GP von Austin

18. November 2012 09:19; Akt: 18.11.2012 22:38 Print

Hamilton siegt - Alonso ist noch im WM-Rennen

Lewis Hamilton gewinnt den GP von Austin vor Sebastian Vettel und Fernando Alonso. Damit fällt die WM-Entscheidung im letzten Rennen. Redbull gewinnt die Konstrukteurs-WM.

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Lewis Hamilton gewinnt den GP von Austin vor Sebastian Vettel und Fernando Alonso. Sebastian Vettel ist somit nicht vorzeitig Weltmeister. Um das zu erreichen hätte sein Verfolger Fernando Alonso nicht besser als 5. werden und Vettel hätte gewinnen müssen. Sebastian Vettel ist zufrieden mit seiner Leistung. Er hat das Qualifying gewonnen und darf von der Pole starten. Lewis Hamilton hat sich den zweiten Platz herausgefahren. Fernando Alonso, Vettels ärgster Konkurrent um den Weltmeistertitel wurde nur Achter. Wie es sich in Texas gehört, stehen auch die Cowgirls bereit. Der Weltmeister ist gesucht! Sebastian Vettel schnappt sich in beiden Trainings am Freitag überlegen die Bestzeit. Fernando Alonso muss sich noch steigern: Der Spanier fährt in beiden Einheiten auf den 3. Platz. Kamui Kobayashi schafft es in beiden Trainings in die Top 10, Sergio Perez nur einmal. Fernando Alonso und Teamkollege Felipe Massa twittern als Scharfschützen: «Wir sind bereit für die letzten beiden Rennen. Hahaha!» 1. Wenn er gewinnt und Alonso maximal Fünfter wird. Vettel hätte dann 280 Punkte. Alonso käme auf höchstens 255. Wenn Vettel Zweiter wird und Alonso maximal Neunter. Vettel hätte dann 273 Punkte. Alonso käme auf höchstens 247. Wenn er Dritter wird und Alonso nicht in die Punkteränge kommt, sprich maximal Elfter wird. Vettel hätte dann 270 Punkte. Alonso bliebe bei 245 Zählern. (Dank der größeren Anzahl an Saisonsiegen wäre Vettel bei 25 Punkten Vorsprung nach dem Grand Prix der USA schon vor dem Finale in Sao Paulo am 25. November Weltmeister) Erstmals findet ein Rennen in Austin statt. Die Strecke soll Vettel mehr liegen, als Alonso. Ob sich im Wilden Westen die Formel 1 etablieren kann? Fernando Alonso und Sebastian Vettel: Wer wird Weltmeister? Rund 200 Journalisten aus aller Welt sollen in Texas mit dabei sein. Ob Alonso diese fotografiert? Sebastian Vettel: Gibts den dritten WM-Titel im 100. Rennen? Gute Stimmung bei Saubers Sergio Perez vor seinem zweitletzten Rennen für das Hinwiler Team. McLaren-Pilot Jenson Button erkundet die neue Strecke erstmal mit dem Rennvelo. Vor dem Rennen in Texas wurde der Dokumentarfilm «1» gezeigt. Da darf Boss Bernie Ecclestone nicht fehlen. Er bringt seine Frau Fabiana Flosi mit (oder vielleicht wars auch umgekehrt).

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Lewis Hamilton gewinnt den ersten Grand Prix auf der neuen Strecke in Austin vor Sebastian Vettel und Fernando Alonso. Die Entscheidung im Titelkampf fällt damit erst in einer Woche in São Paulo. Sauber blieb wie Mercedes ohne Punktgewinn.

Der Traum vom vorzeitigen Titelgewinn im Wilden Westen erfüllte sich für Sebastian Vettel zwar nicht, in einer Woche in Brasilien wird der 25-Jährige aber noch immer alle Trümpfe in der Hand halten. Zum dritten WM-Triumph de suite fehlen ihm noch zwölf Punkte. Hierfür würde dem Deutschen bereits ein 4. Rang reichen - selbst dann, wenn Alonso im letzten Rennen als Sieger abgewinkt werden würde.

