Sixday Nights

02. Dezember 2012 02:50; Akt: 02.12.2012 10:23 Print

«Am Schluss war die Luft draussen»

Franco Marvulli und Tristan Marguet beenden die 56. Zürcher Sixdays auf dem 3. Rang. Als Sieger dürfen sich das belgisch-holländische Paar Kenny De Ketele/Peter Schep feiern lassen.

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Franco Marvulli und Tristan Marguet sind trotz dem 3. Gesamtrang zufrieden mit der Leistung. (Video: 20 Minuten Online) Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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Es war alles für eine Schweizer Sixday-Party angerichtet: Im Finale wurden aber Franco Marvulli/Tristan Marguet (3.) und der Aargauer Silvan Dillier mit dem Australier Glenn O'Shea (4.) von den Ausländern überrumpelt. Der Sieg ging an Kenny de Ketele/Peter Schep.

Dillier/O'Shea stiegen mit Rundenvorsprung ins 250-Runden-Finale, Marvulli/Marguet mit einem uneinholbaren Punktevorsprung. Doch die Ausländer mit den Siegern aus Belgien und Holland sowie die Deutschen Danilo Hondo/Roger Kluge (2.) machten gemeinsame Sache, schafften 73 Runden vor Schluss den entscheidenden Rundengewinn und wehrten danach alle verzweifelten Angriffe der Schweizer ab.

Marvulli trotzdem zufrieden

«Wenn mir einer letzte Woche gesagt hätte, ich würde in Zürich aufs Podest fahren, hätte ich unterschrieben», gab sich Marvulli am Ende der auf vier Tage verkürzten Sixday Nights nicht enttäuscht. Die Voraussetzungen waren mit einer bei einem Sturz Ende August lädierten Schulter, einer anschliessenden Viruserkrankung, einer leichten Erkältung und Husten in den letzten Tagen wahrlich nicht die besten.

«Am Schluss waren einfach die Beine leer», erklärte der 34-jährige Seebacher, der sich mit dem Sieg im traditionellen Autosprint und der fettesten Prämie des 56. Zürcher Sechstagerennens, eines Skoda Rapid im Wert von 30'000 Franken, trösten konnte. Nun wird er für einen Monat mit seinem Partner Tristan Marguet nach Australien reisen: Elf Rennen, wenig Training und viel Spass bei Sonne, Wärme und Strand stehen auf dem Programm.

Fette Sonderprämie

Die beiden verstehen sich schon fast blind auf der Bahn, haben vor einer Woche in Gent und nun auch in Zürich Rekord um Rekord gebrochen und von Max Hürzeler am Freitag sogar spontan eine 1000-Franken-Sonderprämie erhalten, weil der OK-Boss nicht glaubte, dass jemand die 200-m-Bahn unter 10 Sekunden bewältigen könne. Marguet tat es in 9,922 Sekunden mit einem Schnitt von 72,566 km/h.

Seit sich kürzlich der 25-jährige Westschweizer Marguet von seiner Freundin und Velorennfahrerin Andrea Wolfer getrennt hat, bilden die beiden auch eine WG zusammen. Marvulli: «Tristan gehört die Zukunft. Gut möglich, dass ich nächstes Jahr nochmals mit ihm hier antreten werde.»

Abschied von Aeschbach und Jörg

Abschied nehmen hiess es für Alexander Aeschbach: Der 38-jährige Dürrenäscher beendete sein letztes Zürcher Sechstagerennen zusammen mit Jung-Partner Jan Keller (21) auf Rang 10. Vor allem in der ersten Nacht wurde der gelernte Schreiner von Krämpfen geplagt und meinte darauf: «Niemals zuvor musste ich so leiden. Ich glaube, ich hatte Schmerzen wie eine Frau bei einer Geburt.»

Acht von 92 Sixjours konnte Aeschbach gewinnen, das letzte 2010 in Grenoble zusammen mit Marvulli, mit dem er 2004 Américaine-Europameister geworden ist. «Aeschbi» hatte Tränen in den Augen, als er von den Fans, den Offiziellen und sämtlichen Profis, die mit ihren Velos Spalier standen, verabschiedet wurde.

