Rallye Dakar

13. Januar 2018 19:25; Akt: 13.01.2018 19:25 Print

Wüste, Meer und rauchende Autos

Die Rallye Dakar 2018 in Peru ist für alle Motorsport-Fans ein Muss. Die unbändige Natur und die Fahrer mit ihren Vehikeln sorgen für spektakuläre Bilder.

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Eine herrliche Aufnahme von Carlos Sainz, der durch ein Wasserloch fährt. Die Fans an der Strecke sind so nah dran, dass sie durchnässt werden. Indios sehen sich in Bolivien das Rennen an. Die Fahrer durchqueren atemberaubende Landschaften. Hier sind Giniel De Villiers und Dirk von Zitzewitz im Toyota unterwegs. Denn die sechste Etappe führt von Peru nach La Paz. In der bolivianischen Hauptstadt werden die Rallye-Teilnehmer festlich empfangen. Es ist die Geschichte des Tages: Leader Sebastien Loeb (l.) muss aufgeben. Der Rekordweltmeister bricht das Rennen ab, weil sich sein Beifahrer Daniel Elena (r.) verletzt hat. «Er hat geschrien, sobald ich schneller als 30 km/h gefahren bin», sagte Loeb. Dieses Bild spricht Bände: ein herber Dämpfer für den 43-jährigen Franzosen. Auch der Lastwagen des Russen Eduard Nikolajew kommt nicht mehr vom Fleck. Knapp an der Katastrophe vorbei: Carlos Sousa (r.) und Pascal Maimon bringen sich vor dem heranbrausenden Truck von Federico Villagra in Sicherheit. Unendliche Weiten – und mittendrin der Toyota des Argentiniers Lucio Alvarez. Vor dem Start der vierten Etappe in San Juan de Marcona schickt ein Polizist Zuschauer weg. Trotzdem kommen die Fans an ihre Lieblinge heran. Hier posiert eine Frau mit dem Franzosen Stéphane Peterhansel, aktuell Dritter in der Gesamtwertung: Sie wirkt um einiges entspannter als der Peugeot-Fahrer. Dann gehts am Strand los: Die Helikopter-Aufnahme der Motorrad- und Quadfahrer ist spektakulär. Hier wird der Franzose Xavier De Soultrait vom Himmel aus, aber aus nächster Nähe begleitet. Instruktionen auf dem Motorrad eines Fahrers: Hoffentlich versteht er, was er machen muss, wir sind uns ein wenig unschlüssig. Für Leader, Mitfavorit und Vorjahressieger Sam Sunderland ist die Rallye gelaufen. Der Brite kam von der Ideallinie ab, musste sich nach einer harten Landung und einem Sprung in ein Loch am Rücken behandeln lassen und das Rennen letztlich aufgeben. Der Toyota-Fahrer Nasser Al-Attiyah aus Katar bleibt im Sand stecken, Mitfahrer Matthieu Baumel schaut zu, wie sein Kollege versucht, den Wagen zu befreien. Noch schlimmer erwischt es die Argentinier Emiliano Spataro und Santiago Hansen, sie mussten einen Crash hinnehmen. Da kann auch Cyril Despres mithalten, an ein Weiterfahren war mit seinem Wrack nicht mehr zu denken. Der Franzose hatte die zweite Etappe gewonnen. Auslegeordnung einmal anders: Despres mit Co-Pilot David Castera. So sieht der Peugeot von vorn aus. Auch am Start war der Portugiese André Villas-Boas (r.), der ehemalige Fussballtrainer von Chelsea und Tottenham, aktuell ohne Verein. Doch nach der vierten Etappe muss der 40-Jährige aufgeben. Wie sein Toyota-Team bekannt gab, leidet er unter Rückenschmerzen und kann nicht mehr weitermachen. Kein schönes Ende für eine erstmalige Teilnahme. Der Franzose Benjamin Melot gibt Vollgas. Die Fans in Peru sind hautnah am Geschehen. Da kann man auch mal mit etwas Sand eingedeckt werden. Der Toyota der Argentinierin Alicia Reina und ihres Landsmannes Carlos Pelayo steht in Flammen. Die Rauchsäule steigt in den Himmel. Der Bolivianer Marco Bulacia fährt für einmal nicht über Sand, sondern über staubtrockenes Gelände. Für die imposante Natur in Peru haben die Rallye-Fahrer wohl nur wenig Augen. In Sichtweite der Strecke gehen Fischer seelenruhig ihrer Arbeit nach und scheren sich nicht um die Fahrer. Was für eine Aussicht für diesen Fan. Die Zuschauer beobachten den Amerikaner Ricky Brabec bei seiner Arbeit. Der Franzose Adrien Van Beveren wird von einem Helikopter verfolgt. Derselbe Yamaha-Fahrer wagt sich weit in die Dünen. Zu diesem Bild muss man eigentlich gar nichts sagen. Ups, das ging nicht gut los, bereits in der ersten Etappe überschlägt sich die spanische Mitsubishi-Fahrerin Cristina Gutierrez Herrero. Noch freuen sich die Litauer Zala Vaidotas (r.) und Beifahrer Jurgelenas Saulius auf das Rennen, vor dem Start in Perus Hauptstadt Lima. Bereits vor dem Rennen sind die zahlreichen Fans hautnah dabei.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • TommyM am 13.01.2018 20:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Krass!

