Als hätte er es geahnt

02. Januar 2012 06:06; Akt: 02.01.2012 06:13 Print

Das war sein letzter Twitter-EintragDas war sein letzter Twitter-Eintrag

Der argentinische Motorradfahrer Jorge Martinez Boero ist auf Startetappe der Rallye Dakar in seinem Heimatland tödlich verunglückt. Kurz vor dem Start hatte er noch einen Tweet verfasst.

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Jorge Martinez Boero ist an der Rallye Dakar tödlich verunglückt: Nur Stunden zuvor hatte er diesen Tweet veröffentlicht. (Bild: Keystone)

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«Ich werde alles geben. Was dich nicht umbringt, macht dich stärker.» Dies sind die letzten Worte des argentinischen Motorradfahrers Jorge Martinez Boero, die er via Twitter hat verlauten lassen.

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In der ersten Etappe der Rallye Dakar ist es zu einem tödlichen Zwischenfall gekommen. Es ist bereits das 59. Todesopfer des Wettbewerbs. Ist die Rallye Dakar zu gefährlich?
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61 %

Boero starb bei einem Unfall auf der ersten Etappe der Rallye Dakar von Mar del Plata nach Santa Rosa de la Pampa in seinem Heimatland Argentinien.

Nur Stunden vor dem Start der Etappe hat der 38-Jährige den Eintrag verfasst, der für ihn eine fast schon prophetische Dimension annehmen sollte. Der Fahrer habe nach seinem tragischen Unfall einen Herzstillstand erlitten, liessen die Organisatoren der Rallye via offizielle Mitteilung verlauten. Fünf Minuten nach dem Sturz sei ärztliches Personal bei ihm gewesen. «Trotz ihrer Bemühungen ist es den Ärzten nicht gelungen, den Fahrer wiederzubeleben, der im Laufe seines anschliessenden Transports zum Krankenhaus verstorben ist», heisst es in der Mitteilung.

Gefährliche Rallye

Die Rallye Dakar ist vor vier Jahren von Afrika nach Südamerika verlegt worden - aus Sicherheitsgründen. Trotzdem haben die Organisatoren immer wieder Todesopfer zu beklagen. Zuletzt war im vergangenen Jahr ein Rallye-Auto in einen Pickup eines Landarbeiters geprallt. Dieser wurde dabei so schwer verletzt, dass er kurz darauf verstarb. Und 2011 war ein deutscher Fahrer in eine Zuschauergruppe gerast, wobei fünf Personen schwer verletzt wurden. Eine 28-Jährige erlag kurz darauf ihren Verletzungen

Vor einem Jahr entging der aus der Stadt Bolivar stammende Boero an der Rallye Dakar dem Tod noch knapp. Er hatte einen schweren Unfall erlitten und bangte während voller acht Stunden um sein Leben - verletzt am Fuss einer Klippe liegend.

(jam)

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  • Verärgerter Motorsportfan am 02.01.2012 14:43 Report Diesen Beitrag melden

    Motorsport wird sehr vernachlässigt

    Jeder fährt freiwillig mit und kennt das Risiko. Es ist einfach sehr Schade, das in der CH von dieser grossartigen Veranstaltung nur Berichtet wird wenn etwas passiert. Dabei hat es jedes Jahr mehrere Schweizer die daran aktiv Teilnehmen. Es wäre mehr als Richtg, wenn das staatlich bezahlte Fernsehen täglich mindestens eine halbe Stunde darüber berichten würde. Für jeden Hundefurz haben sie Sendezeit, aber für etwas wirklich Wichtiges was die Motorsportfreunde interessiert ist keine Zeit vorhanden. Zum Glück gibt es den Eurosportkanal.

    • Andreas am 02.01.2012 20:36 Report Diesen Beitrag melden

      nicht ganz

      naja, jedes jahr stimmt nicht so ganz.......

    einklappen einklappen
  • Thom am 02.01.2012 14:33 Report Diesen Beitrag melden

    Ride in Peace

    Ein passendes und wahres Zitat: "Wer beim Fahren alles unter Kontrolle hat, ist nicht schnell genug um die Dakar zu gewinnen" (Fabrizio Meoni, 11.Jan2005-Rallye Paris-Dakar).

  • Oliver am 02.01.2012 13:50 Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Das man in den schweizer Medien nur was von der Dakar hört, wenn jemand stirbt und sonst nicht. Wie schon einige gesagt haben: Es fährt jeder freiwillig mit und kennt das Risiko. Die Zuschauer kennen das Risiko auch, schaut Euch mal an was neben (teilweise auch auf) der Strecke (Zuschauermässig) ab geht. Denn Hinterbliebenen mein Beileid.

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