Dakar Rallye

12. Januar 2016 07:44; Akt: 12.01.2016 08:02 Print

Loeb überschlägt sich – fährt doch noch ins Ziel

Der Leader der Dakar Rallye, Sébastien Loeb, wird in der 8. Etappe zurückgebunden. Zuerst bleibt der Franzose stecken, dann überschlägt er sich.

Bildstrecke im Grossformat »
Der umstrittene Wettkampf fordert das nächste Todesopfer. Rund 700 nordwestlich von Buenos Aires kommt es zu einem Unfall mit mehreren Fahrzeugen, darunter vier private. Einer der Fahrer stirbt. Der Unfall auf dem Highway fordert das 68. Todesopfer im Rahmen der Rallye Dakar seit 1980. Der Australier Toby Price wird von einem Helikopter begleitet. Ein Lichtblick. Und so sieht das Camp am Ende der neunten Etappe aus. Pech für Leader Sébastian Loeb. Der Franzose verunfallt in der achten Etappe. Glück im Unglück: Loeb und sein Co-Pilot Daniel Elena werden beim Crash nicht verletzt. Danach muss die Crew, Loeb und Elena übernehmen das selber, den Wagen reparieren. Das braucht viel Zeit. Denn der Peugeot ist schwer gezeichnet. Aber das Team kriegt das Auto wieder hin und der Franzose kann die Etappe zu Ende fahren. Loeb verliert bis ins Ziel viel Zeit und hat am Ende über eine Stunde Rückstand auf den Tagessieger Nasser Al-Attiyah. Sebastien Loeb (l.) wird nach seiner Triumphfahrt von Evo Morales, dem Präsidenten Boliviens in Empfang genommen. Der Franzose gewinnt die fünfte Etappe und baut den Vorsprung im Klassement aus. Der Spanier Juan Pedrero Garcia nimmt die 4. Etappe in Angriff. Zeit, sich die atemberaubende Landschaft Argentiniens anzuschauen, hat er kaum. Ein Hingucker: das satte Grün der Bäume. Von Argentinien geht es während der vierten Etappe nach Bolivien auf den Salar de Uyuni, den grössten Salzsee der Welt. Auch auf der dritten Etappe kämpfen die Fahrer mit dem Untergrund. In diesem Moment interessiert sich nur der Fotograf für die Leckereien auf dem Grill. Warum nicht ein Selfie mit dem vorbeirauschenden Mini. Nichts ist unmöglich, Toyota! Yzeed Alrahji und Timo Gottschalk in Aktion während der zweiten Etappe. Der Kameramann wusste hoffentlich, auf was er sich einlässt. Richtig, das ist ein Mini-Logo. Und das sind seine Fahrer: Der Spanier Nani Roma sucht nach einem Ausweg aus dem Schlamm. Und das ist der Sieger der zweiten Etappe: Sébastien Loeb (r.) neben Stéphane Peterhansel, der auf Rang zwei fuhr. Hoch über dem vielen Schlamm: Die Landschaft zwischen Villa Carlos Paz und Termas de Rio Hondo (Argentinien) ist traumhaft schön. Wegen schlechter Witterungsbedingungen wird die erste Etappe des Rallye Dakar abgesagt. Die chinesische Pilotin Guo Meiling fuhr beim Prolog mit ihrem Mini in eine Publikumsgruppe. 13 Zuschauer wurden beim Unfall verletzt. Auch die Fahrerin schien nach dem Zwischenfall angeschlagen. Vor dem Start Mini geht bei der Rallye Dakar 2016 als Titelverteidiger an den Start. Peugeot stellt dieses Auto unter anderem Rekord-Rallyeweltmeister Sebastien Loeb zur Verfügung, der erstmals an der Rallye Dakar teilnimmt. Der Holländer Tom Coronel nimmt mit diesem Buggy zum dritten Mal teil

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der neunfache Rallye-Champion Sébastien Loeb war heuer nahe dran, die Dakar Rallye zu gewinnen. Der Franzose führte vor der achten Etappe, doch diese wurde ihm zum Verhängnis. Zuerst blieb er mit seinem Peugeot in den Dünen stecken und verlor viel Zeit.

Diese versuchte er aufzuholen, als er rund 20 Kilometer vor dem Ziel mit 120 km/h in der Nähe eines Flusses in ein Loch schoss, sein Rennwagen überschlug sich dabei mehrmals. Glück im Unglück: Loeb und sein Co-Pilot Daniel Elena stiegen unverletzt aus dem Wagen. Danach machten sich sich daran, das Auto wieder auf Vordermann zu bringen und erreichten am Ende doch noch das Ziel, aber mit über einer Stunde Rückstand auf den Tagessieger Nasser Al-Attiyah.