    Ein Wahnsinns Abenteuer! da würde ich auch gerne mal mitfahren! Hut ab vor allen beteiligten!!

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  • InMa am 13.01.2018 21:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herrlich

    Ein Männertraum von mir... herrlich ich würde gerne mitmachen.

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  • XTAdventures am 14.01.2018 05:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dakar Legende

    Danke für die Berichterstattung! Das legendäre Rallye bekommt viel zu wenig Aufmerksamkeit. Wir verfolgen es sogar hier aus Indien.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tino K. am 14.01.2018 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    "Rallye Peru"

    Warum nennt sich das Ganze immer noch Rallye Dakar, obschon das Rennen schon längst nicht mehr von Paris nach Dakar stattfindet? Demzufolge könnte man ein Langstreckenrennen, zBspl. in China oder Australien, mit den entsprechenden Sportwagen auch als "24 Stunden von Le Mans" bezeichnen.

  • hr.sowieso am 14.01.2018 09:35 Report Diesen Beitrag melden

    Dakar,Peru

    Hab nicht gewusst dass es in Peru ein Dakar gibt.habe immer gedacht die Stadt liegt im Senegal und hab auch immer gedacht die Rally heisst genau deshalb so, weil sie in Dakar endet.

  • XTAdventures am 14.01.2018 05:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dakar Legende

    Danke für die Berichterstattung! Das legendäre Rallye bekommt viel zu wenig Aufmerksamkeit. Wir verfolgen es sogar hier aus Indien.

  • Pesta Lozzi am 14.01.2018 02:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Degenerierte Gesellschaft

    So toll diese Teilnehmer. Hauptsache mit dem Auto die Luft verpesten und Natur zerstören. Sehr nachhaltig das Ganze.

    • KTMRIDER222 am 14.01.2018 02:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pesta Lozzi

      Sie wollen über Nachhaltigkeit diskutieren? Bitteschön dann fangen wir erstmal mit den ganzen Flugtransporten an, die es braucht damit es um diese Zeit Erdbeeren etc. im Laden hat.

    • peter laufmann am 14.01.2018 09:04 Report Diesen Beitrag melden

      Nachhaltig ist es nicht.

      Wer sagt das Pesta Lozzi diese Erdbeeren will? Wenn schon intressiert eher die Frage, wie kommen diese Autos und der ganze Tross nach Peru?

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  • Fan am 14.01.2018 01:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aber ich habe gar kein Auto

    War die Rigozzi auch dort? Gibt es noch ausreichend Windeln?

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