«World Series Cycling»

13. Dezember 2012 14:10; Akt: 13.12.2012 14:34 Print

Der Radsport steht vor einer grossen Revolution

Fabian Cancellara & Co. bekommen eine neue Rennserie. Die Pläne für die «World Series Cycling» nach Formel-1-Vorbild sind bereits weit fortgeschritten. Ob der Radsport damit sauberer wird, ist fraglich.

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Radsport goes Formel 1 – oder so. Eine finanzkräftige Sponsorengruppe, die Gifted Group aus London, will unter dem Namen «World Series Cycling» eine neue Rennserie ins Leben rufen. Die Gruppe will damit den Radsport auf Vordermann bringen und mehr Preisgeld ausschütten.

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Ab 2014 sind 10 Grand Prix mit den besten Fahrern geplant. Die Rennen sollen jeweils an einem Wochenende über vier Tage ausgetragen werden. Es gäbe eines für Sprinter, eines für Bergflöhe, eines für Roller und eines für die schnellsten gegen die Uhr, also die Zeitfahrer. Dabei können die Athleten kräftig Punkte sammeln und wer Ende Saison am meisten Zähler auf dem Konto hat, ist Weltmeister. Dasselbe gilt auch für die Teams. So wie man es eben von der Formel 1 bereits kennt.

Prall gefüllter Terminkalender

Neben dieser Rennserie wird auch an grossen Rundfahrten um Siege, Punkte und Ehre gekämpft. Vorgesehen sind die Tour de France, der Giro d’Italia und die Vuelta. Ebenso die sechs Klassiker Mailand-Sanremo, Flandern, Paris-Roubaix, Amstel Race, Lüttich-Bastogne-Lüttich und die Lombardei-Rundfahrt. Für die traditionellen Schweizer Rundfahrten Tour de Suisse und Tour de Romandie würde es im prall gefüllten Terminkalender eng werden.

Bis jetzt sind acht World-Tour-Teams dabei. Omega Pharma-Quick Step, Garmin-Sharp, Liquigas-Cannondale, Movistar, Radioshack-Nissan Trek, Saxo Bank-Tinkoff, Vacansoleil sowie die ehemalige Rabobank-Mannschaft. Die Organisatoren möchten die neue Serie mit 14 Teams in Angriff nehmen. Die Fahrer dürften sich um 26 Millionen Euro streiten. So viel plant die Organisation um den tschechischen Geldgeber Zdenek Bakala an Preisgeld auszuschütten.

Ein Neuanfang ins alte Verderben?

Der Weltradsportverband UCI ist in die Pläne eingeweiht und hat bereits Gespräche mit den Organisatoren geführt. Er ist sich der Sache aber noch nicht sicher, weil er nach dem Fall Armstrong im Radsport ausmisten und einen Neuanfang will. Die World Series Cycling wäre zwar ein Neuanfang. Weil es aber mehr Geld zu verdienen gibt, ist auch die Versuchung gross, weiter zu manipulieren. Also zu dopen. So hätte man zwar eine neue Rennserie, die aber im alten Fahrwasser weiterfährt.

Was halten Sie von dieser neuen Rennserie? Ist sie attraktiver als die bisherigen Rennen und bringt sie dem Radsport etwas? Diskutieren Sie im Talkback mit.

(heg)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hugo am 13.12.2012 20:24 Report Diesen Beitrag melden

    Omega PHARMA

    Ich bin Radsportfan, aber ein Rennstall, der sich Omega PHARMA etc etc (die Apotheker) nennt ist a priori unerträglich. Nur lächerlich.

    • Lm am 14.12.2012 18:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      ...

      Finden Sie doch mal einen Sponsor für ein Rafspotrteam... Einfach schaade diese Bemerkungen...