Auch bei den Stehern sagte ein Urgestein Adieu: Dem bald 41-jährigem Peter Jörg, der nach eigener, seit Schülerzeiten geführten Buchhaltung in seiner Karriere 700'000 Kilometer auf dem Rennsattel abspulte und fünffacher Schweizermeister geworden ist, gelangen in seinem letzten Wettbewerb ein Etappensieg am ersten Abend. Am Ende reichte es in der Gesamtwertung nur zu Rang zwei, weil er 100 Meter vor dem Ziel noch vom aktuellen Schweizermeister Giuseppe Atzeni abgefangen wurde.

Schweizer Sieg bei den Amateuren

Bei den Amateuren haben die Schweizer Stefan Küng und Théry Schir die ganzen vier Tage dominiert: Sieg in fünf von sechs Etappen, im Finale schafften sie den einzigen Solo-Rundengewinn und am Ende lag die Konkurrenz um mindestens eine Runde zurück. Kein Zweifel: Küng, der schon vor einem Jahr in Zürich dominierte (zusammen mit Jan Keller), und Schir sind ein Versprechen für die (Profi-) Zukunft.

Aus Schweizer Sicht konnten sich auch Gaël Suter (Gesamt-3. mit dem Belgier Gert-Jan van Immerseel), Gianluca Ocanha (Gesamt-6. mit dem Italiener Matteo Alban) sowie Pascal und Silvan Dieterich ins Szene setzen. Die Hittnauer Zwillinge lernten im sehr ausgeglichenen Fahrerfeld sehr viel, fuhren stets offensiv und liebäugelten bis zuletzt mit einem Podestplatz, den sie als Siebte nur wegen fehlender Punkte verpassten.

Organisatoren zeigen sich zufrieden

Mit den auf vier Abende verkürzten Sixday Nights sind die Organisatoren zufrieden: Der Mix aus Sport, Show und Ausstellung hat sich bewährt, der Publikumsaufmarsch mit rund 20'000 Fans hielt sich im Rahmen des Vorjahres und «sportlich war es das Beste, was die Fahrer in den letzten sieben Jahren geboten haben», wie OK-Präsident Max Hürzeler erklärte. Auch die ausgezeichneten Showbands hätten dazu beigetragen, dass die Fans voll auf ihre Rechnung kamen.

Zürich. Sixday Nights. Américaine (100 Runden/20 km).
1. Silvan Dillier/Glenn O'Shea (Sz/Au).
Eine Runde zurück:
2. Kenny de Ketele/Peter Schep (Be/Ho).
3. Danilo Hondo/Roger Kluge (De).
4. Franco Marvulli/Tristan Marguet (Sz).
Ferner: 9. Alexander Aeschbach/Jan Keller (Sz). 12. Loïc Perizzolo/Samuel Horstmann.

Kilometer-Zeitfahren:
1. Marvulli/Marguet 54,975 Sekunden (66,484 km/h).
2. Wim Stroetinga/Adam Blythe (Ho/Gb) 56,860.
3. Hondo/Kluge 56,867.
Ferner: 5. Dillier/O'Shea 57,430.
7. Aeschbach/Keller 57,643.
11. Perizzolo/Horstmann 1:00,230.

Autosprint (Skoda Rapid, Wert 30'000 Franken):
1. Marvulli/Marguet.
2. Leif Lampater/Christian Grasmann (De).
3. Dillier/O'Shea.

Rundenzeitfahren:
1. Marvulli/Marguet 9,978 Sekunden (72,159 km/h).
2. Lasse Hansen/Marc Hester (Dä) 10,047.
3. Dillier/O'Shea 10,382.
Ferner: 5. Perizzolo/Horstmann 10,495.
6. Aeschbach/Keller 10,573.

