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Historische Schlappe
24. November 2012 23:06; Akt: 25.11.2012 06:09 Print
«Vielleicht sollte ich bei den Damen starten»
Schon vor dem letzten Rennen in Lake Louise ist klar: Diese Woche zählt zu den schwärzesten der Schweizer Skifahrer. In der Abfahrt gabs gar die grösste Pleite der Geschichte.
Die Abfahrt von Lake Louise.
Begonnen hatte die Woche bereits mit einer Hiobsbotschaft: Am Mittwoch wurde bekannt, dass Beat Feuz die ganze Saison verpassen wird. Im Training am Donnerstag kam dann der nächste Schock für das Schweizer Ski-Team: Daniel Albrecht stürzte schwer und zog sich eine komplexe Knieverletzung zu. Möglich, dass diese seine Karriere endgültig beendet. Wie lange der Walliser ausfällt, ist zwar noch unklar. Doch es ist auf jeden Fall ein herber Rückschlag für Albrecht auf seinem steinigen Weg zurück nach dem schlimmen Sturz im Januar 2009 in Kitzbühel.
Die weiteren Schweizer konnten in den Trainings kaum überzeugen. Carlo Janka schrieb auf Facebook noch hoffnungsvoll: «Ich werde ein bisschen pokern und hoffen müssen, dann werden wir sehen, was dabei rausspringt.» Nicht weniger als neun Schweizer traten am Samstag aber trotzdem zur Abfahrt an. Bei einem Feld von 69 Fahrern war also fast jeder Achte Athlet ein Schweizer.
Tiefpunkt von 1995 unterboten
Da müsste doch einer für die Skifahrer-Nation Schweiz zumindest in der Nähe der Topplätze stehen, könnte man meinen. Aber mitnichten: Didier Défago, die grösste Hoffnung, produzierte einen Fehler und fiel weit zurück. «Ich bin mit dem Schuh auf den Schnee gekommen», erklärte der Romand. Bester war am Ende Silvan Zurbriggen auf Rang 24. Mit Patrick Küng (28.) holte nur noch ein zweiter Fahrer Punkte für Swiss Ski. Zurbriggen erklärte danach: «Wenn du mit Startnummer 4 als Vierter ins Ziel kommst, weisst du gleich Bescheid.»
Dass es aber so schlimm kommen würde, dachte er bei seiner Zieleinfahrt wohl noch nicht: So weit hinten wie in Lake Louise war in der ganzen Abfahrtsgeschichte noch nie der erste Schweizer platziert. Der bisherige Tiefpunkt datiert aus dem Jahr 1995 als Bruno Kernen in Kitzbühel auf Rang 21 fuhr.
Janka bald bei den Frauen?
Auf den letzten zwölf Rängen des gesamten Klassements tummelten sich nicht weniger als fünf Schweizer. Sie alle wurden selbst vom Spanier Ferran Terra geschlagen. Bis vor diesem Rennen wussten wohl viele Schweizer nicht, dass die Iberer überhaupt einen Abfahrer haben. Aber man muss auch erwähnen, dass dieser bei seiner 6. Weltcup-Abfahrt mit Rang 50 seine persönliche Bestleistung aufstellte.
Viel tiefer können die Schweizer wohl nicht mehr sinken. Schon heute besteht im Super G aber die Chance auf Wiedergutmachung – auch wenn die Aussichten nicht rosig sind. Carlo Janka twitterte nach dem Rennen auf jeden Fall: «Statt Lindsey bei den Herren, sollte vielleicht ich langsam bei den Damen starten…. ;)» Immerhin hängte er der Aussage noch einen Smiley an.
(fox)
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Alle 32 Kommentare

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Kein Stich
Schaue grad Super G und ich muss sagen es ist noch schlimmer wie Fussball. Uninspiriert, fehlerhaft, dilettantisch ... Es ist nicht mehr zum hinschauen ... Kaum fährt ein Österreicher purzeln die Zeiten um mehrere Sekunde... Wir haben schlicht keinen Stich... Schlage vor die gesamte Mannschaft zu ersetzten und den Verband ebenfalls ... Hoffe es liegt nicht nur am Abgang vom Rufener ... Das ein Janka überhaupt noch was sagt ... Der soll fahren und zeigen ob er's noch kann oder aufhören.
schade aber zu erwarten
zu ersteinmal, gute besserung an dani albrecht! wünsche dir vollsätndige und rasche genesung! leider war es aber absehbar das dies irgendwann passieren wird, leider sind die reflexe und mechanismen nicht mehr die selben wie vor dem horrorsturz. meiner meinung nach sollte er sich jetzt zurückziehen, seiner gesundheit zu liebe. leute mit diesem präsidium ist leider kein blumentopf zu gewinnen. die schützen nur ihr "gärtchen" und treffen leider immer die falschen Entscheidungen! da können wir noch so gute trainer haben.
Carlo J. - Jammeri und Zweifler
Hey Carlo, sicher nöd bei den Frauen starten, das gäbe den nächsten Schock. Eventuell beim Ovo-Grandprix... Sorry, es ist mit Janka seit Jahren immer das Gleiche, jammern jammern jammern. Rücken tut weh, zweifle an mir blablabla. Entweder soll er Gas geben und an sich arbeiten oder er soll aufhören. Er nervt eigentlich nur noch. Oder genügt es ihm, jedes Jahr drei Interviews im Blick zu geben, welche Inhaltlich eigentlich nichts hergeben.