Ski alpin

01. Dezember 2017 20:28; Akt: 01.12.2017 22:18 Print

Hütter lässt Austria jubeln – Gisin und Gut in Top Ten

Cornelia Hütter siegt in der Abfahrt in Lake Louise knapp vor Tina Weirather. Dritte wird Mikaela Shiffrin.

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Cornelia Hütter feierte in der ersten der beiden Weltcup-Abfahrten in Lake Louise ein starkes Comeback. Die Österreicherin errang in ihrem ersten Rennen nach ihrem Kreuzbandriss gleich einen Sieg.

Hütter gewann 9 Hundertstel vor der Liechtensteinerin Tina Weirather, die ihrerseits ihre guten Trainingsleistungen erfolgreich umsetzen konnte. Dritte wurde völlig überraschend die Amerikanerin Mikaela Shiffrin, die erst zum dritten Mal in einer Weltcup-Abfahrt angetreten war.

Eine solche Rückkehr schaffen nur ganz wenige. Im Januar erlitt Cornelia Hütter beim Super-G-Training in Saalbach einen Riss des vorderen Kreuzbandes, dazu riss sie sich auch den Innen- und Aussenmeniskus. Doch in Lake Louise kämpfte sie bei Schneefall und schlechter Sicht, als wäre nie etwas gewesen.

Und zur Verletzung kommt ja auch noch der Fakt, dass sie auf diesen Winter die Skimarke gewechselt hat, was gewöhnlich zusätzliche Anlaufzeit bedingt. Nicht so bei Hütter: Nach sechs Platzierungen auf dem Podest einer Abfahrt konnte die 25-Jährige einen nicht für möglich gehaltenen Erfolg bejubeln. Ihr erster Weltcupsieg war es aber nicht. Im März 2016 hatte sie beim Finale in Lenzerheide den Super-G gewonnen.

Zwei Schweizerinnen in den Top 10

Michelle Gisin und Lara Gut, auch sie nach ihrem Kreuzbandriss aus der letzten Saison erstmals wieder am Start einer Abfahrt, erreichten als beste Schweizerinnen die Plätze 8 und 9. Gisin, mit Nummer 28 gestartet, zeigte eine beherzte Fahrt. Trotz teils groben Fehlern war die Engelbergerin schnell. Ihr bestes Abfahrts-Ergebnis, das sie im vergangenen März in Südkorea realisierte, verpasste sie nur um einen Rang. Und auch Lara Gut durfte mit ihrem ersten Auftritt nach ihrer schweren Verletzung zweifellos zufrieden sein.

Auch Corinne Suter, die unmittelbar vor Jasmine Flury 16. wurde, hätte sich in den Top 10 einreihen können. Die Innerschweizerin hängte aber mit dem Arm an einem Tor ein und verlor dabei viel Schwung.

Lindsey Vonn, die 18-fache Gewinnerin von Lake Louise, schied spektakulär aus. Die Amerikanerin durchschlug mehrere Sicherheitszäune, konnte aber nach ihrem Unfall wieder auf den eigenen Ski ins Tal fahren.

Resultate: 1. Cornelia Hütter (AUT) 1:48,53. 2. Tina Weirather (LIE) 0,09 zurück. 3. Mikaela Shiffrin (USA) 0,30. 4. Elena Fanchini (ITA) 0,64. 5. Jacqueline Wiles (USA) 0,75. 6. Sofia Goggia (ITA) 0,76. 7. Viktoria Rebensburg (GER) 0,89. 8. Michelle Gisin (SUI) 0,97. 9. Lara Gut (SUI) 1,07. 10. Breezy Johnson (USA) 1,23.

Ferner: 12. Christine Scheyer (AUT) 1,38. 13. Ester Ledecka (CZE) 1,53. 15. Stephanie Venier (AUT) 1,66. 16. Corinne Suter (SUI) 1,73. 17. Jasmine Flury (SUI) 1,82. 18. Johanna Schnarf (ITA) 1,96. 21. Anna Veith (AUT) 2,11. 25. Denise Feierabend (SUI) 2,41. 30. Priska Nufer (SUI) 2,88. 35. Joana Hählen (SUI) 3,28. - 53 Fahrerinnen gestartet, 52 klassiert. - Ausgeschieden: Lindsey Vonn (USA). - Nicht gestartet: Laurenne Ross (USA).