Schlussklassement:
1. De Ketele/Schep 190.
2. Hondo/Kluge 175.
Eine Runde zurück:
3. Marvulli/Marguet 302.
4. Dillier/O'Shea 226.
Zwei Runden zurück:
5. Lampater/Grasmann 144.
Sieben Runden zurück:
6. Andreas Graf/Andreas Müller (Ö) 56.
Zehn Runden zurück:
7. Hansen/Hester 107.
Zwölf Runden zurück:
8. David Muntaner/Sebastian Mora (Sp) 110.
20 Runden zurück:
9. Stroetinga/Blythe 91.
10. Aeschbach/Keller 75.
11. Martin Haceky/Alois Kankovsky (Tsch) 28.
25 Runden zurück:
12. Perizzolo/Horstmann 66.

Amateure. 5. Etappe:
1. Stefan Küng/Théry Schir (Sz) 8 Punkte.
2. Gaël Suter/Gert-Jan van Immerseel (Sz/Be) 8.
3. Didier Caspers/Melvin van Zijl (Ho) 5.
Ferner: 6. Gianluca Ocanha/Matteo Alban (Sz/It) 2.
7. Arend Keller/Lukas Spengler (Sz) 1.
9. Pascal Dieterich/Silvan Dieterich (Sz) 0.
10. Jan André Freuler/Christian Kos (Sz/Ho) 0.
Drei Runden zurück:
9. Keller/Spengler 3.
Fünf Runden zurück:
10. Freuler/Kos 0.

Schlussklassement:
1. Küng/Schir 72.
Eine Runde zurück:
2. Caspers/Van Zijl 49.
Zwei Runden zurück:
3. Suter/Van Immerseel 52.
4. Jan Kraus/Denis Rugovac (Tsch) 30.
5. Jacub Filip/Ondrej Ponikelsky (Tsch) 12.
6. Ocanha/Alban 5.
7. Dieterich/Dieterich 0.
Drei Runden zurück:
8. Jacob Mörkov/Simon Bigum (Dä) 8.
Vier Runden zurück:
9. Keller/Spengler 4.
Sieben Runden zurück:
10. Freuler/Kos 7.
Neun Runden zurück:
11. Christoph Imrek/Michal Mracek (Ö/Tsch) 0.

Steher. 5. Etappe:
1. Mario Birrer (Sz, Schrittmacher Helmut Baur/De).
2. Peter Jörg (Sz, Felix Weiss/Sz).
3. Giuseppe Atzeni (Sz, André Dippel).
4. Thomas Maag (Sz, René Aebi/Sz).

Schlussklassement:
1. Atzeni 12 Rangpunkte.
2. Jörg 12.
3. Patrik Kos (Ho, René Kos/Ho) 19.
4. Maag 26.
5. Birrer 27.
6. Florian Fernow (De, Thomas Baur/De) 30.

3. Nacht

Vor der letzten Nacht des 56. Zürcher Sechstagerennens spricht vieles für einen Sieg von Franco Marvulli und Tristan Marquet. Den Grundstein legten sie in den Kilometer- und Rundenzeitfahren.

Der grosse Trumpf: Das Schweizer Duo spekuliert auf eine Bonusrunde dank Punktgewinnen. Das Reglement ist klar. Liegen nach den auf vier Abende verkürzten Sixday Nights zwei oder mehrere Paare rundengleich an der Spitze, entscheidet das Punktetotal über den Sieg. Und pro 100 rausgefahrene Punkte gibt es eine Bonusrunde. In den ersten drei Nächten strampelten Marvulli, der im Oerlikoner «Wädlitempel» schon viermal triumphierte, und sein Partner schon 221 Zähler zusammen.

Den Grundstein für den riesigen Punktevorsprung auf den Aargauer Silvan Dillier mit seinem australischen Partner Glenn O'Shea (163 Punkte) legten die Schweizer Favoriten in den Kilometer- und Rundenzeitfahren, von denen sie die ersten sechs von acht für sich entschieden haben. Gutschrift aufs Konto: 90 Zähler. Mit einem neuen Bahnrekord über ein Runde (9,922 Sekunden/72,566 km/h) brachte Showman Marguet die rund 6000 Fans zum Kochen. Und OK-Boss Max Hürzeler musste 1000 Franken locker machen, weil er nicht glaubte, dass jemand die 200 Meter unter 10 Sekunden bewältigen könne.

