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NIKE STYLIST´S OWN 2012
26. Januar 2012 12:54; Akt: 27.01.2012 14:39 Print
Von der Surferin zum Model
Surf-Schweizermeisterin Alena Ehrenbold zeigt sich im Rahmen des Projektes «Nike Stylist’s Own» mal ganz anders. Wie sich das anfühlt, erzählt die beste Surferin unseres Landes im Interview.

Die künstlerische Inszenierung von Surferin Alena Ehrenbold durch die Zürcher Stylistin Patrizia Scheidegger überzeugt.
Unter der Inspiration «The Look of Sports» bringt Nike bekannte Athletinnen und Top-Stylisten zusammen – sie alle haben sich im Rahmen der diesjährigen «Nike Stylist’s Own» einer einzigartigen Herausforderung gestellt: In verschiedenen Shootings bringen sie Sport und Fashion auf künstlerische Weise zusammen und inszenieren ihre eigene Interpretation der aktuellen Nike Sportswear Kollektion für das Frühjahr 2012.
Designerin Svenja Brecht inszenierte die deutsche Fussballerin Lira Bajramaj.
Hochspringerin Ariane Friedrich präsentiert von Edita Kopcio.
Turid Reinecke rückte Tennisspielerin Julai Görges ins richtige Licht.
Rebecca Rupcic stylte Tennisspielerin Sabine Lisicki.
Anlässlich des speziellen Fotoshootings gab die Schweizer Surfmeisterin von 2010 im Wellenreiten, Alena Ehrenbold, im Interview Einblicke in ihre Sportkarriere.
Aktuell sind Sie gerade prominent im deutschen Magazin «Blonde» zu sehen. Was ist das für ein Gefühl, sich selber in verschiedenen Medien zu finden?
Alena Ehrenbold: Ich beginne mich langsam daran zu gewöhnen, Berichte, Interviews und Bilder von mir in den Medien zu sehen. Es freut mich, dass sich die Medien immer mehr für meinen Sport interessieren. Das Foto, das ich anlässlich des «Stylist’s Own» mit Patrizia Scheidegger für Nike geschossen habe, finde ich jedoch besonders gelungen!
Wie war es für Sie, mal was ganz anderes zu machen: Ein Fashion Fotoshoot?
Dieses Fashionshoot im Studio war schon ziemlich ungewohnt. Meine bisherigen Fashionshootings fanden jeweils am Strand oder sonst in der Natur statt. Aber das Team war grosse Klasse und es hat Spass gemacht, einmal in eine andere Rolle zu schlüpfen.
Könnten Sie sich das Leben als Modell vorstellen oder bevorzugen sie es, lieber eine Surferin zu sein?
Die gelegentlichen Shootings machen mir immer grossen Spass, aber ein Modellleben wäre ganz definitiv nichts für mich!
Wie sind sie überhaupt zum Surfen gekommen? Liegt ja nicht auf der Hand für eine Schweizerin?
Mein damaliger Freund ist ein Surfer. Und statt ihm vom Strand zuzuschauen und Fotos von ihm zu schiessen, entschloss ich mich, es lieber selber auszuprobieren.
Eine Schweizerin die surft – wie sehen das andere Leute? Müssen Sie sich immer erklären?
Ja, das schon. Die Leute in der Schweiz können sich oft überhaupt nichts unter «Surfen» vorstellen und verwechseln meinen Sport mit dem Windsurfen. Und die Leute im Ausland können es jeweils kaum glauben, dass ich wirklich in der Schweiz lebe und aufgewachsen bin.
Sind Ihre Freunde alle aus der Surfszene?
Nein. Da ich ja in der Schweiz lebe und auch hier aufgewachsen bin, habe ich viele Freunde, die mit dem Surfen gar nichts am Hut haben. Allerdings habe ich natürlich, gerade auch im Ausland, sehr viele Freunde, die auch Surfen.
Ist es schwierig Freundinnen/Freunde zu haben, wenn man immer unterwegs ist?
Mit den heutigen Kommunikationsmitteln kann man gut in Kontakt bleiben. Ausserdem ist alles eine Frage der Organisation. Meine Freunde unterstützen mich sehr und haben auch Verständnis, wenn ich dann halt mal nicht da bin.
Sind sie eine typische Surferin oder zwischendurch auch ein Girlie, das gerne shoppt und sich herausputzt?
Im Wasser und am Strand bin ich Vollblutsurferin. Sobald die Sonne jedoch untergeht und das Surfen bis zum nächsten Tag warten muss, zieh ich mir sehr gerne was Schickes an.
Wie halten sie sich fit? Gehen Sie laufen? Machen Sie Fitness?
Ich bike und schwimme viel. Ausserdem mache ich Yoga und Stabilisationstraining. Auch geh ich gerne Snowboarden. Eigentlich ziemlich egal welche Sportart, Hauptsache Bewegung - wenn irgendwie möglich - mit einer Prise Adrenalin.
Kann man als Profisurferin vom Sport leben oder haben sie auch einen «normalen» Job nebenbei?
Ich kann nicht vom Surfen leben. Ich arbeite neben dem Surfen als Lehrerin an einem Gymnasium.
Welche Ausbildung haben Sie?
Ich habe einen Master in Wirtschaft und ein Lehrdiplom für Maturitätsschulen.
Was sind Ihre Sportziele für das Jahr 2012? Wohin treiben Sie die Wellen in diesem Jahr?
Ziele für 2012 sind möglichst gut an den diesjährigen Schweizer- und Weltmeisterschaften abzuschneiden, sowie wieder möglichst viele spannende Surftrips zu unternehmen.
Was war bis jetzt Ihr grösster sportlicher Erfolg?
Schweizermeisterin im Surfen 2010 und Platz 22 an den Weltmeisterschaften 2011 in Panama.
Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?
Keine Ahnung, was mir die Zukunft bringt, aber hoffentlich reite ich auf einer guten Welle!
Was war bisher für Sie die schönste Surf-Destination?
Jede Surf-Destination ist einzigartig. Aber sehr gut gefällt mir Indonesien wegen der steilen, schnellen, hohlen und sehr herausfordernden Wellen.
Was machen sie im Winter? Bleiben sie in der Schweiz/Europa oder suchen sie die Wärme und die Wellen auf der anderen Seiten der Welt?
Mich stört die Kälte nicht, ich surfe auch im Winter in Europa. Aber klar, im Bikini surfen macht schon bedeutend mehr Spass.
Sind Sie auch als Snowboarderin und Skateboarderin unterwegs?
Ich snowboarde. Skaten würd ich gerne besser können, aber seit dem ich vor einigen Jahren einmal heftig gestürzt bin und dann ein Jahr lang Probleme mit der Hüfte hatte, lass ich es lieber bleiben ...
Das Interview wurde von NIKE geführt.
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