(nag/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • FcSion am 02.12.2017 03:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Shiffrin

    Eines ist schon jetzt klar, diese Amerikanerin wird sich den Gesamt-WC sowas von klar holen. Ich meine, wenn Sie sogar in der Lage ist in einer Abfahrt auf's Träppchen zu fahren..... Aus dieser jungen Frau kann noch etwas viel grösseres werden als es jetzt schon ist. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass sie rein von den Erfolgen, die sie in ihrer Karriere noch haben wird, Lindsey Vonn bei weitwm toppen kann.

  • olga am 02.12.2017 06:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unsere tina

    bravo Tina. super gemacht. du machst das Liechtenstein stolz. bravo

  • Mr.Ex am 02.12.2017 03:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vonn

    Mal schauen wem Frau Vonn die Schuld für ihr ausscheiden gibt. Vielleicht war sie in gedanken schon bei den Männern am Start. Oder damit beschäftigt ihr Privatleben zu vermarkten.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kupfi666 am 02.12.2017 08:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut war klasse

    Also gebt der lara mal die Zeit. Loangsam nervt es wenn sie Erfolg hat jubeln alle und freun sich wenn sie mal kein Erfolgsstory. Ich kann die ösis nicht ausstehen aber die stehen hinter ihren Leuten immer. Und ja Schifferin ist jetzt schon eine grosse aber ob sie das so lange macht wie die von mit allen Verletzungen wird sich zeigen aber beide verdienen höchsten Respekt.

  • Remo am 02.12.2017 08:16 Report Diesen Beitrag melden

    Nervt

    Was aber ehrlich gesagt schon nervt, ist, dass es extra wegen Shiffrin dieses Jahr einen Stuhl im Ziel gibt. Und dass die Musik hören darf vor dem Start oder sogar während dem Rennen? Das gab es früher einfach nicht. Sie kann somit optimal ihre Stärken einbringen. Sie hat sich jahrelang auf ihr Konzentrationstraining eintrainiert und das hat mit Musik und allem zu tun. Eine Siegerin nach einem ersten Lauf sollte zudem stehen können. Wenn sie zu wenig Kraft hat und sitzen will....niemand hat das bisher gekonnt. Sie soll schön stehen.

    • Taigh am 02.12.2017 11:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Remo

      also so ein doofer Kommentar habe ich jetzt selten gelesen. Jede Fahrerin hört vor dem Start Musik für die Konzentration und Ruhe. Gisin postet sogar wöchtentlich ihre persönlichen Hits...und wegem dem Sessel, das war doch eine witzige Aktion von Shiffrin letzte Saison :-)

    • Remo am 02.12.2017 12:29 Report Diesen Beitrag melden

      @Taigh

      So eine egoistische Athletin wie Shiffrin hat die Ski-Welt auch noch selten gesehen. Sie boxt durch, dass jeder nun auf einem Sessel sitzt zwischen den Läufen. Nun ja, eine Vreni Schneider hatte diese Möglichkeiten dazumal nicht mit Musik etc. Man sass auch nie. Natürlich können kleine Faktoren mitbestimmend sein, um zu siegen. Ich denke nicht, dass die Skifahrerinnen so exzessiv Konzentrationsübungen erlernt haben wie Shiffrin. Kaum wird zudem die Strecke länger, hat Shiffrin Probleme wie Vonn Probleme hat, wenn es nicht mehr geradeaus geht.

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  • Remo am 02.12.2017 08:14 Report Diesen Beitrag melden

    Dritter Platz

    Mikaela wird von ihrer Mutter immerzu angetrieben. Nach einem Slalom im Weltcup muss sie grade noch trainieren gehen. Ich seh auch in meinem Umfeld, dass Frauen oftmals meinen, weil sie einfach sind, müsste der Erfolg nach ein paar Mal Üben kommen. Gut, Holdener und Co können sich was abschneiden. Harte Arbeit, wo man den Erfolg nicht sieht. Nicht immer jammern, sie siegten nicht oder der Rennsport sei hart. Ein Roulin findet die Strecke cool, eine Meillard fährt auch einfach. Scheibe abschneiden.

  • InMa am 02.12.2017 08:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Skizirkus

    Ja es ist wieder soweit. Es darf gelacht werden. Manege frei Vorhang auf.

  • olga am 02.12.2017 06:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unsere tina

    bravo Tina. super gemacht. du machst das Liechtenstein stolz. bravo