Rossi vs. Marquez

17. April 2018 12:12; Akt: 17.04.2018 15:02 Print

Die Töff-Bosse haben Angst vor einer Eskalation

von David Wiederkehr - Der Krach zwischen Valentino Rossi und Marc Marquez schwelt weiter. Nun nehmen die GP-Bosse die Stars in die Pflicht.

Marquez schiesst Rossi in Argentinien ab. (Video: MotoGP/Tamedia)
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Der wilde Ritt erhitzte die Gemüter. ­Erhitzt sie bis jetzt, mehr als eine Woche danach. Wie Marc Marquez seinen Kontrahenten Valentino Rossi beim GP von Argentinien ins Gras bugsierte und aus den WM-Punkten schubste. Und wie der Italiener dem ungestümen Spanier den Eintritt in seine Box verwehren liess, als der sich nach dem Rennen für seine Tat entschuldigen wollte. Wie die fahrende Legende befand: «Ich habe Angst davor, mit ihm auf der Piste zu sein.»

Ab diesem Donnerstag werden sich die beiden Streithähne erstmals wieder begegnen, wenn in Texas der GP von Amerika ansteht. High Noon. Und die Angst vor Kurzschlusshandlungen ist nicht unbegründet – auf welcher Seite auch immer. Rossi mochte sich auf der Strecke ungerecht behandelt fühlen von Marquez bei dessen Versuch, ein missratenes Rennen irgendwie zu retten. Den Katalanen wiederum schmerzte, was der Italiener hinterher über ihn sagte: dass er ein unehrlicher Fahrer sei und ihm jeder Respekt vor den Gegnern fehle.

Rossi noch immer genervt

Wie viel Kalkül hinter den Aussagen des neunfachen Weltmeisters steckt, lässt sich nur vermuten. Zumindest pflegt Rossi die Opferrolle seit dem unrühmlichen Vorfall in Südamerika. Noch vor drei Tagen lud er ein Foto auf das Netzwerk Instagram hoch, das ihn auf Kurvenfahrt in Argentinien zeigt. «Schwieriges Rennen, zerstört von einem gefährlichen Fahrer», schrieb der «Doktor» als Kommentar.

Doch auch Marquez lässt die Szene keine Ruhe. In einem Interview mit der spanischen Nachrichtenagentur EFE sagte der 25-jährige Katalane: «Rossi ist auf der Strecke einer von vielen. Ich werde weiterhin an mein Limit gehen. Es ist in meiner DNA.»

Dem Moto GP steht in Texas also ein brisantes Rennwochenende bevor – und der Fall beschäftigt die höchsten Instanzen. Carmelo Ezpeleta, Chef der GP-Vermarkterin Dorna, kündigte für Texas ein Sechsaugengespräch an. Auch Vito Ippolito, Präsident des Internationalen ­Motorradverbands (FIM), warnt davor, die Affäre weiter eskalieren zu lassen. In einem Meinungsartikel in der spanischen Sportzeitung «Marca» nimmt der Venezolaner die beiden Starpiloten in die Pflicht: «Sie tragen die Verantwortung dafür, dass sich die Gemüter der Fans nicht übermässig erhitzen.»

Heisse Rückkehr nach Europa

Bei seinem Appell geht es Ippolito nicht nur um das Verhalten von Marquez auf der Strecke, sondern auch darum, dass Rossi nicht weiter Öl ins Feuer giesst und so für unnötig Ärger zwischen den beiden Fanlagern sorgt. «Wir wollen nicht, dass ein Umfeld entsteht, in dem unsere Fans negativ auffallen», schreibt der FIM-Präsident weiter und fordert: «Wir dürfen nicht zulassen, dass das Chaos noch zunimmt. Ich will nicht die gleiche Situation erleben wie 2015.» In jener Saison waren Rossi und Marquez beim Rennen in Sepang aneinandergeraten. Marquez bremste den (sich auf WM-Kurs befindenden) Italiener mehrfach aus, worauf sich dieser mit einem Tritt an die Honda seines Rivalen revanchierte und diesen zu Fall brachte.


