Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Basels kleines Vorbild
22. Februar 2012 19:27; Akt: 22.02.2012 20:03 Print
Wie man als Underdog die Bayern schlägt
von Monika Reinhard - Frank Schmidt weiss, wie es geht: 1994 warf er die Bayern mit dem TSV Vestenbergsgreuth aus dem DFB-Pokal. 20 Minuten Online erklärt er, wie seinem Team damals das Wunder gelang.

Frank Schmidt (kleines Bild) versalzte mit dem TSV Vestenbergsgreuth Lothar Matthäus und Giovanni Trapattoni (r.) die Suppe. (Fotos: zVG/Keystone)
Der 14. August ist im mittelfränkischen Vestenbergsgreuth so etwas wie ein Feiertag. Denn an diesem Tag bezwang der örtliche Fussballverein im Jahr 1994 in der ersten Runde des DFB-Pokals den amtierenden Meister Bayern-München. Klingende Namen wie Oliver Kahn, Markus Babbel, Lothar Matthäus, Mehmet Scholl oder Christian Nerlinger wussten es in dieser Partie vor knapp 18 Jahren nicht zu verhindern, dass der Underdog aus der 3. Liga gewann.
Bildstrecken Das Abschlusstraining der Basler vor dem CL-KnüllerDie Ankunft der Bayern-Stars in Basel Infografik Champions LeagueGespielt wurde aufgrund des grossen Zuschauerinteresses im knapp 60 Kilometer entfernten Franken-Stadion in Nürnberg. «Es war das letzte Spiel der Runde; das Live-Spiel, das am Fernsehen gezeigt wurde», erinnert sich Frank Schmidt, der damals als 20-jähriger Verteidiger in der Startelf des TSV Vestenbergsgreuth stand. «Wir waren Halbprofis in der dritten Liga und für uns war es ganz schön ungewöhnlich.» Dennoch sei man mit einem klaren Ziel angereist. «Wir haben für eine Sensation gespielt. Uns war klar, dass wir mit einer guten Leistung und viel Emotionen gewinnen können.»
Und so kam es dann auch. «Wir mussten relativ wenige Chancen zulassen und konnten kurz vor der Halbzeit in Führung gehen», so Schmidt. «Da wurde die Brust natürlich immer geschwellter. Klar waren die letzten zehn Minuten eine reine Abwehrschlacht, aber am Ende haben wir die Bayern niedergekämpft.» Die Sensation war also perfekt: 1:0-Sieg durch ein Tor von Roland Stein in der 43. Minute.
«Ein Tor wäre der Dosenöffner für Bayern gewesen»
Frank Schmidt weiss also, wie man als Underdog die Bayern besiegt. Was war das Rezept des kleinen TSV Vestenbergsgreuth? «Wir haben damals noch mit Libero gespielt, ich war dieser Libero. Und ich hatte eine 3er-Kette vor mir», sagt der heutige Trainer des Drittligisten 1. FC Heidenheim 1846. «Wir liessen in der eigenen Hälfte nicht viel Raum und liessen uns auch nicht auf die Füsse treten.» Doch auch die Offensive habe man nicht vernachlässigt. «Besonders in der zweiten Halbzeit konnten wir einige gute Konter fahren», so Schmidt und erklärt weiter: «Es war wichtig, dass wir kein Gegentor erhalten haben. Denn das wäre der Dosenöffner für die Bayern gewesen.»
Dem FC Basel traut der 38-Jährige, der es in seiner aktiven Karriere auf 78 Einsätze in der 2. Bundesliga schaffte, heute Abend einiges zu. «Die Unterschiede sind heute nicht mehr so gross. Auch zwischen der 3. Liga und den Bayern nicht mehr. Basel muss die Verunsicherung der Bayern durch die letzten Ereignisse nutzen (u.a. ein mageres 0:0 gegen Schlusslicht Freiburg, Anm. d. Red.). Auch die eigenen Fans seien ein Schlüssel zum Erfolg. «Ganz wichtig ist es, sich durch die Stimmung und die Euphorie im Stadion tragen zu lassen. Basel hat fussballerische Qualitäten. Doch im Rückspiel in München wird es schwierig.»
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
-
Alle 60 Kommentare































Unglaublich
Schon bald wird Basel unsterblich sein.
Hoffentlich n Kracher
Na dann mal auf ein gutes Spiel !
Jetzt ist Schluss
Also mal ganz ehrlich, ManU und Benfica haben unterirdisch gespielt, dass Basel so weit gekommen ist, jetzt kommt Bayern, die ja nicht mal so schlecht sind ich bin bsolut kein Bayern Fan aber der Fankultur Schweiz mit ihren Pyros muss endlich eins aufs Dach bekommen, ist ja nur peinlich wie man sich im Ausland verhält. Ich war schon in Spanien, England und Deutschland und dort wird wirklich Fankultur gelebt ohne dies peinlichen möchte gern Fans.