie-A-Debüt. Unterschrieb im Februar 2012 einen Vertrag über fünf weitere Jahre. 16 Jahre bei Real Madrid. Danach wechselte der Champions-League-Rekordtorschütze zu Schalke 04. Seit 1989 beim FC Liverpool, 1998 debütierte er in der Premier League. Trat im Sommer 2009 nach 31 Jahren (25 als Profi) bei der AC Milan zurück. Der Waliser spielt seit 1990 für Manchester United. Seit 1992 bei der AS Roma. (Mitte): Seit seinem elften Lebensjahr spielt der Spanier für Barcelona, seit 1996 in der ersten Mannschaft. Seit 1992 bei Manchester United. Am 31. Mai 2011 gab Scholes sein Karriereende bekannt. Gut sieben Monate später reaktivierte ManU sein Urgestein. Scholes gab am 14. Januar 2012 sein Comeback. Seit dem 14. Lebensjahr beim FC Liverpool, seit 1995 in der ersten Mannschaft. Hat in seinem ganzen Leben bisher nur für Real Madrid gespielt. In der ersten Mannschaft ist er seit 1999. Von 1993 bis 2011 bei Manchester United. Der Verteidiger absolvierte 602 Spiele für die «Red Devils». Seit seiner Jugend beim FC Barcelona. Schaffte 1998 den Sprung in die erste Mannschaft. Trat nach neun Jahren bei den Berner Young Boys im Sommer 2009 zurück. Wechselte im Sommer 2011 nach 14 Jahren bei Manchester United erstmals den Verein. Spielt seither bei Sunderland. Der österreichische Nationaltrainer spielte während seiner Aktivzeit 24 Jahre lang für GC. (r.): 14 Saisons beim FC St. Gallen mit einem Unterbruch zwischen 2001 und 2003. Kickt jetzt bei Stadtrivale Brühl in der Challenge League. Verliess im Sommer 2009 nach acht Jahren den FC Basel. Insgesamt zehn Jahre beim FC Aarau, mit einem Unterbruch zwischen 2003 und 2007. Wechselte nach Aaraus Abstieg zu GC, momentan ist er Ersatzkeeper bei YB.

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Als Daniele De Rossi zur AS Roma kam, war er gerade mal 16 Jahre alt. Wenn sein neuer Vertrag ausläuft, wird er fast 34 Jahre alt und somit im Herbst seiner Karriere sein. Einmal Roma, immer Roma also. De Rossi kam bei den Römern zuerst im Nachwuchs zum Einsatz, debütierte schliesslich am 25. Januar 2003 in der Serie A. Seither ist er zu einem sicheren Wert und zum italienischen Nationalspieler gereift. Ein Spieler, den man bei den «Giallorossi» nicht missen möchte.

Seit Sonntag herrscht beim Tabellensechsten der Serie A Gewissheit, dass man weiter auf die Dienste von De Rossi zählen kann. Der 28-Jährige verlängert Medienberichten zufolge seinen im Sommer auslaufenden Vertrag bis 2017. Dass der bisher vereinstreue Mittelfeldspieler bleibt, war zuletzt nicht ganz so klar. Der Italiener wurde von Klubs von der Insel umworben. Besonders Manchester United und der FC Chelsea hätten ihn gerne ihn ihren Reihen gehabt. Doch der Italiener besann sich eines Besseren und sagte «sì» zu seinem bisherigen Verein.

De Rossi ist damit einer der wenigen Fussballer, der sich gegen den (nicht neuen) Trend unter Profis stellt, bedingungslos dem Ruf des Geldes zu folgen. Wenn die Ölscheichs mit dicken Scheinen wedeln, wurde schon manch einer schwach. Die Klubfarben zählen da kaum mehr etwas. Man spielt bei dem Verein, der am besten entlöhnt. Fans nehmen den Stars diese Attitüde übel. Doch zum Glück gibt es auch die anderen – die De Rossis, die ein Leben lang einem Klub treu sind. Was nicht heissen muss, dass sie bei ihren Stammvereinen am Hungertuch nagen.

Gerrard: Liverpool für immer

Einer dieser anderen ist Liverpools Steven Gerrard. Seit seiner Kindheit trägt er die Farben der «Reds». 1998 folgte das Debüt in der Premier League. Auch wenn Vorzeige-Liverpooler Gerrard zwischenzeitlich die Erfolglosigkeit des Klubs beklagte, nach dem Champions-League-Titel 2004/05 bekannte er sich endgültig und – wie englische Medien damals titelten – «für immer» zu Liverpool.

