Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Carlo Janka
10. März 2010 11:09; Akt: 10.03.2010 11:15 Print
«Es ist wirklich verrückt»
von Reto Fehr - Carlo Janka hat mit dem Sieg in der Abfahrt die Gesamtweltcupführung an sich gerissen. Der Schweizer weiss, was es jetzt noch braucht, um die grosse Kristallkugel zu gewinnen. Sensationell auch Patrick Küng auf Rang 3. Er hatte dafür eine besondere Motivation.
Carlo Janka: «Unten habe ich alles getroffen.»
Janka hat mit seinem siebten Weltcupsieg – nach Beaver Creek und Wengen der dritte Abfahrtstriumph in dieser Saison – im Gesamtweltcup vorgelegt. Wie kann er sich diesen erneuten Coup erklären? «Es ist wirklich verrückt. Das Glück der Hundertstelsekunden hatte ich heute wieder einmal auf meiner Seite», so der Obersaxer nach dem Rennen gegenüber SF. «Verrückt» war die Fahrt vor allem im unteren Teil. Denn oben lag Janka noch eine halbe Sekunde hinter dem Zweitplatzierten Mario Scheiber. Das bilanzierte auch der 23-Jährige: «Oben wars mässig, die Piste war etwas zu weich. Aber unten habe ich dann alles getroffen.»
Das restliche Programm der MännerDonnerstag, 10.30 Uhr: Super-G
Freitag, 9/12 Uhr: Riesenslalom
Samstag, 8.45/12 Uhr: Slalom
Der Stand im Weltcup
1. Janka 1073 Punkte
2. Raich 1019 Punkte
3. Cuche 868 Punkte
Punktevergabe beim Weltcupfinale
1. Rang: 100 Punkte
2. Rang: 80
3. Rang: 60
4. Rang: 50
5. Rang: 45
6. Rang: 40
7. Rang: 36
8. Rang: 32
9. Rang: 29
10. Rang: 26
11. Rang: 24
12. Rang: 22
13. Rang: 20
14. Rang: 18
15. Rang: 16
Das Rennen sei nicht speziell gewesen, er habe auch keinen Druck gespürt. Konfrontiert mit dem im Augenblick doch schönen Vorsprung im Gesamtweltcup von 54 Punkten auf Benjamin Raich, meinte Janka nur: «Das Rechnen überlasse ich den anderen. Ich habe heute das Maximum herausgeholt und muss versuchen im Super-G noch ein grösseres Polster herauszufahren. Im Riesenslalom wird es wohl keine Entscheidung zwischen mir und Raich geben, im Slalom holt er nochmals Punkte.» Eiskalt analysiert. Ein echter «Iceman» halt.
Büchel motivierte Küng
Fast etwas unter geht nach dem Coup von Janka die sensationelle Leistung Patrick Küngs. Der Glarner fuhr erstmals aufs Podest, musste allerdings bis zum zweitletzten Fahrer und Erik Guay zittern. Der Kanadier war mit Bestzeit unterwegs und im Ziel leuchtete Rang 3 auf – zeitgleich mit Küng. Hat er da einen Moment gedacht, es sei vorbei? «Ich sah, es war eng. Zum Glück wars die gleiche Zeit. Ich bin voll happy», so der Schweizer gegenüber SF kurz nach seinem ersten Weltcup-Podestrang. Warum dieser Exploit zustande kam, wusste Küng mit einem Augenzwinkern auch: «Marco Büchel sagte immer, solange er fahre, werde ich ihn nie schlagen. Heute war meine letzte Chance, darum musste ich alles geben.»


























