Abfahrt in Bormio

28. Dezember 2012 13:29; Akt: 29.12.2012 14:32 Print

Paris und Reichelt siegen - Schweizer geschlagen

Hannes Reichelt und Dominik Paris siegen zeitgleich bei der Abfahrt von Bormio. Aksel Lund Svindal wird Dritter. Didier Défago belegt als bester Schweizer den 20. Rang.

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Die Weltcup-Abfahrt der Männer in Bormio (It) verkommt zum Hundertstel-Krimi. Die ersten vier der Zwischenrangliste sind innerhalb von 0,02 Sekunden klassiert. Dominik Paris aus dem starken italienischen Team liegt zeitgleich mit dem Österreicher Hannes Reichelt an der Spitze. Der norwegische Speed-König Aksel Lund Svindal, Grippe geschwächt an den Start gegangen, ist mit einem Hundertstel Rückstand Dritter. Die gleiche Winzigkeit trennt den Österreicher Klaus Kröll vom Podest.

Für Paris wäre es der erste Weltcup-Sieg. Zuvor war er erst einmal auf dem Podest gestanden; im Januar 2011 als Abfahrts-Zweiter in Chamonix. Auch Reichelt würde eine Premiere feiern. Im Rahmen des Weltcups würde er zwar zum insgesamt sechsten Mal gewinnen, doch zum allerersten Mal in einer Abfahrt, nach Siegen in vier Super-G's und einem Riesenslalom.

Schweizer weiter Chancenlos

Die Schweizer kassierten die nächste schallende Ohrfeige. Die Wende zum Guten ist noch nicht geschafft. Die früh gestarteten Didier Défago und Silvan Zurbriggen konnten ebenso nicht mit den Besten mithalten wie der Rest. Der am höchsten gehandelte Défago, vor einem Jahr Sieger in Bormio, war als 20. noch der beste der Swiss-Ski-Equipe. Er vergab ein positiveres Abschneiden bei der "Carcentina"-Traverse. Akzeptabel ist das Abschneiden von Talent Nils Mani mit Rang 26. Marc Gisin, Ralph Weber und der Sarganserländer Weltcup-Debütant Fernando Schmed schieden aus.

Bei den Männern hat es somit in dieser Weltcup-Saison in vier Abfahrten fünf verschiedene Sieger gegeben. In Lake Louise triumphierte Svindal, in Beaver Creek Christof Innerhofer (It) und in Val Gardena Steven Nyman (USA).


Bormio (It). Weltcup-Abfahrt der Männer.
1. Dominik Paris (It) und Hannes Reichelt (Ö) je 1:58,62.
3. Aksel Lund Svindal (No) 0,01 zurück.
4. Klaus Kröll (Ö) 0,02.
5. Johan Clarey (Fr) 0,32.
6. Werner Heel (It) 0,42.
7. Travis Ganong (USA) 0,49.
8. Romed Baumann (Ö) 0,66.
9. Christof Innerhofer (It) 0,67.
10. Adrien Théaux (Fr) 0,70.
11. Peter Fill (It), Stephan Keppler (De) 0,99.
13. David Poisson (Fr) 1,15.
14. Andreas Romar (Fin) 1,19.
15. Benjamin Thomsen (Ka) 1,25.
16. Brice Roger (Fr) 1,35.
17. Jan Hudec (Ka) 1,48.
18. Manuel Osborne-Paradis (Ka)1,51.
19. Guillermo Fayed (Fr) 1,52.
20. Didier Défago (Sz) 1,87.

Ferner: 23. Silvan Zurbriggen (Sz) 2,04. 27. Nils Mani (Sz) 2,18. 29. Patrick Küng (Sz) 2,33.

(si)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Alfred Frei am 29.12.2012 23:09 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Besserung in Sicht!

    Es ist einfach tragisch. Obwohl man es ja gewusst hat (nach dem Rücktritt von Didier Cuche)... So schlimm habe ich es mir aber dann doch nicht vorgestellt. Ich habe mir vorgestellt, dass da einige neue junge Athleten in Erscheinung treten, die vielleicht irgendwann mal wieder für Erfolge sorgen werden. Aber mittlerweile muss ich sagen: wenn bei Swiss Ski nichts passiert dann werden 10 Jahre nicht reichen, um wieder auf der Erfolgsschiene zu fahren. Nächstes Jahr wird garantiert nicht besser!

  • speakthetruth am 29.12.2012 17:58 Report Diesen Beitrag melden

    Wünsche und Realität

    Défago meinte vor dem Rennen, er wolle einen Top 10 Rang erreichen. Hätte ohne Kanadier, Amerikaner, Finnen, Schweden, Norweger, Franzosen, Italiener, Österreicher und Deutsche geklappt. Kopf hoch, ich wette, dass bei der Schweizermeisterschaft ein Schweizer in die Top 10 fährt. Am Lauberhorn könnte das Ziel ja lauten: Genügend schnell fahren, um während der Sendezeit ins Ziel zu gelangen.

  • BenoK am 29.12.2012 16:55 Report Diesen Beitrag melden

    Amateure am Werk

    da ja alle CH-Athleten verschiedene Ausrüster haben kann man die Misere nicht auf das Material abwenden, wohl aber auf die katastrophale Verbands-und Trainerarbeit. Diejenigen CH die es dann per Zufall ins Ziel schaffen sind meist innerhalb der gleichen Sekunde klassiert, jedoch welten hinter der Spitze. U.Lehmann und seine amateurhaften Helfershelfer sollen die Stühle räumen und mit ihnen auch gleich die Sportärzte. Andere Athleten können im Sommer / Herbst noch eine Kleinigkeit operieren lassen, während die CHer dann 1 jahr pausieren müssen und danach noch 1-2 Jahre Erfolge suchen müssen!?

  • Ein Schweizer am 29.12.2012 16:30 Report Diesen Beitrag melden

    Sponsoren

    Wäre es nicht besser und sinnvoller das Sponsorengeld an den Blindenverband oder eine ähnliche Organisation zu überweisen. Die Leistungen der Schweizer Skifahrer grenzt demnächst an beleidigung jedes Schwezer Sportlers.

  • Steve O am 29.12.2012 14:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweizer...

    ...chancenlos! wieso überrascht mich das jetzt nicht? Das wird diese Saison wohl nix mehr mit Erfolgen. Die einzige Hoffnung bleibt das Lady Team!

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