3. Konstrukteurs-Titel in Folge

Feiern durften sie bei Red Bull-Renault trotz des verpassten Sieges trotzdem: Zum dritten Mal in Folge geht der WM-Titel bei den Konstrukteuren an den österreichisch-britischen Rennstall. Schon seit einigen Rennen war die Wiederholung des Vorjahressieges der «roten Bullen» nur noch Formsache.

Der von der Pole-Position gestartete Vettel fuhr mit Hamilton im Schlepptau der Konkurrenz bereits nach wenigen Runden auf und davon. Schnell war klar, dass der Sieg zwischen diesen beiden Fahrern ausgemacht werden würde. Nachdem sich Vettels Vorsprung während langer Zeit bei rund einer Sekunde eingependelt hatte, glückte Hamilton 14 Runden vor Schluss in der DRS-Zone das entscheidende Überholmanöver. Seinen vierten Saisonsieg liess sich der 27-jährige Engländer in seinem zweitletzten Rennen für McLaren in der Folge nicht mehr nehmen.

Vettel fühlt sich nicht als Verlierer

Mit Hamilton jubelte auf der obersten Stufe des Podests damit der gleiche Fahrer wie beim bis gestern letzten Rennen in den USA vor fünf Jahren in Indianapolis. Als Verlierer fühlte sich Vettel trotz des um 0,6 Sekunden verpassten Sieges in seinem 100. Grand Prix keineswegs. «Ich bin sehr glücklich», sagte er noch während der Auslaufrunde über den Boxenfunk. Später an der Medienkonferenz zeigte sich Vettel froh darüber, dass der Titel bei den Konstrukteuren für Red Bull unter Dach und Fach gebracht werden konnte. «Ich denke, wir hatten ein gutes Wochenende und bin im Hinblick auf nächste Woche zuversichtlich.»

Ferrari lässt nichts unversucht

Ferrari liess im WM-Kampf nichts unversucht und «opferte» dafür sogar Felipe Massa. Beim Brasilianer wurde bewusst eine Rückversetzung in der Startaufstellung in Kauf genommen, indem die Scuderia aus Maranello das FIA-Siegel am Getriebe von Massas Auto beschädigte. Alonso rückte dadurch auf den siebten Startplatz und - noch viel wichtiger - auf die saubere Seite vor.

Die Taktik ging auf, denn Alonso erwischte einen hervorragenden Start und war nach der ersten Kurve bereits Vierter. Nach Mark Webbers Ausfall nach einem Defekt an der Lichtmaschine rückte der Spanier nochmals um einen Platz nach vorne und beendete das Rennen als Dritter unmittelbar vor Massa. Erstmals überhaupt in der Formel-1-Geschichte standen Hamilton, Vettel und Alonso somit gemeinsam auf dem Podest.

Rennen zum Vergessen für Kobayashi

Keinen Punktezuwachs gab es für das Sauber-Team. Der von Position 15 gestartete Sergio Perez kam gut vom Start weg und gewann sofort vier Ränge. In den Kampf um einen Top-10-Platz konnte der 22-jährige Mexikaner am Ende gleichwohl nicht ernsthaft eingreifen. Als Elfter erreichte er das Ziel mit 9,2 Sekunden Rückstand auf die punkteberechtigten Ränge. Ein Rennen zum Vergessen erlebte Kamui Kobayashi, der wohl nur noch in einer Woche in Brasilien für Sauber fahren wird. Der 26-jährige Japaner vermochte sich nicht entscheidend nach vorne zu kämpfen und klassierte sich am Ende im 14. Rang.

Richtiggehend durchgereicht wurde der von Position 5 gestartete Michael Schumacher. Der Rekordweltmeister musste in seinem zweitletzten Rennen mit dem 16. Platz vorlieb nehmen und klassierte sich damit wie sein Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg (13.) weit ausserhalb der Punkteränge. Die Silberpfeile sind damit nun bereits seit fünf Grands Prix ohne jeglichen Punktgewinn. In der Konstrukteuren-Wertung änderte sich im Kampf um Platz 5 folglich nichts. Noch immer liegt Mercedes zwölf Punkte vor Sauber - eine wohl zu grosse Hypothek für die Hinwiler.