Viel Glück für Marvulli/Marguet und Diller/O'Shea

Mit viel Glück konnten Marvulli/Marguet und Diller/O'Shea kurz vor Mitternacht mit einem erst 400 Meter vor Ende der 60-km-Jagd geglückten gemeinsamen Rundengewinn einen doppelten Rundenverlust verhindern, was für die Finalnacht entscheidend sein könnte. Marvulli/Marguet führen vor den rundengleichen Danilo Hondo/Roger Kluge (De, 127 P.) und Kenny de Ketele/Peter Schep (Be/Ho, 104). Auf Rang 4 lauern Dillier/O'Shea mit einer Runde Rückstand.

Im Amateurrennen gelang Stefan Küng und Théry Schir der Hattrick: Das Schweizer Paar hat die ersten drei Etappen für sich entschieden und musste er in der Nacht die erste Niederlage gegen die Tschecken Jan Kraus und Denis Rugovac einstecken. Küng/Schir führen vor den beiden letzten Etappen mit 12 Punkten vor den als einzige noch rundengleichen Holländern Didier Caspers/Melvin van Zijl.

In der Steher-Konkurrenz hat Gesamtleader Giuseppe Atzeni die dritte Etappe gewonnen, mit Patrick Kos und seinem Papa René Kos auf dem Töff sorgte ein Familienbetrieb für den ersten ausländischen Sieg.

Zürich. Sixday Nights. Américaine (300 Runden/60 km): 1. Kenny de Ketele/Peter Schep (Be/Ho) 5 Punkte. Eine Runde zurück: 2. Franco Marvulli/Tristan Marguet (Sz) 7. 3. Leif Lampater/Christian Grasmann (De) 6. 4. Andreas Graf/Andreas Müller (Ö) 6. 5. Silvan Dillier/Glenn O'Shea (Sz/Au) 3. 6. Danilo Hondo/Roger Kluge (De) 0.
Ferner: Fünf Runden zurück: 10. Alexander Aeschbach/Jan Keller (Sz) 0. Sieben Runden zurück: 11. Loïc Perizzolo/Samuel Horstmann (Sz) 0.

Rundenzeitfahren:
1. Marvulli/Marguet 9,922 Sekunden (72,566 km/h, Bahnrekord). 2. Lasse Hansen/Marc Hester (Dä) 10,236. 3. Dillier/O'Shea 10,320.
Ferner: 5. Perizzolo/Horstmann 10,356. 6. Aeschbach/Keller 10,486.

Stand vor der Finalnacht: 1. Marvulli/Marguet 221. 2. Hondo/Kluge 127. 3. De Ketele/Schep 104. Eine Runde zurück: 4. Dillier/O'Shea 163. Zwei Runden zurück: 5. Lampater/Grasmann 99. Fünf Runden zurück: 6. Graf/Müller 51.
Ferner: 16 Runden zurück: 10. Aeschbach/Keller 58. 19 Runden zurück: 12. Perizzolo/Horstmann 43.

2. Nacht

Die Deutschen Leif Lampater und Christian Grasmann stiegen als Leader in den zweiten Abend, verloren aber schon in der ersten 100-Runden-Prüfung, die von Marvulli/Marguet gewonnen wurde, eine Runde. Marvulli/Marguet gewannen nicht nur die erste Prüfung des Abends, sondern danach auch das Kilometer-Zeitfahren und verpassten in der anschliessenden 250-Runden-Schlacht Rang 1 nur darum, weil sie im Schlussspurt hinter Danny De Ketele/Peter Schep (Be/Ho) landeten.

