Showdown in Portugal

05. Oktober 2017 12:32; Akt: 05.10.2017 12:32 Print

Wie geht man in einen WM-Final, Granit Xhaka?

von E. Tedesco - Granit Xhaka spricht von zwei Meisterprüfungen in Basel und Lissabon. Er warnt davor, den zweiten vor dem ersten Schritt machen zu wollen.

Granit Xhaka sagt, man müsse gegen Portugal ins Spiel gehen wie in einen WM-Final. Aber wie macht man das? (Video: 20 Minuten)
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Acht erfolgreiche Schritte hat die Nati in der WM-Qualifikation bisher geschafft. Mit den Spielen am Samstag gegen Ungarn und dem Showdown am Dienstag in Portugal sind es nur noch zwei Schritte bis ins Ziel. Aber je höher hinaus man will, desto grösser ist die Gefahr des Stolperns. Vor allem, wenn man den Blick auf den letzten und nicht auf den nächsten Schritt richtet.

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«Das Ungarn-Spiel wird nicht so einfach»

«Viele reden nur von Portugal», sagt Granit Xhaka, «aber das Ungarn-Spiel wird nicht so einfach werden, wie die Leute das erwarten.» Deshalb hebt der Chef im Nati-Mittelfeld den Warnfinger und mahnt: «Erst kommt der erste Schritt und dann der zweite. Wir müssen uns gut auf Ungarn vorbereiten, erst dann kommt das grosse Spiel gegen Portugal.»

Wie viel Hoffnung kann Xhaka den Schweizer Fans machen, dass sich die Schweiz direkt für Russland qualifiziert? «Sehr viel! Ich bin überzeugt und gehe mit der Mentalität in die Spiele, dass wir gegen Ungarn gewinnen und in Portugal einen Punkt, vielleicht auch drei mitnehmen und uns, die Fans und die ganze Schweiz mit einer souverän gespielten Kampagne glücklich machen können.»

Alles-oder-nichts-Mentalität

Ein positives Resultat in Basel vorausgesetzt (und keinen Ausrutscher von Portugal in Andorra), kommt es am Dienstag zur Meisterprüfung in Lissabon. «Fussball spielen können wir alle. Aber auf diesem Niveau, auf dem wir uns momentan mit den Gegnern messen, muss man im mentalen Bereich sehr stark sein. Da zählen Details. Man muss jede Sekunde bereit sein und an die Sache glauben», sagt Xhaka. Schon nach dem 3:0-Sieg in Lettland vor einem Monat sagte er zu 20 Minuten: «Wir müssen gegen Portugal ins Spiel gehen, als wäre es ein WM-Final. »

Aber wie geht man in einen WM-Final? «Ich konnte das auf diesem Niveau auch noch nicht erleben, aber schon einmal mit der U17-Nati», so der Chef im Nati-Mittelfeld. Und er hat eine klare Vorstellung. «Es gilt einzig: Wenn du gewinnst, stemmst du den Pokal. Wenn du nicht gewinnst, ist alles, was du bis dahin erreicht hast, vergessen. Mit genau dieser Alles-oder-nichts-Mentalität müssen wir in dieses Spiel gehen und die Zweikämpfe annehmen. Portugal ist noch einmal ein anderes Kaliber. Da kommt eine andere Qualität auf uns zu, aber ich bin überzeugt, dass die Mannschaft das schaffen kann.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • TP1893 am 05.10.2017 12:56 Report Diesen Beitrag melden

    STOLZ

    Sympathischer Xhaka. Richtige Einstellung. Macht uns Fans und die ganze Schweiz STOLZ!

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  • Flasche leer am 05.10.2017 12:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Presse halt

    Naja, da versucht die Nati alles um noch nicht an Portugal zu denken und die Presse tut alles, damit sie an Lissabon denken muss. Sollte die Schweiz am Samstag verlieren, gibt es nur einen Sündenbock - die Presse.

  • Der Denker am 05.10.2017 13:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das geht immer vergessen!

