Nach dem Urteil

07. Februar 2012 12:24; Akt: 07.02.2012 13:46 Print

Ein Land steht hinter seinem DopingsünderEin Land steht hinter seinem Dopingsünder

Eine Presseschau durch Spanien zeigt: Die Reaktionen über das Contador-Urteil sind überall gleich. Auch Rafael Nadal spricht sich klar für seinen Landsmann aus.

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Die Sportzeitung «As» findet klare Worte: «Nun steht Spanien wieder als ein Land da, das Doping toleriert. Aber der Fall Contador darf nicht dazu dienen, den spanischen Sport insgesamt zu disqualifizieren. Spanien hat ernsthafte Dopingprobleme im Radsport und in der Leichtathletik. Man darf die Vorwürfe nicht auf andere Sportarten ausweiten.» Für «El Mundo» ist das Urteil pure Willkür. «Der Sportgerichtshof verurteilt Contador, ohne zu wissen, was vorgefallen ist. Jeder Jurist, der das Urteil liest, kommt zu dem Schluss, dass die Sperre für Contador ein kompletter Irrsinn ist. Das Gericht disqualifiziert sich mit seinem Entscheid selbst.» Das Onlineportal der «Marca» fährt härtere Geschütze auf. «Der Internationale Sportgerichtshof hat den Verstand verloren. Die Verurteilung Contadors ist der Höhepunkt der Absurdität und ein skandalöser Handstreich. Sie verstösst gegen elementare Rechtsgrundsätze wie den der Unschuldsvermutung. Der Entscheid nimmt mit einem Schlag all jenen Instanzen die Glaubwürdigkeit, die den Sport sauber halten sollen.» Rafael Nadal steht hinter seinem Landsmann. «Die Contador-Nachricht ist unglaublich. Es gibt keinen endgültigen Beweis, und sie geben ihm die Höchststrafe. Das ist zum Heulen. Nur Mut Champion! Du hast meine Unterstützung!», twitterte der Weltranglistenzweite. Der fünfmalige Tour-de-France-Sieger Miguel Induráin nannte es eine «lächerliche Entscheidung» «El Periódico de Catalunya» vermisst die Beweise im «Fall Contador». «Contadors Version vom Verzehr eines verunreinigten Steaks mag schon abenteuerlich gewesen sein, aber die Argumentation des Gerichts ist nicht minder verwegen. Die Richter verhängten eine Sperre für Contador, nicht weil sie von einem Doping des Spaniers überzeugt waren, sondern weil sie ein solches Vergehen vermuteten. Das Urteil wird kaum zu einer Säuberung des Radsports beitragen, sondern vor allem Verwirrung stiften.»

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Die spanische Presse bringt kein Verständnis auf für den Entscheid des CAS, Alberto Contador für zwei Jahre zu sperren. «Ein kompletter Irrsinn» sei das Urteil, schreibt etwa «El Mundo». Das Onlineportal der «Marca» sorgt sich sogar über die Millionen, welche dem Rad-Profi aufgrund der Sperre durch die Lappen gehen. Rafael Nadal spricht von einer Höchststrafe und zeigt sich empört über die fehlenden Beweise im «Fall Contador». «Nur Mut, Champion! Du hast meine Unterstützung!», twitterte der 10-fache Grand-Slam-Champion.

Was die spanischen Medien oder auch der fünffache Tour-de-France-Sieger Miguel Induráin zum «Fall Contador» sagen, erfahren Sie in der Diashow.


(als/si)

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  • Reto Staub-Trocken am 07.02.2012 14:31 Report Diesen Beitrag melden

    06. August

    Der Entscheid ist wirklich lächerlich. Allerdings nur deshalb, weil das Urteil rückwirkend greift. Er darf am 06. August schon wieder Rennen bestreiten. Das finde ich lächerlich.

  • gelöscht am 07.02.2012 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    gelöscht

  • Herr Wettermann am 07.02.2012 14:02 Report Diesen Beitrag melden

    Doping legalisieren!

    Leute, legalisiert endlich Doping, dann sehen wir Sportler, die kein bisschen schneller werden, kein bisschen mehr Ausdauer haben und kein bisschen mehr Leistung bringen. Dann nämlich ist spätestens bewiesen, wie verlogen die Spitzensportwelt in gewissen Sportarten zumindest ist! Lügen, Gier und Geld, darum geht's. Auch ja: Und bitte schliesst solche Sportler dann auch das Krankenkasse aus. Denn für die Gesunheitsschäden der Leute soll nicht auch noch die Allgemeinheit aufkommen. Die können das gefälligst selbst bezahlen mit ihren ergaunerten Preisgeldern!

    • Xaver Thomas am 08.02.2012 11:18 Report Diesen Beitrag melden

      doping kann nicht verhindert werden

      Z.B. Stereoide fuer Muskelaufbau koennen nicht nachgewiesen werden und die moderne Medizin verwendet soviele Medikamente, dass sowieso alle gedopt sind. Wenn schon sollten die Mediziner zur Verantwortung gezogen werden und nicht die Sportler, die ja nur das tun, was ihnen die Sportchefs und Aerzte verschreiben!

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