GP von San Marino

16. September 2012 13:32; Akt: 16.09.2012 16:02 Print

Aegerter fängt Lüthi ab

Tom Lüthi ist der GP von San Marino nicht nach Wunsch geglückt. Der Berner fährt auf den 9. Platz. Dominique Aegerter ist besser und wird Sechster.

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Seit Mai bestreitet Tom Lüthi nach seinem Sturz bei den Tests wieder Rennen. Nach dem Unfall bei den Tests will Tom Lüthi die Rückkehr in den GP-Zirkus beim zweiten Rennen in Texas (21.4.) erzwingen. Er muss die Übung aber nach dem ersten Training abbrechen. Die Schmerzen sind zu gross. Jetzt versucht er das Comeback in Jerez am 5. Mai. Die Saison 2013 startet sehr unglücklich. Lüthi wird bei den Testfahrten in Jerez von Ratthapark Wilairot «abgeschossen» und zieht sich eine Schulter- und Armverletzung zu. Er muss operiert werden und verpasst den Saisonstart. Tom Lüthi testete zuvor während drei Tagen seine neue Moto2-Maschine in Valencia. Nach dem Sturz beim zweitletzten GP der Saison in Australien holt Marc Marquez den Titel. Lüthi erreichte in der WM-Wertung 2012 Rang 4. Im ersten Rennen nach der Sommerpause in Brünn fährt Tom Lüthi zum sechsten Mal in dieser Saison auf Podest. Er wird hinter Marc Marquez Zweiter. Tom Lüthi fährt beim GP von Italien zum fünften Mal in der Saison 2012 aufs Podest. In Silverstone läuft es Tom Lüthi nicht nach Wunsch. Nach einem Trainingssturz und Rang 8 im Rennen verliert der Emmentaler am 17. Juni die WM-Führung. Am 3. Juni 2012 übernimmt Tom Lüthi erstmals seit dem WM-Titel 2005 wieder die WM-Führung. Ein zweiter Rang in Barcelona in der Moto2-Klasse reicht dem Emmentaler dazu. Nach einem fünften Rang zum Auftakt und zwei dritten Plätzen gewinnt Tom Lüthi in Le Mans sein erstes Rennen der Saison 2012 und rückt WM-Leader Marc Marquez bis auf zwei Punkte auf die Pelle. Es ist Lüthis siebter Karrieren-Sieg. Die ersten Tests im März 2012 verlaufen für Tom Lüthi verheissungsvoll. Ausserdem sichert ihm Bike-Bauer Eskil Suter in diesem Jahr eine intensivere Betreuung zu. Perfekte Voraussetzungen für den Angriff auf den Moto2-WM-Titel? Ein erfolgreiches Duo spannt noch enger zusammen: Auf die Saison 2012 hin übernimmt Lüthis Freundin Fabienne Kropf die Medienarbeit für den Töff-Star und bringt sich in dessen Vermarktung mit ein. Ihr erster Schachzug: Lüthi fährt nicht mehr Subaru, sondern BMW. Schliesslich beendet Lüthi die Moto2-Saison 2011 als WM-Fünfter. Und er kann es doch noch: Drei Wochen später gewinnt Lüthi gar den GP von Sepang. Es ist der erste Sieg des Emmentalers seit über fünf Jahren! Ende Saison geht es mit Tom Lüthi wieder bergauf: Am 2. Oktober fährt er beim GP von Japan als Dritter zum ersten Mal seit Anfang April wieder in einem Rennen in die Top 3. Mitte September platzt für Tom Lüthi ein Traum: Er wird nächste Saison nicht in der MotoGP fahren. Sein Manager konnte nicht die nötigen finanziellen Mittel organisieren. Es kommt auch Polemik auf: Lüthi werde vom Schweizer Fahrwerkhersteller Eskil Suter zu wenig umsorgt. Allerdings hat dieser dem Emmentaler vertraglich nie eine Sonderbehandlung zugesichert. Doch die Saison geht nicht so verheissungsvoll weiter, wie sie begonnen hatte: Es folgen für Lüthi Stürze und Platzierungen ausserhalb der Top-Ränge. Ein Rückschlag. Beim zweiten Saisonrennen in Jerez muss sich der Emmentaler nur von Stefan Bradl schlagen lassen und fährt auf Rang 2. Zum Auftakt in Katar erreicht Lüthi den dritten Rang und startet somit so gut wie schon lange nicht mehr. Noch vor Saisonstart 2011 wird bekannt, dass Lüthis Manager Daniel Epp fürs kommende Jahr ganz grosse Pläne hegt: Der Emmentaler soll in die «Königsklasse», die MotoGP, aufsteigen. Für die Saison 2011 wechselt Lüthi auf die Maschine des Schweizer Herstellers Suter. In einer Klasse, in der alle die gleichen Motoren besitzen, will er wieder um den Titel mitreden. Lüthi gehört auf der Moriwaki mit fünf Podestplätzen zu den Spitzenfahrern. Er verpasst aber den angestrebten WM-Titel und wird im Klassement mit 156 Punkten Vierter. : Sportlich wird aus der Viertelliterklasse 2010 die neugeschaffene Moto2. Ein Jahr nach der Trennung von Fabienne finden die beiden Ende 2009 wieder zusammen. Lüthi wird Siebter der 250er-Klasse mit 120 Zählern - aber ohne Podestplatz. 2009 gehts wieder etwas aufwärts - zumindest im WM-Klassement. Er holt immerhin 2 Podestränge, aber nur noch 108 Punkte, was in der WM Platz 11 bedeutet. Auch 2008 kann Lüthi nicht um den Titel mitfahren. Die erste Saison auf der Aprilia läuft nicht optimal: Kein Podestplatz, WM-Rang 8 mit 133 Punkten. In der Saison 2007 wechselt Lüthi in die 250er-Klasse und lernt italienisch, um seine Mechaniker besser zu verstehen. 2007 verliebt sich Lüthi in Fabienne Kropf, Miss Bern 2005. Nach einem Jahr trennt sich das Paar wieder. Er gewinnt ein Rennen und holt 113 Punkte. Das bedeutet WM-Rang 8. 2006 kann Lüthi den Titel in der Achtelliterklasse nicht bestätigen. Lüthi bei seiner Teilnahme am Super10Kampf der Sporthilfe. Dafür erhält der Emmentaler auch die Auszeichnung zum Schweizer Sportler des Jahres 2005. Mit 242 Punkten wird er mit 19 Jahren der sechstjüngste Weltmeister der Geschichte. Er holt fünf Poles, vier Siege und insgesamt acht Podestplätze. 2005 startet Lüthi total durch. Doch Lüthi fährt nie aufs Podest und sammelt nur 14 WM-Punkte. Am Ende bedeutet dies Gesamtrang 25. 2004 läufts immernoch in der 125er-Klasse für 13 Rennen. In dieser Saison fährt der Schweizer auch einmal aufs Podest. Am Ende ists WM-Rang 15 für ihn. In der Saison 2003 absolviert Lüthi seine erste vollständige Saison. Er holt dabei 68 Punkte. 2002 absolvierte Lüthi, der am 6. September 1986 geboren wurde, als 15-Jähriger seine erste Saison in der 125er-Klasse. In sieben Rennen holt er sieben Punkte und WM-Rang 27. Damals ahnte noch niemand, dass hier der nächste Weltmeister sitzt. Als Neunjähriger startete er seine Karriere auf dem Pocket-Bike. Aus Linden im Emmental eroberte Tom Lüthi die Töff-Welt.