Der Tritt von Valentino Rossi im Jahr 2015. Video: MotoGP/Youtube

Dass Ippolito als ranghöchster Töfffahrer das Ziel hat, die Wogen so schnell wie möglich zu glätten, ist verständlich: Nach dem dritten Überseerennen zum Saisonstart in Texas kommt die Motorrad-WM ab Mai erstmals in diesem Jahr nach Europa. Der Reihe nach stehen Jerez, Le Mans und Mugello an. Die Atmosphäre auf diesen traditionellen Strecken ist schon so heiss genug.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • m huber am 17.04.2018 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    klar ein paar Rempeleien

    Sind normal in diesem Sport. Aber wenn es IMMER UND IMMER wieder derselbe Herr ist, welcher die anderen rausschmeisst und die Rennleitung dies einfach immer und immer wieder durchgehen lässt, oder nur kuschel-strafen verhängt, dann wird dieser Sport viele Fans verlieren. Es sind NICHT alle Spanier und auf dem fairen Auge blind, wenn es um den eigenen Schützling geht..

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  • Autofahrer am 17.04.2018 12:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Seit Jahren Korruption..

    Wer am Marquez festhält, beweist nur, dass Korruption im Spiel ist....und das seit Jahren.

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  • Wodoomaster am 17.04.2018 12:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kuscher

    Jaja in seiner DNA Dummer Natürlichen Art. Wenn die Bosse Angst haben, dann sperrt doch diesen Buben mal für ein paar Rennen dann wird vernunft einkehren. Sollte es einmal einen toten geben wegen Marques Fahrweise hoffe ich doch sehr dass dann rechtliche Schritte, gegen die Bosse welche nichts unternommen haben,ergriffen werden

Die neusten Leser-Kommentare

  • auchrossinichtimmerfair am 24.04.2018 06:20 Report Diesen Beitrag melden

    Flucht nach vorne

    Ich denke Marquez hat selber gemerkt, so geht es nicht mehr weiter. Die Flucht nach vorne in Austin zeigt, dass er ein Ausnahmekönner und in Texas eine Macht ist. Wenn ihm niemand "im Weg" rumfährt, passiert auch nichts. Zudem sollte Rossi seine Klappe nicht zu weit aufreissen. Bin zwar Vale-Fan, in der Vergangenheit ist auch Rossi öfters mit seinen Gegnern nicht gerade zimperlich umgegangen...

  • jovi am 23.04.2018 09:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    rossi

    grande marquez. so jetzt will ich rossi hören was er zu jamrrn hat. mimimimimi :-)

  • mig am 21.04.2018 13:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    de haut

    Repsol-Fahrer werden nie disqualifiziert. Vielleicht sollte zuerst da was geändert werden.

  • Musch am 20.04.2018 20:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was ist bei honda los

    Bei erv kanenoto wäre sowas nie ohne folgen passiert!!! Hinda ist in der pflicht.

  • casey stoner am 20.04.2018 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    honda power

    oooohhh das grosse gejammer geht weiter böser böser marquez, wann war der letzte wm-titel von rossi?? etwa so 2009 nicht? bevor alle die stoner,lorenzos,marquez,zarcos usw in der motogp waren. von seinen 9 wm-titel ist die hälfte eh bedeutungslos. rossi soll lieber jetzt in austin versuchen den herr marquez zu folgen falls er es kann, aber so wie es aussieht wird marquez seine neue blinker an der honda nicht ein einziges mal brauchen um dem dottore zu überholen....

    • Michele am 23.04.2018 22:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @casey stoner

      Es gibt einen kleinen aber massgebenden unterschied. Herr dottore war nie ein selbstsüchtiger egozentrischer kamikaze im gegensatz zu dem herr in orange!

    • C.G. am 09.05.2018 11:55 Report Diesen Beitrag melden

      Ego Rossi

      @michele; Doch genau das war und ist dieser Rossi, ein egozentrischer Kindskopf, der nur "täubele 2 kann wenn er nicht gewinnt. er sollte schon vor Jahren zurücktreten, denn er ist nur noch ein Schatten seiner selbst. rossi ist so egoistisch, er versperrt einen Platz für junge Fahrer

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