Tom Lüthi

27. Februar 2018 10:34; Akt: 27.02.2018 10:34 Print

Grenzerfahrung vor der Premiere in der MotoGP

von David Wiederkehr - Tom Lüthi ist nach der Beförderung in die MotoGP-Klasse so stark gefordert wie noch nie in seiner Karriere.

Tom Lüthi erklärt, warum er sich an die neue Honda-Maschine gewöhnen muss. (Video: Tamedia/SDA)
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17 Tage noch, bis für Tom Lüthi die Stunde der Wahrheit schlägt. Am 16. März steigt in Doha die erste Trainings­session zum GP von Katar, dem ersten Rennen der neuen ­Motorrad-Saison, und dann gilt es ernst für den 31-jährigen ­Emmentaler. Nach seinem Aufstieg in die Moto-GP-Kategorie misst er sich bald offiziell mit den besten Piloten der Welt, mit Marc Márquez, Valentino Rossi oder Jorge Lorenzo.

Sechs Testtage auf der 260 PS starken Honda-Maschine hat Lüthi inzwischen hinter sich, doch diese Auftritte waren noch wenig verheissungsvoll. Lüthi verlor auf die Besten viel Zeit, anfänglich über vier Sekunden, und er spürte, wie schwierig es sein würde, das Motorrad zu bändigen. «In den ersten Runden war ich ­extrem überfordert», gesteht er im Rahmen eines Auftritts an der Motorradmesse Swissmoto in Zürich. Er habe schnell gemerkt: «Wow, mir fehlt es wirklich noch an Erfahrung!»

Rückstand nach Fussbruch

Gut zwei Wochen vor dem Saisonstart mangelt es Lüthi vor allem an Kilometern, an Testtagen – sein Teamkollege Franco Morbidelli hat total rund 430 Kilometer mehr zurückgelegt als er. Kurz vor dem Saisonende hatte sich der Schweizer bei einem Sturz den linken Fuss gebrochen, er musste deswegen die ersten Testtage sausen lassen. Ungünstige Voraussetzungen für die Vorbereitung auf die ultimative Herausforderung: die Königsklasse.

«Es läuft alles viel schneller ab, wir sind ständig bei 300 km/h, und der Kopf muss schneller mitkommen, damit ich die Elektronik bedienen kann», erklärt Lüthi.Wegen der kräftigeren Motorräder und der höheren Tempi muss der Berner seinen Fahrstil anpassen und kann sich nur langsam ans Limit herantasten. Auch Morbidelli, im vergangenen Jahr immerhin Moto2-Weltmeister, bekundet damit seine Mühe und ist schon dreimal gestürzt. «Es ist eine Gratwanderung», findet Lüthi.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hermi am 27.02.2018 10:48 Report Diesen Beitrag melden

    Tom ist top

    Viel Glück Tom. Ich kann ja nicht gut sagen: "Nur Geduld :-)" Du wirst aber diese Herausforderung schon schaffen.

  • Appeeri am 27.02.2018 11:15 Report Diesen Beitrag melden

    Wenigstens ehrlich nicht wie Fischer

    Tom ist wenigstens ehrlich und gibt zu das es ihm noch an Erfahrung fehlt. Nicht wie unser Eishockey-Nationaltrainer Fischer der von Medaillen träumt und eine Mannschaft aufstellt bei der jeder schon nach den Testspielen sieht, dass das nichts wird.

    einklappen einklappen
  • Stefan M. am 27.02.2018 11:14 Report Diesen Beitrag melden

    Realistisch bleiben

    Es wird das Ziel sein müssen sich im Mittelfeld zu etablieren.

Die neusten Leser-Kommentare

  • SCBern am 01.03.2018 19:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    moto GP

    Er tom lüthi gefällt mir er gibt nie auf ein sportskerl bodenständig ganz gute eigenschaften! Er ist eben ein emmentaler kerl cool.

  • Sulejka am 28.02.2018 19:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    viel Glück Tom Lüthi

    Ich wünsche Tom Lüthi viel Glück und Erfolg bei der MotoGP und hoffe, dass er von Unfällen verschont bleiben wird.

  • Marco am 28.02.2018 13:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Seht es mal positiv und seid stolz

    Natürlich wird Tom Lüthi mit diesem Material in der Königsklasse nicht um Siege fahren. Trotzdem ist es cool, dass es ein Racer aus der kleinen und extrem motorsportfeindlichen Schweiz überhaupt so weit gebracht hat, um sich mit den besten der Welt zu messen. Wenn man sich die Möglichkeiten und Unmenge an Nachwuchs in anderen Ländern (Spanien, Italien) anschaut, ist Toms Karriere bislang nur zu bewundern. Jeder, der was anderes behauptet hat keine Ahnung von Motorsport, oder Leistungssport Also ich freue mich extrem auf den Saisonstart. Wer weiss, Chaosrennen, Überraschungspodest..? Go Tom !

    • SCBern am 01.03.2018 19:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Marco

      ganz gut er ist halt von Linden im emmental!!

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  • Luca am 27.02.2018 17:42 Report Diesen Beitrag melden

    keine Chance

    Tom wird die Maschine beherrschen lernen, das ist für mich keine Frage. Aber in dieser Liga regiert halt ganz viel Geld, an welches er nicht kommen wird. Die Strukturen haben mafiösen Charakter

  • Peter Pan am 27.02.2018 16:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zweitklassig

    Zu lange in der Nationalliga B des Rennsports rumgegurkt und von der CH-Presse hochgejubelt. Das wird nichts mehr!!!

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