Auch Erzfeind Manchester United hat Männer in seinen Reihen, welche es ernst meinen mit der Klubtreue. Einer dieser Spieler ist Paul Scholes. Er spielte von 1991 bis 2011 ohne Unterbruch für die «Red Devils». Die Liebe für den Verein geht gar so weit, dass er sich im Januar 2012 zu einem Comeback überreden liess. Trotz diversen Angeboten lehnte es Scholes stets ab, seinen Namen für Werbung herzugeben und damit viel Geld zu verdienen. Scholes zieht sich komplett aus dem öffentlichen Leben zurück, ist verheiratet, hat drei Kinder: «Für mich ist es ein echtes Problem, in der Öffentlichkeit zu stehen», gab er in einem seiner wenigen Interviews zu Protokoll.

Weniger öffentlichkeitsscheu, dafür dem Verein genauso treu, sind oder waren die United-Spieler Ryan Giggs, Gary Neville und Wes Brown. Giggs spielt seit 1990 für ManUtd, Gary Neville trat 2011 nach 18 Jahren in denselben Farben zurück und Brown wechselte im letzten Sommer nach 14 Jahren in Manchesters Profiabteilung zum ersten Mal den Verein. Er fand bei Sunderland eine neue Herausforderung.

Nicht nur in England ist man treu

Spieler von Weltniveau müssen nicht zwingend Engländer sein, um ihrem Klub treu zu bleiben. Raúl spielte 16 Jahre für Real Madrid, ehe er im Herbst seiner Karriere mit 33 Jahren einen Neustart bei Schalke 04 wagte. Carles Puyol stand bisher nur für Erzrivale Barça im Einsatz, genauso wie Teamkollege Xavi Hernandez. Francesco Totti, Weltmeister und Autor zweier Witzbücher, meint es ebenfalls ernst mit seinem Verein: 19 Saisons spielt er bereits bei der AS Roma.

Dass man einem Klub derart lange die Stange hält, ist im Fussball-Business nicht die Regel. Ganz so extrem wie Benito Carbone sind dann die meisten aber doch nicht: Der Italiener bestritt in seiner 20-jährigen Karriere Spiele für 17 verschiedene Teams. Geldgierig war aber auch er nicht. Weil er auf einen Grossteil seines Lohns verzichtete, schaffte es sein Verein Bradford City im Jahre 2002, die Ligalizenz zu erhalten.

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  • Pippi Streller am 08.02.2012 10:34 Report Diesen Beitrag melden

    Mit dr Nummere 2..... Massimoooooooo

    wo ist massimo ceccaroni. FC Basel 1987 - 2002

  • Fabri Fibra am 08.02.2012 06:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist barca spieler??

    Lionel messi???

  • antonio b. am 07.02.2012 20:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur Del Piero

    ...und was ist mit Baresi?Held,für 10 Mil. de Rossi & Totti! Die sollten 1 woche lang,meine arbeit machen. Del Piero ging in der serie B mit Juve.Das ist ein Held,er hat sich sogar den Lohn gekürzt,spendet viel,und momentan hilft er ein Mädchen,aus de Koma zu erwachen.Bravo Ale

Axpo Super League

Datum Spiel Resultat
23.05.12  Basel - Young Boys 1:2 (1:1)
23.05.12  Sion - Luzern 1:3 (1:1)
23.05.12  Lausanne-Sport - Grasshoppers 2:1 (1:1)
23.05.12  Thun - Zürich 2:4 (0:0)
R Mannschaft Sp S U N G : E P
1. Basel 34 22 8 4 78 : 33 74

2. Luzern 34 14 12 8 46 : 32 54
3. Young Boys 34 13 12 9 52 : 38 51
4. Servette 34 14 6 14 45 : 53 48

5. Thun 34 11 10 13 38 : 41 43
6. Zürich 34 11 8 15 43 : 44 41
7. Lausanne-Sport 34 8 6 20 29 : 61 30
8. Grasshoppers 34 7 5 22 32 : 66 26

9. Sion 34 15 8 11 40 : 35 17 (-36)

10. Neuchâtel Xamax 18 7 5 6 22 : 22 26
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