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Simon Ammann
14. März 2010 18:42; Akt: 14.03.2010 18:42 Print
«Ganz so einfach war es dann doch nicht»
Als erster Schweizer hat Simon Ammann den Weltcup im Skispringen gewonnen und zuletzt siebenmal in Serie gewonnen. Der vierfache Olympiasieger freut sich riesieg über den Totaltriumph und erklärt sein Erfolgsgeheimnis.

Simon Ammann hält das Objekt der Begierde in seinen Händen. (Bild: AFP)
Wie schon in früheren Jahren hatten sich die polnischen Skisprung-Fans zu Hunderten in der norwegischen Kapitale eingefunden. Sie feierten ihren Adam Malysz enthusiastisch. Sie bejubelten bei der Serie der Siegerehrungen aber auch Simon Ammann, der sich überall grosser Popularität erfreut.
In einem etwas ruhigeren Augenblick gesellte sich auch Alexander Pointner zu den Gratulanten. Der Chefcoach der österreichischen Skispringer hatte in Vancouver die grosse Polemik um die modifizierte Skibindung von Simon Ammann entfacht. «Das war damals überhaupt nicht persönlich gemeint», wollte Pointner zu seinen früheren Protestdrohungen festgehalten wissen.
Simon Ammann, ganz so einfach fiel Ihnen dieser Sieg am Holmenkollen nicht, oder?
Simon Ammann: Es blieb in der Tat spannend bis zum Schluss. Adam Malysz legte im Final einen solchen Sprung vor, dass ich all meine Kraft und Konzentration aufwenden musste, um doch noch zu siegen. Zwar hatte ich immer gehofft, dass ich an der Spitze bleiben würde. Aber ganz so einfach war es dann doch nicht.
Ihre Serie von sieben Siegen im Weltcup und bei Olympia ist bemerkenswert!
So etwas gelingt nicht immer. Ich denke, zuletzt ist Janne Ahonen und Adam Malysz Vergleichbares gelungen. Dazu möchte ich aber auch sagen, dass solche Erfolge ohne ein starkes Team im Rücken nicht möglich ist. Wir haben jahrelang gearbeitet, sie haben mich immer unterstützt. Das Team war eine grosse Hilfe. Wir hatten zusammen immer viel Freude.
Wie stufen Sie Ihren Sieg im Gesamt-Weltcup ein?
Für mich ist das etwas vom Grössten. Ich stufe diesen Erfolg gleich hoch ein wie jede meiner Goldmedaillen. Ich denke, dass der Gewinn der Kristallkugel auch in der Schweiz grosse Freude bereitet und das Interesse am Skispringen verstärkt.
Die neue Schanze am Holmenkollen scheint Ihnen zu liegen!
Auch die alte Anlage sagte mir zu. Immerhin habe ich auf ihr zweimal gewonnen. Die neue Schanze liegt mir. Zwar ist der Anlauf nicht so steil. Dafür ist der Schanzentisch für den Absprung ausgezeichnet.
Noch ist für Sie die Saison noch nicht vorbei. Am Freitag und Samstagt geht es in in Planica um den WM-Titel im Skifliegen. Wie lauten ihre Zielsetzungen?
Ich will mich in Ruhe und richtig auf diese Skiflug-WM vorbereiten. Eine Prognose will ich aber noch nicht abgeben. Und weil die Vorbereitung Vorrang hat, bliebt nicht viel Zeit, den Sieg im Gesamt-Weltcup zu feiern.
(si)



























