Nächste Forderung

21. November 2012 14:10; Akt: 21.11.2012 17:09 Print

Ecclestone hat 650-Mio-Klage am Hals

Die Schadenersatzforderungen gegen Formel-1-Chef Bernie Ecclestone schiessen in schwindelerregende Höhen. Der Beschuldigte nimmt die Vorwürfe gelassen.

Bildstrecke im Grossformat »
Bernard Charles «Bernie» Ecclestone (vorne) ist am 28. Oktober 1930 in Ipswich, Grossbritannien geboren. Bis 1958 fuhr der heutige Formel-1-Boss selber einige Autorennen. Zweimal war er gar für einen F1-GP gemeldet, doch beide Male verpasste er die Qualifikation fürs Rennen. Dieses Bild zeigt übrigens Ecclestone im Jahr 1997 im Alter von bereits 67 Jahren. Ecclestone versuchte sich auch als Teamchef, ehe er Anfang der 70er Jahre seine Arbeitskraft in die Professionalisierung und die weltweite Vermarktung der Formel 1 zu stecken begann. Seither ist der Formel-1-Boss ein gefragter Mann und für den Erfolg der «Königsklasse» verantwortlich. 1984 lernte Bernie Ecclestone seine spätere Frau Slavica kennen, die ihn trotz 28 Jahren und einigen Zentimetern Unterschied heiratete. Der Brite, hier im Jahr 2001, scheute das Rampenlicht nie. Im Gegenteil. Auch suchte er immer neue Wege, um den Bekanntheitsgrad der Formel 1 noch zusätzlich zu steigern. Hier gab er 2002 bekannt, dass ab 2005 auch in der Türkei ein GP gefahren wird. Ecclestone im Gespräch mit Peter Sauber. Ecclestone im Jahr 2003 Pressetermin mit Niki Lauda 2005 Ecclestone zeigte sich in der Vergangenheit auch oft und gerne mit Ehefrau Slavica, von der er sich 2009 scheiden liess, ... ... und auch mit seinen Töchtern Tamara (l.) und Petra (r.) Mit Ex-Renault-Teamchef Flavio Briatore kaufte Ecclestone 2007 den Londoner Fussballverein Queens Park Rangers und rettete diesen vor dem Bankrott. 2008 in Sao Paulo Der Formel-1-Boss und seine Töchter im Jahr 2008 Das ungleiche Ehepaar Ecclestone ein Jahr vor der Scheidung Bahrain 2009: Die Frisur sitzt nicht ganz Ecclestone mit Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel 2009 in Monaco Auch mit 79 Jahren muss der Brite noch Red und Antwort stehen. Beim Fotoshooting mit den Ferrari-Piloten Fernando Alonso (r.) und Felipe Massa im Januar 2010 Vor dem 80. Geburtstag ist Ecclestone gefragter denn je: Hier ein Bild mit Sebastian Vettel ... ... hier ein Meeting mit Sängerin Jennifer Lopez ... ... schnell noch die Rennstrecke unter die Lupe genommen ... ... sich mit dem russischen Ministerpräsidenten Vladimir Putin über einen neuen GP geeingt ... ... und mit den Titel-Anwärtern 2010 für ein Foto posiert. Happy Birthday Bernie Ecclestone! Im November 2012 geht eine Klage von 650 Millionen des US-Finanzinvestors Bluewaters bei Ecclestone ein. Schon zuvor hatte BayernLB über 400 Millionen Dollar Schadenersatz gefordert.

Bernie Ecclestone.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Weil beim Verkauf der lukrativen Rennsportserie vor sieben Jahren gemauschelt wurde, reichte der damals leer ausgegangene US-Finanzinvestor Bluewaters Klage ein und verlangt insgesamt 650 Mio. Dollar.

Beschuldigte sind laut Klageschrift neben Ecclestone auch der Käufer CVC sowie der Verkäufer BayernLB, der selbst 400 Mio. Dollar Schadenersatz von Ecclestone bekommen will.

Bluewaters wirft dem Formel-1-Mogul vor, eine Veräusserung des BayernLB-Pakets an den britischen Finanzinvestor CVC nur deshalb eingefädelt zu haben, um die Geschicke der Renn-Serie weiter selbst bestimmen zu können.

Bluewaters hätte alle ausgestochen

Bluewaters war nach eigenen Angaben damals bereit, jeden anderen Bieter mit einer höheren Offerte auszustechen. Weil trotzdem CVC den Zuschlag bekam, seien Bluewaters erhebliche Gewinne entgangen, argumentiert die Investmentfirma nun.

Ecclestone wies die Anschuldigungen zurück. «Ich konnte gar nicht involviert sein, denn ich hatte nichts zu verkaufen», sagte er Reuters. Bereits zu den Forderungen der BayernLB hatte sich der 82-Jährige betont gelassen geäussert.

Die Landesbank macht geltend, dass sie ihre 47-prozentige Formel-1-Beteiligung, die dem Geldhaus aus der Konkursmasse des Medienkonzerns Kirch zugefallen war, zu einem wesentlich höheren Preis hätte verkaufen können, wenn es nicht Geheimabsprachen zwischen Ecclestone und dem damaligen BayernLB-Risikovorstand Gerhard Gribkowsky gegeben hätte. Gribkowsky hat gestanden, von Ecclestone viele Millionen Euro an Bestechungsgeldern erhalten zu haben und wurde daher im Juni zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

(sda)

Moto GP News