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Der Motorrad-GP von San Marino gehört für Tom Lüthi mit Rang 9 in die Kategorie Enttäuschung. Bester Schweizer im von Marc Marquez gewonnenen Rennen wurde Dominique Aegerter auf Rang 6.

Das Rennen, das ohne Randy Krummenacher stattfand, weil der 22-jährige Zürcher Oberländer nach seinem im Qualifying zugezogenen zweifachen Mittelfussknochenbruch wegen zu grossem Schmerzen verzichtete, musste nach drei Runden abgebrochen werden: Gino Reas Suter-Maschine hatte nach einem Motorschaden so viel Öl verloren, dass die Strecke zuerst gereinigt werden musste.

Zwei Blitzstarts von Aegerter

Nicht unglücklich darüber war Dominique Aegerter: So konnte er zweimal von seinen üblichen Blitzstarts profitieren. Im ersten Anlauf gelang ihm der Sprung von Rang 17 auf 10, im zweiten von Rang 10 auf 7. Der 21-jährige Rohrbacher holte nach seinem schlechtesten Qualifying der Saison (17.) gar sein bestes Resultat des Jahres und verbesserte sich in der WM um einen Platz auf Rang 8.

Einen Rang verloren hat Tom Lüthi, liegt nur noch auf WM-Platz 4. Vor ihm stehen die drei Piloten, die das von 26 auf 17 Runden verkürzte Rennen dominierten: WM-Leader Marc Marquez (238 Punkte) siegte vor Verfolger Pol Espargaro (185) und Andrea Iannone (165), der nun vier Punkte vor dem Schweizer liegt. Marco Colandrea beendete das Rennen auf dem 24. und letzten Platz.

In der Moto3 war der Schweizer Giulian Pedone in einen Startcrash mit vier Piloten verwickelt, konnte das Rennen zwar fortsetzen, gab aber nach drei Runden auf. Mit seinem 5. GP-Sieg baute der Deutsche Sandro Cortese seine WM-Führung gegenüber Maverick Viñales (5.) auf 46 Punkte aus.

