Kritik und Lohnforderung

25. September 2012 12:36; Akt: 25.09.2012 14:37 Print

Zenit-Stars ins Reserveteam verbannt

Igor Denisow und Alexander Kerschakow üben Kritik an der Transfer-Politik von Zenit St. Petersburg und fordern mehr Geld. Die Klubleitung reagiert und verbannt ihre Führungsspieler in die zweite Mannschaft.

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Igor Denisow ist Captain der russischen Nationalmannschaft und verdient seine Brötchen bei seinem Stammverein Zenit St. Petersburg in der heimischen Premier Liga. Zusammen mit seinem Landsmann und Stürmer Alexander Kerschakow gehört er zu den profiliertesten Spielern des Vereins. Doch die beiden Kicker wurden aus der ersten Mannschaft verbannt, nachdem sie öffentlich Kritik an der Transfer-Politik Zenits geübt hatten.

Die Millionen-Transfers von Hulk (FC Porto) und Axel Witsel (Benfica Lissabon) stossen den russischen Nati-Stars sauer auf. 80 Millionen Euro blätterte Zenit für den Brasilianer und den Belgier hin. «Ich könnte verstehen, wenn wir Messi oder Iniesta verpflichtet hätten, sie sind jeden Preis wert», so Denisow, dessen Marktwert 20 Millionen beträgt. In der russischen Zeitung «Sport Express» fragt sich der gebürtige St. Petersburger: «Wir kauften gute Spieler, die Zenit eindeutig helfen. Aber sind sie so viel besser als die anderen Stars im Team, dass sie dreimal besser bezahlt werden?»

Klub reagiert auf Kritik

Nach diesen Äusserungen des 28-Jährigen zieht die Vereinsleitung Konsequenzen und schickt den Mittelfeldspieler kurzerhand ins Reserveteam. Denisow habe dem Klub ein Ultimatum gestellt, seinen Lohn ebenfalls nach oben zu korrigieren. Sollte dies nicht passieren, weigere er sich zu spielen. Kerschakow soll diese Forderungen unterstützt haben. «Denisow hat nicht nur eines der höchsten Gehälter in der Mannschaft, sondern auch in der russischen Liga», schreibt die Vereinsleitung.

Erst vor kurzem habe man ihm angeboten, seinen Vertrag mit dem gleichen Lohn und den gleichen Bedingungen zu verlängern, das habe der Spieler aber abgelehnt. Eine Gehaltserhöhung kommt für Zenit nicht in Frage. «Seine Vergütung entspricht seinem Talent und dem Niveau der Spieler in ganz Europa», schreibt Zenit auf seiner offiziellen Website.

Sportlich am Boden

Aus sportlicher Sicht macht der Rauswurf der beiden Führungsspieler Denisow und Kerschakow keinen Sinn. Die teuren Einkäufe in Portugal haben sich bislang noch nicht bezahlt gemacht. Seit Hulk und Witsel bei Zenit unter Vertrag stehen, hat der russische Meister kein Spiel mehr gewonnen. Weder in der russischen Premier Liga, noch in der Champions League, wo Zenit gegen das ebenfalls kriselnde Málaga 0:3 verlor.

(dke)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter Enis am 25.09.2012 15:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    malaga

    kriselndes malaga? das ich nicht lache. die sind enorm gut in die meisterschaft gestartet obwohl sie ihre stars ziehen lassen mussten

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter Enis am 25.09.2012 15:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    malaga

    kriselndes malaga? das ich nicht lache. die sind enorm gut in die meisterschaft gestartet obwohl sie ihre stars ziehen lassen mussten

    • Diego Caviezel am 25.09.2012 19:19 Report Diesen Beitrag melden

      No Money

      haha hast du dir schon einmal die Finanzen angeschaut? Da können die noch so gut sein wenn sie bald bankrott gehen!

    • thomas furtzer am 25.09.2012 20:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      apropos malaga

      david beckham soll ja gerüchten zufolge daran interessiert sein mehrheitseigentümer bei malaga zu werden

    • david am 25.09.2012 20:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Backham

      backham kauft malaga vielleicht auf ;-)

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