Miese Machenschaften

09. Dezember 2012 07:31; Akt: 09.12.2012 19:17 Print

Wie sich Aarau und Co. beim RAV bedienenWie sich Aarau und Co. beim RAV bedienen

Um sich teure Spieler leisten zu können, greifen einige Challenge-League-Klubs zu einem fiesen Trick. Sie engagieren die Stars nur teilzeit, damit diese dann auch noch bei der Arbeitlosenkasse abkassieren können.

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Unlautere Mittel in der Challenge League?

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Die Challenge League ist wahrlich keine Goldgrube. Bescheidene Zuschauerzahlen, tiefe TV-Gelder und mangelndes Sponsoreninteresse führen zu tiefen Budgets und zu einem fast alltäglichen Kampf ums Überleben. Und doch müssen sich die Vereine teure Spieler leisten, wenn sie in der zweithöchsten Liga der Schweiz sportlich bestehen wollen.

Doch längst nicht alle Methoden der Klubs zur Finanzierung ihrer Stars sind über alle Zweifel erhaben. Wie der «Sonntagsblick» berichtet, greifen nicht wenige Klubs zu unlauteren Mittel und finanzieren ihre teuren Kicker über die Arbeitslosenkasse.

RAV finanziert Teilzeitprofis mit

Und so geht der Trick: Ein Klub engagiert einen Spieler, der in seiner Karriere schon deutlich mehr verdient hat, als Teilzeitprofi und zahlt ihm ein Salär, das deutlich tiefer liegt. Dann meldet der Klub den Spieler bei der regionalen Arbeitsvermittlung RAV an, das dann den Unterschied zum früheren Salär übernimmt.

«Es ist für den Klub ein gutes Geschäft», sagt ein betroffener Profifussballer dem «Sonntagsblick». Das RAV würde die Differenz zum Grundgehalt sogar noch aufrunden. «Als Ansporn, dass ich weiterarbeite», so der Fussballer.

«Auch Fussballer haben das Recht zum Stempeln»

Der beschriebene Teilzeitjob-Trick ist kein Einzelfall. Der «Sonntagsblick» schreibt, dass bei Chiasso drei Spieler unter Vertrag stehen würden, die ebenfalls über die Arbeitslosenkasse mitfinanziert würden. Biel und Wil wollten den Trick ebenfalls nutzen und selbst Tabellenführer Aarau soll von diesem Finanzierungsmodell Gebrauch machen. Aarau-Präsident sieht darin kein Problem. «Ich bin der Meinung, dass auch ein Fussballer das Recht hat zum Stempeln», sagt er dem «Sonntagsblick».

(pre)

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  • Simon am 10.12.2012 15:30 Report Diesen Beitrag melden

    :) Stammtisch Olè

    Glaubt ihr echt Fussballer zahlen keine Sozialbeiträge? Wer zahlt hat anrecht, wer mehr bezahlt hat (höherer Lohn) hat eine höhere Leistung zu erwarten. UND ganz wichtig. es ist ja nicht so, dass die Spieler keine Beiträge erhalten hätten, würden Klubs sie nicht als Teilzeit-Fussballer aufnehmen, Nein. Nein wir (um am Stammtisch zu bleiben) würden den GANZEN Betrag zahlen. Ob die die gleichen Pflichten haben weiss ich nicht, ist aber anzunehmen.

    • roger am 10.12.2012 17:15 Report Diesen Beitrag melden

      Darum geht es nicht

      ein Verein soll, wenn sie einen Fussballer engagieren, welche für diesen spielen soll entweder den ganzen Lohn bezahlen oder den Spieler nicht engagieren. Es kann nicht sein, dass die Allgemeinheit Fussballer teilfinanziert. Der Spieler wird ja wohl kaum nur 70% Einsatz geben während eines Spieles oder die Hälfte der Trainings schwänzen.

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  • Roger Wehrli, Suhr am 09.12.2012 23:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    In Ordnung

    Diese haben ja auch entsprechend einbezahlt. Dann sollen sie die 18 Monate auch beziehen. Macht ja jeder.

    • roger am 10.12.2012 15:20 Report Diesen Beitrag melden

      Mag sein

      aber dann sollen sie nicht "vollzeit" bei einem Verein Fussball spielen. Heisst, wenn sich der Verein diesen Spieler nicht leisten will, dann kann es nicht sein, dass ein Teil des Salärs die Allgemeinheit übernimmt.

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  • Hans Peter am 09.12.2012 14:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na und

    Es ist vieleicht unmoralisch aber nicht verboten. Der Fehler liegt in unserem System. Hopp Aarau

    • matthias am 10.12.2012 16:04 Report Diesen Beitrag melden

      Hopp Aarau

      Genau! Hopp Aarau!

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