GP von Italien

02. September 2017 17:56; Akt: 02.09.2017 18:52 Print

Im Regen-Chaos zum alleinigen Pole-Rekord

Lewis Hamilton sichert sich nach einer Geduldsprobe die Pole-Position. Der Brite steht zum 69. Mal auf dem besten Startplatz und ist damit alleiniger Rekordhalter.

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Die Qualifikation hatte programmgemäss begonnen, obwohl der starke Regen die Rennstrecke im Königlichen Park stellenweise unter Wasser gesetzt hatte. Nach viereinhalb Minuten folgte bereits der Unterbruch, zumal sich die Bedingungen noch einmal verschlechterten.

Für Romain Grosjean im Haas kam der Entscheid der Rennleitung zu spät. Der für Frankreich startende Genfer verlor wegen des Aquaplanings die Kontrolle über das Auto und fand sich in den Leitplanken wieder (Video oben).

Das Warten zahlte sich aus

Nach Grosjeans Malheur war langes Warten angesagt. Je länger sich die Wiederaufnahme des Betriebs auf der Strecke hinauszögerte, desto mehr wurde die Verlegung des Qualifyings auf Sonntag zur Option. Doch die Geduld sollte sich auszahlen. Nach mehr als zweieinhalb Stunden wurde der Kampf um die Startplätze fortgesetzt.

In diesem Kampf zeigte sich Hamilton am Ende überlegen. Vor einer Woche in Belgien hatte er mit der Eroberung der 68. Pole-Position den Rekord von Michael Schumacher egalisiert. Nunmehr steht er mit 69 besten Startplätzen allein an der Spitze dieser Statistik.

Ganze vorne könnte der Engländer am Sonntag nach dem Grand Prix auch in der WM-Gesamtwertung sein. Nutzt er die perfekte Ausgangslage zum vierten Sieg in Monza, wird er mit Vettel zumindest punktgleich sein und aufgrund der höheren Anzahl erster Plätze in der laufenden Saison auf jeden Fall die Spitzenposition übernehmen.

Stroll neben Hamilton

Bei den sich stetig verändernden Bedingungen aufgrund der Regenstärke setzte sich der Engländer mit über einer Sekunde Vorsprung auf Max Verstappen und Daniel Ricciardo in den Red Bull an die Spitze des Klassements.

Der Niederländer und der Australier werden allerdings wegen dem Austausch von Antriebselementen in der Startaufstellung weit nach hinten gereicht werden. Neben Hamilton in der Frontreihe wird der junge Kanadier Lance Stroll im Williams stehen. Stroll beendete das Qualifying als Vierter.

Kimi Räikkönen und WM-Leader Sebastian Vettel landeten in den Ferrari auf den Plätzen 7 und 8, profitieren aber ebenfalls von der Rückversetzung der beiden Red-Bull-Fahrer und machen so in der Startkolonne zwei Positionen gut.

Sauber profitiert ebenfalls

Das Fahrer-Duo des Teams Sauber vermochte einzig Grosjean hinter sich zu lassen, der nach seinem Unfall nicht mehr mittun konnte. Weil aber nicht weniger als sechs Fahrer mit Strafversetzungen in der Startaufstellung belegt wurden, nehmen Marcus Ericsson und Pascal Wehrlein den Grand Prix von Italien von den Plätzen 12 beziehungsweise 13 in Angriff.

Monza. Grand Prix von Italien. Startaufstellung:
1 Lewis Hamilton (GBR), Mercedes. 1:34,660.
2 Lance Stroll (CAN), Williams-Mercedes, 1,478.
3 Esteban Ocon (FRA), Force India-Mercedes, 2,165.
4 Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, 2,279.
5 Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari, 2,433.
6 Sebastian Vettel (GER), Ferrari, 2,510.
7 Felipe Massa (BRA), Williams-Mercedes, 2,697.
8 Stoffel Vandoorne (BEL), McLaren-Honda, 3,603.
9 Sergio Perez (MEX), Force India-Mercedes.
10 Daniil Kwjat (RUS), Toro Rosso-Renault.
11 Kevin Magnussen (DEN), Haas-Ferrari.
12 Marcus Ericsson (SWE), Sauber-Ferrari.
13 Pascal Wehrlein (GER), Sauber-Ferrari.
14 Romain Grosjean (FRA/SUI), Haas-Ferrari.
15*** Max Verstappen (NED), Red Bull-Renault.
16* Nico Hülkenberg (GER), Renault.
17* Carlos Sainz (ESP), Toro Rosso-Renault.
18**** Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull-Renault.
19** Jolyon Palmer (GBR), Renault.
20***** Fernando Alonso (ESP), McLaren-Honda.
- * Rückversetzung um 10 Plätze (Wechsel von Antriebselementen).
- ** Rückversetzung um 15 Plätze (Wechsel von Antriebselementen).
- *** Rückversetzung um 20 Plätze (Wechsel von Antriebselementen).
- **** Rückversetzung um 25 Plätze (Wechsel von Antriebselementen und des Getriebes).
- ***** Rückversetzung um 35 Plätze (Wechsel Antrieb).

