Cristiano Ronaldo

17. Juni 2017 14:24; Akt: 17.06.2017 16:11 Print

Wer gibt 200 Mio Euro für den Weltfussballer aus?

Die Anzeichen verdichten sich, dass Cristiano Ronaldo Real Madrid verlassen wird. Bleibt die Frage: Wer bekommt ihn?

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Wird der spektakuläre Wechsel von Cristiano Ronaldo unumgänglich? Was am Dienstag mit der Anklage wegen Steuerhinterziehung ins Rollen kam, entwickelt sich immer mehr zu einer unaufhaltsamen Lawine an Informationen, die Tag für Tag an die Öffentlichkeit gelangen. Sie nähren die Spekulationen, dass der Portugiese keine Zukunft mehr hat bei den Königlichen.

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Dass der Superstar gewillt ist, Real zu verlassen – er soll dies gegenüber Nationalmannschaftskollegen bestätigt haben –, liegt am drohenden Prozess, der auch Ronaldos sorgsam gepflegtes Image ramponieren würde. Dass er Groll gegenüber seinem Arbeitgeber hegt, hat jedoch andere Gründe.

Pfiffe und ein skeptischer Präsident

Der Club stellte sich öffentlich zwar hinter den 32-Jährigen, allerdings geht das Gerücht um, dass Reals PR-Abteilung die grossen spanischen Zeitungen gebeten haben soll, Ronaldo in den Geschichten zur Steueraffäre nicht im Vereinstrikot abzubilden, weshalb er sich im Stich gelassen fühlt. Dazu kommt, dass Real-Präsident Florentino Pérez ohnehin nicht als grosser Ronaldo-Fan gilt und die Zeit der Tormaschine langsam ablaufen sieht. Dass sich Real intensiv um Monacos 18-jährigen Wunderstürmer Kylian Mbappé bemüht, passt ins Bild.


Was CR7 schon länger sauer aufstösst, sind die Pfiffe des kritischen Publikums im Bernabéu, worüber er sich zuletzt immer wieder geärgert hat. Kurz vor dem Champions-League-Final gegen Juventus sagte er: «Es ist nicht normal, wenn du in deinem eigenen Stadion ausgepfiffen wirst. Das gefällt mir nicht.» Und weiter: «Ich habe viele Jahre bei Manchester United gespielt, und dort ist das nie passiert. Nicht ein einziges Mal. Ich bin glücklich in Spanien, aber an manchen Tagen vermisse ich England. Du kannst die Erinnerungen nicht einfach ausblenden.»

Der Traum des PSG-Chefs

Dass Manchester United Ronaldos Herzensclub ist, bei dem er unter Sir Alex Ferguson zum Weltstar aufstieg, ist nicht neu. Da ist es naheliegend, dass der englische Rekordmeister, der Ronaldo 2009 für 94 Millionen Euro an Madrid abgab, als wahrscheinlichster Abnehmer gehandelt wird, sollte es zu einem Transfer des Weltfussballers kommen.

Chancen auf eine Verpflichtung rechnet sich auch Paris St-Germain aus. Der katarische Club-Präsident Nasser al-Khelaifi träumt schon länger von Ronaldo. «Ich habe eine sehr gute Beziehung zu Florentino (Pérez). Wenn ich will, dass sich mein Traum, Cristiano unter Vertrag zu nehmen, erfüllt, dann werde ich ihn anrufen», sagte er einmal.

China? Wohl kaum

Wie die britische «Daily Mail» nun schreibt, haben sich al-Khelaifi und Ronaldos mächtiger Berater Jorge Mendes am Nachmittag vor dem Champions-League-Final in Cardiff am 3. Juni getroffen. Mendes soll dabei Ronaldos drohende Probleme in Spanien geschildert haben. Der PSG-Boss habe gebeten, über die weiteren Entwicklungen informiert zu werden.

Manchester und Paris gelten als einzige mögliche Destinationen, auch wenn ein chinesischer Club Real kürzlich 200 Millionen Euro Ablöse und Ronaldo ein Jahresgehalt von 120 Millonen bot. Aber warum sollte der bestverdienende Sportler der Welt, der wie kaum ein anderer vom Ehrgeiz getrieben ist, in die fussballerische Zweitklassigkeit flüchten?

Bleibt die Frage nach der Ablösesumme, die man für Ronaldo hinblättern müsste. In seinem bis 2021 laufenden Vertrag ist diese auf eine Milliarde Euro festgesetzt, wobei diese Zahl vor allem symbolischen Wert hat. Wie die spanische «Marca»,quasi Reals Hauszeitung, schreibt, fordern die Königlichen 200 Millionen Euro. Für Manchester United und PSG wäre dieser Beträg wohl kein Hindernis.

(kai)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nikinio am 16.06.2017 10:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vermutlich ahnungslos

    Ich denke nicht, dass ein Messi oder Ronaldo intelligent genug sind solche Beträge zu versteuern (denke ist ziemlich Komplex) Die werden dafür alle ihre Leute haben und die haben dann vlt übertrieben und betrogen. Ich möchte die beiden nicht in Schutz nehmen... aber kann mir wirklich Gut vorstellen das beide keine Ahnung haben wohin ihr Geld genau fliesst solange es wieder zurückkommt

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  • Bar Berer am 16.06.2017 10:37 Report Diesen Beitrag melden

    Zusätzliche Trainingseinheit

    Zuerst Hoeness, dann Messi nun noch Ronaldo... Lernen die das im Training?

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  • Hectopascal am 16.06.2017 10:37 Report Diesen Beitrag melden

    Arroganz

    Wie kann ein solcher Mensch als Vorbild taugen? Hat er das Gefühl, er könne in einem anderen Land nicht verfolgt werden für die Vergehen? Und bei CL Auftritten spielt er nur noch die Heimspiele?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • anonym am 18.06.2017 00:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kommerzialisierung

    Wiederspiegelt die heutige Kommerzialisierung des Fussballes. Ob dies negativ ist oder nicht, darf jeder selber entscheiden. Schade das aus einem Gemeinschaftssport solche Schlagzeilen hervorgehen. Naja, widme mich sowieso nur noch den Ligen, wo die Tradition und Philosophie des Fussballs präsentiert... Leider werden es immer weniger... Naja die Interregio bietet auch spannende Spiele - Against modern football

  • Bingo am 17.06.2017 23:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    irgendwann ist sero

    derjenige der das ausgibt muss wissen dass er nie wieder die 200 millionen oder mehr mit cr verkäuflich erwirtschaften kann noch wird.

  • marko 32 am 17.06.2017 22:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leider

    Leider

  • Fabian Meier am 17.06.2017 22:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ronaldo, ehh, Real Fan

    Real wird Millionen von Fans verlieren, dafür erhalten PSG, ManU oder Gott weiss welches Team einige Millionen #RealFanwegenRonaldo

  • Lottospieler am 17.06.2017 21:21 Report Diesen Beitrag melden

    Wird in Portugal spielen.

    Ohne grosse ablöse Zahlung. Aber nur Inlandspiele. Als Portugiese wird er nicht ausgeliefert.