    Sollten wir am Samstag gegen Ungarn einen Sieg mit mindestens 11 Toren mehr erreichen als Portugal gegen Andorra, könnten wir das Spiel gegen Portugal sogar mit einem Tor Differenz verlieren und wären trotzdem Gruppensieger! Beispiel: Schweiz : Ungarn 12:0 / Portugal : Andorra 1:0

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Zeljkan Arkan am 05.10.2017 17:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Top

    Haare hart wie Granit, Scheitel wie immer top - Rest egal, einfach Top :D

  • Rene am 05.10.2017 16:41 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo Nati

    Ein feiner Typ, dieser Granit. Wie alle anderen in der Nati auch. Ich bin stolz, dass wir eine so tolle Truppe haben, fussballerisch sehr gut und auch, dass sie ein wahres Abbild unseres grandiosen Landes sind. Genau diese Vielfalt macht uns seit Jahrzehnten so erfolgreich. Weiter so Nati, weiter so Schweiz. Ach ja, und an alle Psalm-Nicht-Singen-Nörgler: dieser gehört ohnehin abgeschafft und zwar nicht nur auf dem Fussballplatz sondern generell. Dieser alte Religionszopf aus dem 1. Weltkrieg ist mehr als überholt.

    • Johnny Schmidt am 05.10.2017 19:32 Report Diesen Beitrag melden

      @Rene

      Gegen den schweizer Psalm gibt es absolut nix zu sagen... ihn zu kritisieren ist auch nicht besser, als über das 'nicht Singen' zu jammern. Und ja, die Mannschaft zeigt das Bild der Schweiz. Vielfalt ist nur dann ein Problem, wenn's grenzenlos und zu schnell passiert...

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  • Glaibasel am 05.10.2017 14:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mit Biss

    der FCB hat gezeigt wie man gegen eine Mannschaft aus Portugal spielt.....

    • Silver am 05.10.2017 19:58 Report Diesen Beitrag melden

      Die Beute heisst Schweiz

      Der FCB hat gezeigt, wie man Zuhause gegen einen portugiesischen Verein, der zurzeit nichts geregelt kriegt und der über so gut wie keine portugiesische Spieler verfügt, spielt. Ich würde mich an Ihrer Stelle ganz schnell von der Vorstellung verabschieden, dass die Schweiz gegen Portugal im Stande sein wird, einen ähnlich hohen Kantersieg einzufahren. Bloss nicht verlieren lautet die Devise aus Schweizer Seite.

    • Tia Meier am 05.10.2017 22:36 Report Diesen Beitrag melden

      @Silver

      Das Märchen von der Benfica-Krise... Benfica ist in Portugal Dritter! Und ja, so ein Spiel zeigt, was im Fussball eben so passieren kann.

    • @Tia Meier am 05.10.2017 22:56 Report Diesen Beitrag melden

      Sie kennen sich ja bestens aus

      Nein, natürlich hat Benfica keine Krise. Die Fans und die Medien kritisieren Benfica einfach nur aufs schärfste, weil sie halt im Moment eben gerade nichts besseres zu tun haben. Und die Tatsache, dass Benfica auf dem besten Weg ist, in der CL bereits in der Vorrundes auszuscheiden ist überhaupt kein Grund zur Sorge. Der Sieg von Basel zeigt einfach auf, was für eine Übermacht die Schweizer Vereine zur Zeit sind. Selbst Real Madrid hätte nicht den Hauch einer Chance gegen diese wahnsinns Mannschaft.

    • Balz am 06.10.2017 15:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Glaibasel

      Ja am ersten Spieltag nottabene! Da waren die Portugiesen noch schwach besetzt und noch in Feierlaune.

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  • Fussballer am 05.10.2017 13:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Realistisch bitte ...

    Wenn ich den Trainer währe würde ich nicht an Portugal denken sondern zuerst an das 1 Spiel. Portugal ist ein unheimlich schwerer Gegner: Das 1 Spiel wahr eine B 11 von Portugal. Nun spielt Sie danach gegen die A 11 & noch in Portugal & Portugal MUSS gewinnen. Dieses Spiel wird schon brutal aber unmöglich ist es ja nicht... siehe WM 2010 gegen Spanien :).

