Vettel und Co.

06. November 2012 13:36; Akt: 06.11.2012 13:36 Print

Keiner überholt so mächtig wie die Deutschen

Die Formel-1-Welt staunt noch immer über WM-Leader Sebastian Vettel. Sein Husarenritt beim GP von Abu Dhabi ist die grösste Aufholjagd seit 1989. Auch Michael Schumacher hat das Überholen im Blut.

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Imposante Aufholjagden in der Geschichte der Formel 1.

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Auch zwei Tage nach dem GP von Abu Dhabi ist Sebastian Vettels Husarenritt in aller Munde. Von der Boxengasse aus gestartet, fährt der 23-jährige Deutsche seinen Red Bull beim GP von Abu Dhabi hinter Kimi Räikkönen und Fernando Alonso aufs Podest. Von 24 auf 3: Seit 23 Jahren gab es eine solche Aufholjagd nicht mehr.

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Schon nach neun Runden lag Vettel auf Platz zwölf – dies mit einem demolierten Frontflügel. Sein Ingenieur orderte einen Stopp an, doch der zweifache Weltmeister weigerte sich, abzubiegen. Sein Red Bull war auch so schnell. «Ich bin an so vielen Autos vorbei, es war ein bisschen wie auf der Autobahn», sagte der WM-Leader danach. Nach dem wüsten Auffahrunfall von Nico Rosberg wird der Deutsche ausgebremst. Die Safety-Car-Phase kommt ihm aber entgegen: Das Feld wird zusammengestaucht.

Schon 2008 staunte die Konkurrenz über Vettel

Hinter Daniel Ricciardod Toro Rosso wartet er auf die Fortsetzung seiner Aufholjagd. Dabei unterläuft Vettel ein Fehler. Er touchiert mit dem Frontflügel eine Streckenmarkierung und beschädigt seinen Red Bull endgültig. Jetzt ist ein Stopp nötig. Danach ist der Wahlschweizer 21. oder besser gesagt wieder Letzter. Nochmals rollte er das Feld von hinten auf – bis auf Platz zwei. Nach einem Reifenwechsel in der Schlussphase war Vettel Vierter. Drei Runden vor Schluss schnappte sich der Deutsche dann noch Jenson Button und sicherte sich Rang 3.

Vettel schaffte 2008 Ähnliches, als er noch bei Toro Rosso unter Vertrag stand. Der damals 21-Jährige fuhr von Platz 19 auf Platz 5. Gemäss «Focus Online» ist Vettels Glanzstück aber nur der siebtgrösste Sprung in der Geschichte der Formel 1. Mit Christan Danner rangiert ein weiterer Deutscher in der Bestenliste. Der heutige RTL-F1-Experte fuhr in Phoenix (USA) 1989 vom 26. auf den 4. Platz. Am meisten Plätze machte jedoch 1954 Roberto Mieres gut. Der Argentinier startete als 32. und kam als 6. ins Ziel.

«Schumi» kann es ebenfalls

Mit Michael Schumacher kennt ein weiterer Deutscher das Gefühl, die Konkurrenz wie im Flug zu überholen. Bei seinem Lieblings-GP in Belgien machte der Deutsche 2011 19 Plätze gut und fuhr auf Platz fünf ins Ziel. 1995 siegte «Schumi» in Spa gar, als er von Platz 16 startete. Der siebenfache Rekord-Weltmeister muss sich aber vom Briten John Watson geschlagen geben. 1983 fährt er in seinem McLaren vom 22. Platz gestartet als Erster über die Ziellinie.

(als)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Philipp Studer am 06.11.2012 17:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Iceman

    Und was ist mit Sieger Iceman? Als einziger immer ins Ziel gekommen. Ich würde sagen, hätte er ein besseres Auto, wäre wohl er schon WM! Und Seine hammer Funksprüche...

  • hans am 06.11.2012 15:25 Report Diesen Beitrag melden

    Die Formel 1 will Vettel als Weltmeister

    Und wenn er nicht nach vorne gespült wird, machen Ihm die anderen Fahrer noch Platz oder gehen auf die Bremse, damit er problemlos überholen darf. Wehe wenn ein Gegner kämpft, dann wird er zitiert. Obwohl Red Bull in dieser Saison mehrmals betrogen hat, wurden sie nur verwarnt und nicht bestraft, wenn ich da an letzte Saison mit McLaren Hamilton denke. Oder im Q1, absichtliche Behinderung von Vettel an Alonso, was passiert, nur eine Verwarnung. Vettel ist gut, aber nicht zu vergleichen mit Schummi,Senna,Prost usw. da ist er Lichtjahre entfernt auch Charakterlich.

  • Enzo Rossi am 06.11.2012 15:48 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht übertreiben, bitte!

    Ich will Vettels Leistung nicht kleinreden, aber es kann nicht sein, dass man diesen GP so darstellt, als ob Vettel alles in Grund und Boden gefahren hätte. Er hat mindestens zweimal im Rennen von Crashes und Safetycar-Phasen profitiert. Ohne die hätte er die fast 30 Sekunden Rückstand niemals zufahren können! Ausserdem: Das Rennen gewonnen hat nicht Vettel, sondern Räikkönen! Wo sind die Lobeshymnen für Kimi???

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Willi Tell am 07.11.2012 15:16 Report Diesen Beitrag melden

    Jeder kann Weltmeister werden

    Aber bitte bloss nicht Alonso! Ok, Grosjean besser auch nicht :-)

  • sanuk am 06.11.2012 19:42 Report Diesen Beitrag melden

    klasse fahrer

    sorry aber vettel ist ein klasse fahrer . was anderes zu behaupten ist einfach nur lächerlich. ihr mögt ihn nicht? ok aber seine klasse als fahrer zu leugnen ist ein witz. mein liebling ist immer noch kimi....ich liebe den typ. der pfeifft auf alles geht sich betrinken wenn andere trainieren und zieht einfach sein ding durch und ist dabei sowas von cool und schnell

  • Philipp Studer am 06.11.2012 17:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Iceman

    Und was ist mit Sieger Iceman? Als einziger immer ins Ziel gekommen. Ich würde sagen, hätte er ein besseres Auto, wäre wohl er schon WM! Und Seine hammer Funksprüche...

  • Igor Puska am 06.11.2012 17:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Champion 

    Fragt bitte alle Experten wer zurzeit der beste ist und fast alle werden Alonso sagen. Da könnt ihr noch so Vettelfans sein.

  • Jenson Button am 06.11.2012 17:12 Report Diesen Beitrag melden

    Startplatz ist nicht alles

    Der Startplatz ist nicht unbedingt massgebend. 2011 fuhr Button nach dem x ten Boxenstopp in der 40ten von insgesamt 70 Runden an 21ter und letzter Stelle. Er überholte in nichtmal einem halben Rennen das gesamte Feld!!! Das war ein Rennen!!!

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