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • D.M. am 02.09.2017 17:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selber an die Nase fassen

    Alle machen hier einen auf Rennfahrer und bezeichnen die F1 Fahrer als Memmen weil sie bei Regen und Aquaplaning mit 1000 Ps mehr als 300 km/h fahren aber selber bauen sie täglich Unfälle auf der A1 bei schönstem Wetter, gerader Strecke, 150 PS und 80 km/h

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  • Reto am 02.09.2017 16:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Regeln?

    An alle Unwissenden: die Rennleitung legt fest, ob gefahrenen wird. Was sollen all diese.... Beleidigungen gegen die Fahrer? Richtige Sofa Sportler...

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  • gert am 02.09.2017 15:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    los jetzt

    ein chaos wäre es wenn sie wenigstens fahren würden, wenn niemand fährt gibts ja auch kein chaos

Die neusten Leser-Kommentare

  • Thomas am 03.09.2017 14:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vettel hat gewonnen

    Vettel hat gewonnen Hamilton 4 perfekt.

  • Edo Ram am 03.09.2017 11:56 Report Diesen Beitrag melden

    Richtig ist....

    Da das Setup vom Qualifing beibehalten werden muss, gibt es 2 Möglichkeiten: 1) man stellt das Auto für den verregneten Samstag ein und muss ggf. Sonntag bei trockener Strecke mit einem Regensetup mit erheblichen Nachteilen fahren.Wenn es regnet hat man Glück! 2) Man entscheidet sich für ein Trockensetup-Rennen und nimmt die Einbussen beim Regen-Qualifing in kauf. Offenbar geht man nicht davon aus dass es Sonntag gröber nass wird. Sinnvoll ist das Setup von Samstag auf Sonntag ändern zu dürfen, das Reglement verbietet das leider. Aber sicher falsch ist Vettel als Schöwetterpilot zu bezeichne

    • Thomas am 03.09.2017 13:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Edo Ram

      gut erklärt. aber Fakt ist das Hamilton mit Regen Abstimmungen gefahren ist das hat Ferrari nicht darum ist Ferrari so weit hinten. Mercedes war viel zu schnell und das geht mit der trocken Abstimmungen sicher nicht. ich bin mir sicher das Ferrari ein Vorteil hat

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  • DNA am 03.09.2017 09:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hauptsache Rekorde knacken.

    Hamilton ist und bleibt ein Lausbube. Aber die Rekorde von Schummelschumi muss man erst mal knacken und das tut er zum Glück. Nie, 7mal Weltmeister wird Lewis nicht. Der Rekord gehört wohl ewig dem Schumi.

    • Merc-Fan Adnan am 04.09.2017 19:28 Report Diesen Beitrag melden

      DNA, er fährt Mercedes

      Schumi musste dass mit einem Ferrari schaffen. Setzt den Lewis in einen Ferrari und er wird nie mehr gewinnen, höchstens, wenn beide Mercedes ausfallen. Mercedes ist halt schon eine Klasse für sich.

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  • A.gameshow am 02.09.2017 23:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Positive sache. Und negativ

    Es war halt so ein Chaos diese Qualifikation aber , für esteban hat es sich gelohnt denn , er ist auf Platz 3!! Und das finde ich Cool

  • Vetterli am 02.09.2017 22:02 Report Diesen Beitrag melden

    Ja der Vettel

    ist halt nur ein Schönwetterpilot, sobald etwas Regen auf der Bahn liegt knickt er ein....

    • Experte am 02.09.2017 22:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Vetterli

      Das liegt nicht an Vettel, sein Fiat Pony bringt es nicht.

    • DNA am 03.09.2017 09:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Experte

      Vettel kann definitiv nur fahren wen es trocken oder wenig feucht ist. Regen ist nicht seins. Lewis, kann leider auch das.

    • A.gameshow am 04.09.2017 17:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Vetterli

      Da muss ich dir richtig recht geben !

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