Lorenzo nicht zu stoppen

In der Königsklasse MotoGP machte Jorge Lorenzo einen grossen Schritt Richtung WM-Titel. Der spanische Yamaha-Pilot gewann vor Valentino Rossi, der vor heimischem Publikum sein bestes Trockenrennen auf Ducati absolvierte. Pole-Mann Dani Pedrosa schied dagegen mit seiner Honda bereits in der ersten Runde nach einer Kollision mit dem Tschechen Karel Abraham aus. Damit baute Lorenzo seinen Vorsprung in der WM auf komfortable 38 Zähler aus.

GP San Marino, Moto2:
1. Marc Marquez (Sp), Suter, 23:11,278
2. Pol Espargaro (Sp), Kalex, 0,359 Sekunden zurück
3. Andrea Iannone (It), Speed up, 1,634
4. Mika Kallio (Fi), Kalex, 5,078
5. Esteve Rabat (Sp), Kalex, 5,246
6. Dominique Aegerter (Sz), Suter, 5,570
Ferner:

9. Tom Lüthi (Sz), Suter, 7,480
24. Marco Colandrea (Sz), FTR, 47,403
Nicht gestartet: Randy Krummenacher (Sz), Kalex (zu grosse Schmerzen nach dem im Qualifying erlittenen zweifachem Mittelfussknochenbruch)

WM-Stand:
1. Marquez 238.
2. Espargaro 185.
3. Iannone 165.
4. Lüthi 161.

(si)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • MotoGP Verfolger am 17.09.2012 11:37 Report Diesen Beitrag melden

    Falsch!

    Na ja, was solls. Hauptsache ers ist gefallen. Wer dabei Schuld war ist doch egal. Irgen Einen Namen nennen, vielleicht ist es ja der richtige. Etwa so erkläre ich mir die obige Berichterstattung. Nicht das erste Mal, dass völlig falsche Aussagen getroffen werden. Pedrosa ist nicht von Abraham abgeschossen worden, sondern von Barbera.

  • bb englisberg am 16.09.2012 17:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    aegeter fängt lüthi ab!!!

    bravo ägi bravo ! und bin gespannt was bei lüthi der grund ist? er wird ganz bestimmt eine ausrede finden! aber ägi ist ja erst 21jahre alt und der kommt bravo !

  • Hans Hagel am 16.09.2012 14:19 Report Diesen Beitrag melden

    SCHADE

    Schade, dass Lüthi und sein Team vorne nicht mithalten können! So wird das nix mit einer top Platzierung beim WM-Schlussstand! Bleibt nur zu hoffen, dass die Teamleistung noch verbessert werden kann!!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • MotoGP Verfolger am 17.09.2012 11:37 Report Diesen Beitrag melden

    Falsch!

    Na ja, was solls. Hauptsache ers ist gefallen. Wer dabei Schuld war ist doch egal. Irgen Einen Namen nennen, vielleicht ist es ja der richtige. Etwa so erkläre ich mir die obige Berichterstattung. Nicht das erste Mal, dass völlig falsche Aussagen getroffen werden. Pedrosa ist nicht von Abraham abgeschossen worden, sondern von Barbera.

  • bb englisberg am 16.09.2012 17:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    aegeter fängt lüthi ab!!!

    bravo ägi bravo ! und bin gespannt was bei lüthi der grund ist? er wird ganz bestimmt eine ausrede finden! aber ägi ist ja erst 21jahre alt und der kommt bravo !

  • Hans Hagel am 16.09.2012 14:19 Report Diesen Beitrag melden

    SCHADE

    Schade, dass Lüthi und sein Team vorne nicht mithalten können! So wird das nix mit einer top Platzierung beim WM-Schlussstand! Bleibt nur zu hoffen, dass die Teamleistung noch verbessert werden kann!!

    • Chris Walker am 16.09.2012 15:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Motorradfahren genügt nicht

      Wir sollten nicht nur vom "Team" reden. Es hat sich im Motorsport die Sitte etabliert, die Resultate mit der Teamleistung zu begründen. Eine softe Art, die Leistung des Rennfahrers nicht individuell kommentieren zu müssen. In Tat und Wahrheit aber geht es hier primär um Lüthi, nicht um sein Team. Lüthi ist, wie seine Karriere schon lange deutlich macht, ein toller Motorradfahrer. Für einen Rennfahrer der Spitzenklasse fehlt ihm aber das letzte Quäntchen Aggressivität. Leider steckt er im Zweifel regelmässig zurück, und das tun seine direkten Konkurrenten eben nicht!

    • KKD am 17.09.2012 08:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      100% richtig!!

      Endlich wieder mal einer der den Durchblick hat! 100% richtig, Chris!

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