Austin, Texas. Grand Prix der USA. Schlussklassement:
1. Lewis Hamilton (Gb), McLaren-Mercedes.
2. Sebastian Vettel (De), Red Bull-Renault.
3. Fernando Alonso (Sp), Ferrari.
4. Felipe Massa (Br), Ferrari.
5. Jenson Button (Gb), McLaren-Mercedes.
6. Kimi Räikkönen (Fi), Lotus-Renault.
7. Romain Grosjean (Fr/Sz), Lotus-Renault.
8. Nico Hülkenberg (De), Force India-Mercedes.
9. Pastor Maldonado (Ven), Williams-Renault.
10. Bruno Senna (Br), Williams-Renault.
11. Sergio Perez (Mex), Sauber-Ferrari.
12. Daniel Ricciardo (Au), Toro Rosso-Ferrari.
13. Nico Rosberg (De), Mercedes.
14. Kamui Kobayashi (Jap), Sauber-Ferrari.
15. Paul di Resta (Gb), Force India-Mercedes.
16. Michael Schumacher (De), Mercedes.

WM-Stand vor dem letzten Rennen in São Paulo am 25. November:

WM-Stand (19/20). Fahrer:
1. Vettel 273.
2. Alonso 260.
3. Räikkönen 206.
4. Hamilton 190.
5. Webber 167.
6. Button 163.
7. Massa 107.
8. Grosjean 96.
9. Rosberg 93.
10. Perez 66.
11. Kobayashi 58.
12. Hülkenberg 53.
13. Di Resta 46.
14. Maldonado 45.
15. Schumacher 43.
16. Senna 31.
17. Vergne 12.
18. Ricciardo 10.
Teams:
1. Red Bull-Renault 440 (Weltmeister).
2. Ferrari 367.
3. McLaren-Mercedes 353.
4. Lotus-Renault 302.
5. Mercedes 136.
6. Sauber-Ferrari 124.
7. Force India-Mercedes 99.
8. Williams-Renault 76.
9. Toro Rosso-Ferrari 22.

(si)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • r.buhl am 19.11.2012 11:42 Report Diesen Beitrag melden

    zurückziehen

    Also wen ich sehe dass die Oesterreicher wie Sauber eigentlich ein Privat-Team ist einfach mit 20 x mehr Geld, zwar die Motoren kauft, - ich staune schon und würde mich als Werkteam sofort zurückziehen.

    • Edurar am 19.11.2012 14:42 Report Diesen Beitrag melden

      Logik?

      Werks und Privatteams haben sich hauptsächlich durch die Ressourcen unterschieden. Da aber RedBull min. gleich viel zur Verfügung hat, sind sie sicherlich mit Werkteams gleich zu stellen!

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  • Roli am 19.11.2012 08:00 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch

    Naja Ferrari halt, die unterlassen nichts um sich einen Vorteil zu verschaffen. Die sind ja schon seit Jahren alles andere als fair. Wahrscheinlich werden sie wie schon öfters am Ende noch irgendwelche Proteste einreichen .... Fairness war noch nie eine Tugend von Ferrari ......

  • jo am 18.11.2012 23:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Recht und Gerechtigkei ist nicht das selbe

    Vielleicht habt ihr das Interview des Teamchef's von Ferrari auf RTL auch gesehen. Dort gibt dieser zu getrickst zu haben, dabei wurden jedoch keine bestehenen Regeln missachtet. Nur wer die Regeln zu 100% kennt kann diese auch ungestraft missachten :-P p.s. bin kein Ferrari Fan

  • Mirko am 18.11.2012 22:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geist aus der Dose

    Red Bull stellt einfach besseres Auto dem Vettel zur Verfügung als webber! Ein Team hat einen Star im Team und der zweite Fahrer ist nur da als Unterstützung. Ist leider so! Beim Red Bull darf nur Vettel, beim Ferrari nur Alonso Weltmeister werden. Wenn ihr nach Gerechtigkeit sucht dann bitte nicht in der Formel 1.

  • LM am 18.11.2012 22:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Go Alo go Ham

    alonso und hamilton genial gefahren! Vettels Gesicht am Schluss wieder genial

    • Wayne am 19.11.2012 11:44 Report Diesen Beitrag melden

      Abwarten

      Ich würde gern Ihr neidvolles Gesicht sehen, wenn Vettel nächste Woche seinen 3. WM-Titel in Serie holt :-p

    einklappen einklappen
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