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Carlo Janka
11. März 2010 11:22; Akt: 11.03.2010 12:18 Print
«Es liegt noch einiges drin»
von Monika Brand - Nach dem Super-G beim Saisonfinale in Garmisch beträgt Carlo Jankas Vorsprung auf Benjamin Raich im Gesamtweltcup nur noch 38 Punkte. Der amtierende Olympia-Sieger und Weltmeister im Riesenslalom gibt sich trotz des schmelzenden Vorsprungs für das morgige Rennen zuversichtlich.

Carlo Janka hält die Spannung bis zum Schluss aufrecht. (Bild: AFP)
«Ich weiss auch nicht genau, woran es lag», sagte Janka nach seinem enttäuschenden elften Rang im Super-G in gewohnter Ruhe nach dem Rennen. Er müsse sich das Rennen selber noch anschauen. Aber: «Ich habe zu viele Fehler gemacht.» Das diffuse Licht, wie es im Schneegestöber von Garmisch vorhanden war, möge er überhaupt nicht, so der Bündner. «Ausserdem war ich zu viel auf dem Innenski und das mochte es nicht leiden.»
Dass Benjamin Raich dank Platz sechs nun im Gesamtweltcup wieder einige Punkte näher gekommen ist, beschäftigt Janka nicht weiter. «Ich habe immer gesagt, es bleibe spannend bis zum Schluss», so der junge Schweizer. «Ich muss morgen voll angreifen, es liegt noch einiges drin.» Erzwingen will Janka allerdings im Riesenslalom, wo er amtierender Olympia-Sieger und Weltmeister ist, nichts. «Ich werde locker daran hingehen, Ski fahren und schauen, was kommt.»
Selbstkritischer Benjamin Raich
Ähnlich zurückhaltend gibt sich auch Benjamin Raich. «Es tut gut, wenn man Boden gutmacht. Mein Ziel war aber, ganz vorne reinzufahren.» Und das habe er mit Platz sechs nicht ganz geschafft. «Meine Fahrt war gut, aber nicht perfekt», so der Österreicher. Er sei zufrieden, dass er jetzt wieder ein bisschen näher an Janka dran sei. «Mal schauen, was noch geht», sagt Raich. Den Konkurrenzkampf mit dem Schweizer erlebe er als «sehr fair». «Carlo ist ein ruhiger Typ und ich auch eher. Deshalb gibts nicht so viel Austausch zwischen uns. Wenn wir aber mal zusammen auf dem Lift sitzen, dann gibts nette Gespräche.»
Ausser sich vor Freude war nach dem Super-G der Kanadier Erik Guay. Mit einer beherzten Fahrt sicherte er sich nicht nur den Sieg beim Saisonfinale, sondern auch den Disziplinen-Weltcup. «Ich musste heute gewinnen und Walchhofer (seinem Konkurrenten um den Super-G-Weltcup, d. Red.) lief es nicht gut», so der strahlende Sieger. «Ich kann es nicht glauben, es ist verrückt!»



