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  • K. Moeri am 13.12.2012 20:16 Report Diesen Beitrag melden

    Blödsinn2/Korrektur

    Mein Vorschlag den ich vor 10 Jahren der UCI unterbreitet habe, wäre jedenfalls einfacher. 10-14W-Cup + 4 Golden Four (Giro TdS TdF Vuelta) die je 15 Renntage (5Renn-1Ruhe-5Renn-1 Ruhe-5Renn) über 3 Weekens dauern würden = Weltmeister. An allen Renntagen werden Punkte verteilt, für Plätze 1-100. Denn die heutige Austragung der WM ist nur Glück, Zufall und viel Taktik. Es wäre auch im Kampf gegen Doping sinnvoll, da mit weniger Renntagen, die Erholung an den Ruhetagen auch effizienter wäre. Und es dürften nie 2 Bergetappen mit Kat.2 und höher an 2 aufeinanderfolgenden Tagen gefahren werden.

  • K. Moeri am 13.12.2012 19:48 Report Diesen Beitrag melden

    Blödsinn 1

    Die dümmste Idee die ich je gehört habe. Es müsste nämlich der Bergflohrollzeitfahrsprinter erfunden werden, da das menschlich nicht geht, wird man es auf chemische Art regeln, pro Disziplin eine spezifische Substanz auf die jeweiligen körperlichen Manko's der Fahrer abgestimmt. 2 tägiger Worlcup ja! Aber so wie in bisherigen Rahmen, oder wie wollen z.B holländische oder englische Veranstalter einen Bergfloh-Event machen, dazu in die Alpen fliegen für einen Tag?

    • Gimondi am 14.12.2012 14:00 Report Diesen Beitrag melden

      Bödsinnschreiber

      Beim Skifahren gibt es auch verschiedene Disziplinen!!! Und es gibt sogar solche, die überall vorne dabei sind und gewinnen denWeltcup. In der Leichtathletik auch, beim Autofahren.... und und und. Da geht es sogar ohne Doping!

    • curtoluzzi am 14.12.2012 18:20 Report Diesen Beitrag melden

      ReBödsinn ;-)

      @Gimondi, wenn Sie so viel Ahnung hätten von Radsport wie Felice erfolgreich war, wüssten Sie dass Sie Birnen mit Äpfeln vergleichen. Ein Etappenfahrer verbraucht zwischen 10 und 12ooo kcal pro Etappe, ein Skifahrer (Abfahrt) gegen 200 pro Abfahrt! und ich kenne keine Skifahrer der moderne, die im gleichen Jahr in allen Disziplinen gewinnen konnten. Der letzte (ohne SG und SK) war Jean-Claude Killy.

    • Lm am 14.12.2012 18:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Bleibt fair! 

      Wer sagt, dass in anderen Sportarten nicht gedopt wird? Ich weiss ja nicht, wer ihr seit und wie aktiv ihr den Radsport betreibt. Aber es stimmt NICHT, dass ausschliesslich im Radsport gedopt wird. Seien wir mal ehrlich. Wer von euch hat wirklich etwas mit dem Radsport zu tun.?! Zieht ihn doch nicht alle so in dem Schlamm! Es hat sich so manches geändert, und es braucht Zeit die heutigen Vorurteile zu beseitigen. Aber bitte seit doch alle den Radsportler/Innen gegenüber fair, die sauberen Sport betreiben. Was einige von euch sich an Komentaren erlauben ist einfach gemein und unfair!

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  • HenryOne am 13.12.2012 19:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Finanzkräftig

    Ich weiss, wie lange finanzkräftige Sponsoren finanzkräftig sind - Formel 1 usw.

  • cycling alex am 13.12.2012 17:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Chance auf etwas Veränderung

    Ich erhoffe mir durchaus etwas positives von diesem Ansatz. Dadurch, dass es einen Schirmherrn gibt lassen sich auch Sanktionen gegen das Doping besser durchsetzen. Zur Zeit ist jede Tour eine Ländesangelegenheit, d.h. ein Fahrer, welcher in Frankreich wegen Doping Verdacht ode vergehen gesperrt ist, kann in Italien oder Spanien durchaus noch an der Landestour teilnehmen.