Zum Erfolg verdammt

11. November 2011 17:16; Akt: 11.11.2011 17:17 Print

Bradls Aufstieg in die AnonymitätBradls Aufstieg in die Anonymität

von Klaus Zaugg - Moto2-Weltmeister Stefan Bradl steigt in die Königsklasse «MotoGP» auf. Wie erfolgreich er dort sein wird, ist letzlich auch eine Frage des Geldes.

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Stefan Bradl ist 2012 neben Casey Stoner, Daniel Pedrosa und Alvaro Bautista der vierte Honda-Werksfahrer in der MotoGP. (Bild: Keystone)

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Eigentlich hatte er den Traum vom Aufstieg in die wichtigste Töff-WM schon aufgegeben und mit seinem Team per Handschlag eine weitere Saison in der Moto2-WM abgemacht. Doch nun sind die Karten neu gemischt worden: Stefan Bradl bekommt gemäss den Aussagen seines Vaters Helmut im Team des Italieners Lucio Cecchinello eine 1000er-Werkshonda. Stefan Bradl ist 2012 neben MotoGP-Weltmeister Casey Stoner, Daniel Pedrosa und Alvaro Bautista der vierte Honda-Werksfahrer.

Der erste Deutsche Weltmeister seit 1993 (Dirk Raudies) wird in seinem neuen Team der Nachfolger des Spaniers Tony Elias (28). Brisant: Elias ist der Moto2-Weltmeister von 2010 und ist in dieser Saison in der MotoGP-Klasse gescheitert: Wegen Erfolgslosigkeit (15. WM-Schlussrang) ist der Spanier von Teamchef Checchinello gefeuert und durch Bradl ersetzt worden. Elias hat zurzeit noch kein neues Team gefunden.

Wird es Bradl besser ergehen als seinem Vorgänger? Das wird letztlich auch eine Frage des Geldes sein: Er wird zwar das gleiche Basis-Modell wie Stoner, Pedrosa und Bautista bekommen. Aber es ist noch offen, ob sein Team die Extras einkaufen kann, die es braucht, um ganz vorne mithalten zu können. So oder so: Plätze in den ersten sechs wären ein Wunder.

Medieninteresse nur bei Erfolg

Kommt hinzu, dass es für Bradl ein Aufstieg in die Anonymität ist: Obwohl der GP von Deutschland auf dem Sachsenring jedes Jahr mehr als 100 000 Fans anlockt, ist der Töffrennsport in Deutschland eine Randsportart. Nur Sieger bekommen Medienpräsenz. Weltmeister Bradl ist am Samstag Studiogast im aktuellen Sportstudio des ZDF (ab 23.00 Uhr). Wenn Bradl nicht mehr siegt und nicht mehr um den WM-Titel fährt, gibt es kein Medieninteresse mehr.

Mit Bradls Aus- und Aufstieg steigen die Chancen für Tom Lüthi (25) in der Moto2-WM 2012. Lüthis Manager Daniel M. Epp hatte im Laufe dieser Saison den Aufstieg in die MotoGP-Klasse angekündigt. Weil er für Lüthi das Budget für eine MotoGP-Saison nicht aufbringen kann (rund 4 Millionen Franken), fährt der Emmentaler auch 2012 die Moto2-WM.

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  • denk-mal am 12.11.2011 16:54 Report Diesen Beitrag melden

    der macht sich schon

    sicher besser als der dauernd überschätzte Lüthi

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