    • Lena Müller am 05.10.2017 19:33 Report Diesen Beitrag melden

      @Fussballer

      'Realistisch' - B11 Portugals? Der Einzige, der damals fehlte, war Ronaldo. Der macht zwar quasi 18 von 28 Toren für Portugal... die B11 war's deswegen sicherlich trotzdem nicht! War so ungefähr das Team, dass an der EM Frankreich schlug.

    • fussballer am 05.10.2017 19:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Lena Müller

      lol... Ronaldo (Real) & andre silva (Milan), Andre Gomes (Barca), Bernardo (Man City), Moutinho (Monaco), J. Mario (Inter), R.Sanches (Bayern), Carvalho (Sporting), PePe hat gespielt aber wahr verletzt. Ja das ist die A Manschaft die NICHT in Basel dabei wahren.

    • Guarana am 05.10.2017 19:45 Report Diesen Beitrag melden

      @Lena Müller

      Es ist trotzdem eine ganz andere Mannschaft, als die, die jetzt gegen die Schweiz antritt. Es sind neue talentierte Spieler dazugekommen und die Mannschaft hatte mit dem Confed. Cup mehr Zeit und Gelegenheiten zum wachsen als die Schweiz. Abgesehen davon war bei diesem 2:0 Resultat auch jede Menge Glück dabei. Die Schweiz war nicht wirklich überlegen, Portugal hat ordentlich Druck gemacht und das obwohl es ein Auswärtsspiel war. Man kann also davon ausgehen, das im Rückspiel die ganze Problematik nicht einfacher wird.

    • Klaus am 07.10.2017 00:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @fussballer

      carvalho und moutinho, wirklich??? hast du nicht noch figo vergessen, oder eusebio?? und r. sanchez ist jetzt auch nicht so der renner... andre silva bei milan? ähm, ist das der, der milan wochenende für wochenende zum sieg schiesst? der einzige, der im hinspiel wirklich fehlte, war cr7

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  • Majestic am 05.10.2017 13:23 Report Diesen Beitrag melden

    Unangenehme Tatsachen

    Man kann diesen Interviews entnehmen, dass die Schweizer Nati möglichst nicht daran erinnert werden will, dass sie bald gegen den amtierenden Europameister, der auch noch über den aktuell besten Fussballer der Welt verfügt, spielen muss und auf gar keinen Fall verlieren darf. Ich denke die Medien und die Fans haben seitdem letzten Spiel gegen Portugal, mit ihren überheblichen Kommentaren nur dafür gesorgt, dass der Druck aus Schweizer Sicht sehr hoch geworden ist. Sollten sie verlieren, stehen sie plötzlich wie die aller grössten Versager da. Das ist sicher nicht ermutigend.

    • fussballer am 05.10.2017 13:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Majestic

      Da gebe ich dir absolut recht!!!! Gegen Portugal wahr es eine B11 nicht die A11 :) Trotzdem ein RISSSSEREENNNN RESPEKT BIS JETZT

    • Penisovic am 05.10.2017 13:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Majestic

      Gegen den amtierenden Europameister auswärts zu verlieren wäre sicher keine Schande. Sie stünden auch nicht wie die allergrössten Verlierer da, solange sie sich durch die Barrage trotzdem qualifizeren sollten. Ich glaube aber eher dass die Schweiz gegen Portugal punkten wird.

    • Kauz am 05.10.2017 17:12 Report Diesen Beitrag melden

      @Penisovic

      Majestic hat eben schon Recht. Es wurde hier schon sehr früh ein Mythos der Unbesiegbarkeit kreirt und gleichzeitig hat man Portugal nie auch nur ein Mindestmass an Respekt gezollt. Wenn jetzt ausgerechnet dieses Portugal der Schweiz haushoch überlegen sein sollte, was durchaus sein kann, gerade auch weil die Schweiz sich beim Rückspiel dann in deren Welt befindet, dann wird das sicher für Empörung sorgen.

    • Tia Meier am 05.10.2017 19:37 Report Diesen Beitrag melden

      @Kauz

      Schweiz? Mythos der Unbesiegbarkeit? Also bitte... Sie haben einfach eine sensationelle Serie hingelegt - das ist alles.

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