Marken-Kollege sah den Unfall

Marken-Kollege und neuer Leader Stéphane Peterhansel hatte den Unfall mitangesehen. «Ich weiss nicht, wie oft sich der Wagen überschlug, aber Loeb war okay. Er stieg aus dem Auto und sagte, es gehe im gut und wir sollen weiterfahren», so Peterhansel.

Den Gesamtsieg kann sich der 41-jährige Loeb aber abschreiben, wie er selber sagte. «Immerhin haben wir die erste Woche geführt. Nun ist es nicht mehr so schön, wie wir es erwartet haben. Es ist ein bisschen frustrierend, aber so ist das Leben, wir müssen weitermachen», so der konsternierte Rennfahrer.

Loebs demolierter Wagen nach dem Unfall:


(hua)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • bagiueli am 12.01.2016 08:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super Seb!

    Bravo Sébastien Loeb! Einfach unglaublich, über welches ein Talent dieser Mensch verfügt: mehrfacher WRC-Champ, Rallycross-Gewinner, Sieger am legendären Pikes Peak und erfolgreicher Teilnehmer an der WTCC!

    einklappen einklappen
  • Mountainpixels2 am 12.01.2016 08:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich kanns auch nicht besser

    Der sieht aus wie wem ich in Dirt Rally ins ziel komme.

    einklappen einklappen
  • Franz Peter am 12.01.2016 08:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Krass

    Unglaublich, dass sie den wagen wieder hingekriegt haben und er das rennen fertig fahren konnte!

Die neusten Leser-Kommentare

  • r.z am 12.01.2016 10:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der beste

    Trozdem der beste Autofahrer. Als Marathon Rocky unfassbar stark!

  • Christoph Stadelmann am 12.01.2016 09:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wüstengeschichten

    In der einen Wüstenregion wird gemeuchelt und gemordet, Städte werden zusammengeschlagen, ganze Völkerschaften müssen fliehen, derweil sich einige Luxusverwarloste solche Spielchen leisten. Die Welt ist unverständlich. Wüste ist nicht gleich Wüste, ob es sie beim Sport überschlägt oder wegen einer Mine ist erheblich.

    • püntner am 12.01.2016 11:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      nur nicht aufregen

      Ja und das ist sport. zB. in Spanien verprassen die Leute auch ihr letztes Hemd um den Multi -Millionären beim "Tschüttärlä" zuzusehen. so schizophren ist die Welt eben.

    • G. No am 12.01.2016 13:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Christoph Stadelmann

      Sie wissen schon dass die Dakar seit 2009 in Südamerika stattfindet...? (Übrigens gabs auch schon Mischungen ihrer zwei "Seiten". 1996 explodierte ein Fahrzeug nachdem es eine Landmine überfuhr, in einem anderen Jahr verlor ein Fahrer einen Fuss) Lassen Sie doch den Autofans ihre Freude an diesem Event und politisieren Sie in einem Artikel, von dem sie etwas verstehen.

    einklappen einklappen
  • poly thor am 12.01.2016 08:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schnell wieder flott

    ach...! ist ja gar nicht soo schlimm... ein bisschen mit politur druber und schon sieht der wieder aus wie neu! :))

  • bagiueli am 12.01.2016 08:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super Seb!

    Bravo Sébastien Loeb! Einfach unglaublich, über welches ein Talent dieser Mensch verfügt: mehrfacher WRC-Champ, Rallycross-Gewinner, Sieger am legendären Pikes Peak und erfolgreicher Teilnehmer an der WTCC!

    • Driverman am 12.01.2016 09:17 Report Diesen Beitrag melden

      Loeb das Ausnahmetalent

      Im Rallycross räumte auch bei den X-Games ab. Ken Block, Tanner Foust, etc. hatten keine Chance. Ich hoffe Loeb kehrt 2017 in die WRC zurück. Für mich ist Loeb der nächste Walter Röhrl.

    • Falllinie am 12.01.2016 09:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Driverman

      Wenn Leute über Röhrl sprechen, muss ich meist schmunzeln. Das Marketing des VW-Konzerns bewirkte, dass Röhrl mit Audi assoziiert wird, obwohl er seine größten Erfolge in Rennwagen der Marken Fiat, Lancia und Opel einfuhr...

    • Turbo am 12.01.2016 11:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Falllinie

      aha, da spricht der Experte. Und was ist mit Pikes Peak 1987? Da war er schon drei Jahre bei Audi.

    einklappen einklappen
  • Franz Peter am 12.01.2016 08:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Krass

    Unglaublich, dass sie den wagen wieder hingekriegt haben und er das rennen fertig fahren konnte!

Moto GP News