Und zum Abschluss des Donnerstagabends begeisterten Marvulli und Marguet die rund 5000 Fans noch mit einem Bahnrekord: Tristan Marguet legte eine Runde in 10,054 Sekunden (Schnitt 71,613 km/h) und damit um 17 Tausendstelsekunden schneller als Silvan Dillier vor einem Jahr zurück. Der Lohn: Gesamtführung vor dem Westschweizer Dillier, der mit zusammen mit dem Australier Glenn /Glenn O'Shea ebenfalls dank gewonnen 100 Punkten eine Runde gutgeschrieben bekam.

Neben Lamparter/Grasmann gehören aber auch ihre Landsleute Danilo Hondo und Roger Kluge zu den Verfolgern der beiden Spitzenteams und damit zu den Anwärtern auf den Gesamtsieg, um den auch noch De Ketele/Schep mitmischen. Alle übrigen Paare haben bereits vier oder mehr Runden Rückstand.

Bei den Amateuren haben die Schweizer Stefan Küng und Théry Schir alles im Griff: Sie gewann auch die zweite Etappe, obwohl Schir rund 35 Runden vor Schluss stürzte und mit offenen Schürfwunden zu Ende fahren musste. Bei den Stehern gabs dank Schweizer Meister Giuseppe Azteni auch schon den zweiten Schweizer Sieg nach dem Triumph von Peter Jörg am Vortag.

Zürich. Sixday Nights. Stand nach der 2. Nacht: 1. Franco Marvulli/Tristan Marguet (Sz) 143 Punkte. 2. Silvan Dillier/Glenn O'Shea (Sz/Au) 111. Eine Runde zurück: 3. Danilo Hondo/Roger Kluge (De) 74. 4. Kenny de Ketele/Peter Schep (Be/Ho) 64. 5. Leif Lampater/Christian Grasmann (De) 55. Vier Runden zurück: 6. Andreas Graf/Andreas Müller (Ö) 31.
Ferner:
Zehn Runden zurück: 11. Alexander Aeschbach/Jan Keller (Sz) 36.
Elf Runden zurück: 12 Eine Runde zurück: 2. Dillier/O'Shea 99. 3. Hondo/Kluge 59. 4. De Ketele/Schep 56. 5. Lampater/Grasmann 49. Vier Runden zurück: 6. Graf/Müller 27. - Ferner: Zehn Runden zurück: 11. Aeschbach/Keller 36.
Zwölf Runden zurück: 12. Perizzolo/Horstmann (Sz) 12.

Amateure, Stand nach 2. Nacht: 1. Stefan Küng/Théry Schir (Sz) 25. 2. Didier Caspers/Melvin van Zijl (Ho) 14. 3. Gaël Suter/Gert-Jan van Immerseel (Sz(Be) 12.
Ferner: 6. Gianluca Ocanha/Matteo Alban (Sz/It) 1. 7. Pascal Dietrich/Silvan Dietrich (Sz) 0. Eine Runde zurück: 9. Arend Keller/Lukas Keller (Sz) 1. Zwei Runden zurück: 10. Jan-André Freuler/Christian Kos (Sz/Ho) 0.

Steher, Stand nach 2. Nacht:
1. Giuseppe Atzeni (Sz, Schrittmacher André Dippel/De) 4 Rangpunkte. 2. Peter Jörg (Sz, Felix Weiss/Sz) 5. 3. Mario Birrer (Sz, Helmut Baur/De) 8. 4. Thomas Maag (Sz, René Aebi/Sz) 8.

1.Nacht

54,278 Sekunden - so schnell fuhren Marvulli/Marguet beim erstmals bei den Sixday Nights ausgetragenen 1000-m-Zeitfahren: Schnitt 66,325 km/h. Für Marvulli, der kaum mehr Schmerzen in der bei einem Sturz Ende August lädierten Schulter spürt, war sofort klar: «Das ist Weltrekord. So schnell war noch nie jemand auf der Bahn. Bisher war die Bestzeit für so eine Prüfung etwas über 55 Sekunden, gefahren in Kopenhagen.»

