Formel-1-Schutzbügel

27. Februar 2018 16:34; Akt: 27.02.2018 17:31 Print

Zuerst verteufelt, ist der Halo nun fast heilig

Nach den ersten Formel-1-Tests in Barcelona ziehen die Piloten ein erstes Halo-Fazit.

So sehen Formel-1-Stars die Strecke mit Halo. (Video: Tamedia/Mercedes)
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Was haben sie geflucht, die Fahrer, Experten, Fans. Der Halo sei nicht etwa ein Heiligenschein, was der Name auf Deutsch übersetzt bedeutet, sondern des Teufels, gehöre nicht in die Formel 1. Nun haben alle Teams die ersten Testfahrten mit dem Schutzbügel in Barcelona absolviert. Und? «Es mag blöd klingen, aber ich bemerke es gar nicht», sagte Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo, der in Spanien am ersten Trainingstag die schnellsten Runden an den Tag legte. Und der Australier schob nach: «Ich bin heute hinter ein paar Autos hergefahren, und es schien in Ordnung zu sein.»

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Selbst Fernando Alonso, einer der extremsten Kritiker des Halos, rudert auf www.motorsport-total.com zurück: «Auf Bildern sieht man, dass Halo in der Mitte des Blickfeldes liegt, aber beim Fahren ist man auf die längere Distanz fokussiert und nicht auf die Mitte des Chassis.»

Der Einstieg ist erschwert

Zwar gibt es immer noch negative Voten – Formel-1-Legende Niki Lauda sagte, der Halo sei «fürchterlich, das ist der grösste Rückschritt» –, aber die Piloten nehmen es sportlich. Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas (schauen Sie sich die Fahrt aus seiner Cockpit-Perspektive oben im Video an) definiert die neue Fahrerfahrung so: «Es ist schon okay. Kein Halo oder doch Halo, du spürst definitiv einen Unterschied, aber wenn du die ganze Zeit damit herumfährst und es ist so beschlossen, dann ist es eben, wie es ist.»

Laut Alonso sei der Schutzbügel auch in den Kurven kein Hindernis, man schaue ja rechts und links am Mittelstück vorbei. Romain Grosjean vom Team Haas fügte einzig bei den Schikanen Bedenken an, wenn man schnell von links nach rechts schauen müsse. Und beim Einsteigen ins Cockpit ist der Heiligenschein hinderlich. «Es ist definitiv schwieriger geworden, aber wenn man einmal drin ist, interessiert es einen nicht mehr», sagt Williams-Fahrer Sergei Sirotkin.

Die Ästhetik leidet

Einziger übrig gebliebener Kritikpunkt: die Ästhetik. Mercedes-Teamchef Toto Wolff hatte in Silverstone dazu gesagt: «Gebt mir eine Kettensäge, und ich schneide das Ding glatt ab.» Renault-Pilot Nico Hülkenberg schaut bereits nach vorne: «Wenn es nach meinem persönlichen Wunsch ginge, würde ich den lieber runternehmen, denn ich finde, dass der Halo trotz Lackierung grässlich aussieht, da kann man nicht viel machen. Aber ich denke, in diesem Bereich wird noch viel entwickelt, da wird sich sicher in den nächsten Jahren noch viel tun.»

(hua)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • alright am 27.02.2018 16:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nur zu

    Wenn sich die F1 noch ganz killen will - nur zu. Keine Boxengirls, immer schwächere Motoren, die wie Staubsauger klingen, hässliche Kindersicherungsbügel, keine Spannung ... na wenn sie wollen - bitte, aber ohne mich. Das wird die erste Saison wo ich gerne darauf verzichte.

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  • Galasi am 27.02.2018 17:56 Report Diesen Beitrag melden

    Fragenzeicheb

    Einige Piloten meinen, dass der Ein/Ausstieg viel schwieriger ist mit dem Halo. Ich hoffe, dass das niemanden zum Verhängniss wird wenn es mal schnell gehen muss!

  • Dave am 27.02.2018 17:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz ehrlich

    Es sieht schon komisch aus.

Die neusten Leser-Kommentare

  • triplex am 28.02.2018 09:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Meinung nicht geändert

    Die Fahrer haben nicht ihre Meinung geändert, sie akzeptieren den Halo weil sie damit leben müssen. Wer als Fahrer sich noch immer innerlich über den Halo nervt, lenkt sich innerlich vom Job als Fahrer ab

  • Sandro am 28.02.2018 06:47 Report Diesen Beitrag melden

    nicht heilig

    Der Halo ist nicht heilig geworden, sondern die Piloten haben wieder einmal mehr einen Maulkorb erhalten. Ich bin wirklich gespannt ober er plötzlich so unsichtbar ist... Vor allem beim Start oder Überholmanöver.

  • Fabian am 28.02.2018 06:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sicherheit

    Was wenn sich das Halo beim Unfall vergibt der Fahrer nicht aus dem Auto kommt und es beginnt zu Brennen.

    • Sandro am 28.02.2018 06:51 Report Diesen Beitrag melden

      Intelligent

      Genau Fabian. Man redet von Sicherheit. Dabei musste man die geforderte maximale Zeit für den Ausstieg aus dem Auto für den Halo erhöhen. Die Formel 1 hat sich schon seit Jahren verirrt....

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  • 3di am 28.02.2018 05:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Formel Save

    So etwas peinliches habe ich noch nie gesehen. Wem die f1 zu gefährlich wird, soll gehen.

  • Grisu am 27.02.2018 22:53 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht rein, raus ist wichtig

    Die Frage ist, wie schnell man bei einem Unfall oder Feuer aus dem Cockpit kommt?!

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