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Schwere Vorwürfe
25. August 2010 11:18; Akt: 25.08.2010 11:32 Print
Waren Zidane und Co. gedopt?
Schwere Vorwürfe aus Frankreich: Ein ehemaliger Teamarzt der «Equipe Tricolore» packt in seinem Buch aus. Waren die gefeierten Weltmeister von 1998 bei der Endrunde gedopt?

Der ehemalige Verbandsarzt Jean-Pierre Paclet spricht im «Parisien» über sein Buch.
Jean-Pierre Paclet war zwischen 1993 und 2008 Arzt beim französischen Fussballverband FFF. Jetzt hat er ein Buch mit dem Titel «L’Implosion» veröffentlicht (erscheint am Donnerstag). Darin nimmt er gemäss dem «Parisien» kein Blatt vor den Mund.
Kam der WM-Titel von Frankreich 1998 auf unrechtmässige Art zustande?
Was sind die wirklichen Gründe, dass Raymond Domenech seiner Estelle Denis am Abend nach Frankreichs Ausscheiden bei der Euro 2008 einen Heiratsantrag machte? Und was geschah wirklich zwischen Franck Ribéry und Yohann Gourcuff? Diese und weitere Mysterien rund um Frankreichs Nationalmannschaft klärt er auf. Paclet konzentriert dabei auf die Ära Domenech, doch er lässt auch die Jahre zuvor nicht aus.
Weltmeister von 1998 gedopt?
Aus jener Zeit stammt auch das am meisten schockende Ereignis: Mehrere Weltmeister von 1998 sollen vor der WM vom medizinischen Staff positiv auf Doping getestet worden sein. «Die Blutanalysen haben Anormalitäten bei mehreren Kickern gezeigt. Man muss einen starken Verdacht hegen, wenn man weiss, welche Spieler darunter sind und bei welchen Teams sie spielten, vor allem jene aus italienischen Klubs.» Placet erklärt, dass er damals nicht zu den höchsten Verbandsärzten gehörte, aber diese haben sicher von den Testsergebnissen gewusst und man habe sich trotzdem für einen Einsatz bei der Endrunde entschieden.
Kein positiver Test an der WM 1998
An der WM selbst wurde kein Spieler positiv auf Doping getestet. Der letzte bekannte Fall in diesem Zusammenhang ist jener von Diego Maradona 1994. Bei italienischen Klubs waren damals diverse Franzosen im Einsatz: Youri Djorkaeff (Inter), Didier Dechamps und Zinedine Zidane (Juventus), Marcel Desailly (Milan), Alain Boghossian (Sampdoria) sowie Lilian Thuram (Parma). Ob wirklich etwas an den Vorwürfen dran ist, dürfte man schon morgen erfahren. Dann erscheint das Buch von Paclet und bringt womöglich mehr Licht ins Dunkle.
(fox)

