Nur: Eine offizielle Weltrekordliste für ein Kilometerzeitfahren mit Ablösung gibt es nicht. Auch darum, weil die Länge der Bahnen in den europäischen Sixday-Tempeln zwischen 166 und 250 Metern (Zürich 200 m) variieren. Trotzdem: Im Vergleich zum Einzel-Weltrekord des Franzosen Arnaud Tournant (58,875 Sekunden) ist die Leistung der Zürcher Mitfavoriten tipptopp.

Jedenfalls hatten die rund 3000 Fans am Eröffnungsabend ihren Plausch, da es neben den Auftaktsiegern Dillier/O'Shea auch bei den Amateuren durch Stefan Küng/Théry Schir sowie bei den Stehern durch Peter Jörg Schweizer Siege zu bejubeln gab.

In der zweiten Hauptprüfung des Abends gelang dem deutschen Paar Leif Lampater/Christian Grasmann ein Sieg mit Rundenvorsprung, was ihnen nach der ersten Nacht auch die Gesamtprüfung eintrug.

Zürich. Sixday Nights. Stand nach der 1. Nacht:
1. Leif Lampater/Christian Gramann (De), 34 Punkte. Eine Runde zurück: 2. Franco Marvulli/Tristan Marguet (Sz), 68. 3. Silvan Dillier/Glenn O'Shea (Sz/Au), 63. 4.Danilo Hondo/Roger Kluge (De), 36. 5. Kenny de Ketele/Peter Schep (Be/Ho), 22. Zwei Runden zurück: 6. Lasse Hansen/Marc Hester (Dä), 26. Ferner, vier Runden zurück: 10. Alexander Aeschbach/Jan Keller (Sz), 30. 11. Loïc Perizzolo/Samuel Horstmann (Sz), 15.

Kilometer-Zeitfahren:
1. Marvulli/Marguet 54,278 Sekunden (66,325 km/h). 2. Dillier/O'Shea 56,249 (64,001).

Amateure, Stand nach 1. Nacht:
1. Stefan Küng/Théry Schir (Sz), 13. 2. Gaël Suter/Gert-Jan van Immerseel (Sz/Be), 6. 3. Didier Caspers/Melvin van Zijl (Ho), 5. - Ferner: 6. Gianluca Ocanha/Matteo Alban (Sz/It) 1. 7. Pascal Dietrich/Silvan Dietrich (Sz) 0. Eine Runde zurück: 9. Arend Keller/Lukas Spengler (Sz) 1. 10. Jan-André Freuler/Christian Kos (Sz/Ho) 0.

Steher, Stand nach 1. Nacht:
1. Peter Jörg (Sz, Schrittmacher Felix Weiss/Sz). 2. Patrik Kos (Ho, René Kos/Ho). 3. Giuseppe Atzeni (Sz, André Dippel/De). 4. Florian Fernow (De, Thomas Baur/De). 5. Thomas Maag (Sz, René Aebi/Sz). 6. Mario Birrer (Sz, Helmut Baur/De).

(si)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jan de Wilde am 02.12.2012 23:17 Report Diesen Beitrag melden

    Fourdays hintendran

    Schwach! Da reden die Zeitungen von Weltrekorden und wer hinter Marvulli die Plätze belegt und dann so ein Versagen des gefeierten Helden. Gratulation den Gewinnern.

    • F.Napf am 04.12.2012 09:11 Report Diesen Beitrag melden

      Superpaar

      Ich weiss nicht ob es noch viele Zuschauer geben wird in den nächsten Jahren ohne ein Schweizer Superpaar auf der Rennbahn im Hallenstadion.

    einklappen einklappen
  • Michael am 30.11.2012 07:31 Report Diesen Beitrag melden

    Und mit was ...

    ... haben die beiden gedopt?

  • Ohrenschmerzen am 30.11.2012 01:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sixday nights

    Auf so einen dämlichen Namen kann auch nur eime PR Firma kommen. Wenn schon Englisch dann bitte korrekt.