Abfahrt in Garmisch

27. Januar 2012 15:00; Akt: 28.01.2012 15:23 Print

Cuche fährt erneut allen davonCuche fährt erneut allen davon

Didier Cuche hat nachgedoppelt: Nach seinem Abfahrtstriumph in Kitzbühel gewinnt er auch die Sprintabfahrt von Garmisch. Patrick Küng wird als zweitbester Schweizer 10.

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Am 29. Dezember 1993 startete Didier Cuche in Bormio zu seinem ersten Rennen. Er wurde Zweitletzter. In Kitzbühel feiert der Neuenburger auf der legendären Streiff seinen ersten grossen Erfolg. Bis zu seinem nächsten Weltcupsieg sollten allerdings vier Jahre vergehen. 1998 gewann der Neuenburger an den Olympischen Winterspielen von Nagano im Super-G die Silbermedaille. 2002 gewann Didier Cuche seinen ersten Riesenslalom - ausgerechnet in Adelboden am «Chuenisbärgli». Dort zeigte er auch zum ersten Mal seinen Trick mit dem sich überschlagenden Ski. 2005 zog sich Cuche in Adelboden einen Kreuzbandriss zu. Nach einer Saison, in der er sich wieder an die Weltspitze herantastete, gewann Cuche 2007 an den Weltmeisterschaften in Are Bronze im Riesenslalom. Im selben Jahr holte er die kleine Kristallkugel in der Abfahrt. Auch 2008 gewann Cuche die kleine Kugel in der Abfahrt. An den Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère gewann der mittlerweile 34-Jährige die Goldmedaille im Super-G und die Silbermedaille in der Abfahrt. 2009 gewinnt Didier Cuche die Wahl zum Sportler des Jahres vor Roger Federer. 2010 gewinnt Cuche auf der Streif in Kitzbühel sowohl den Super-G als auch die Abfahrt. Bei Olympia 2010 wollte der beste Abfahrer der letzten Jahre gross auftrumpfen. Doch die Spiele in Kanada endeten für ihn in einer einzigen grossen Enttäuschung. An den Weltmeisterschaften 2011 in Garmisch-Partenkirchen holt Cuche Silber in der Abfahrt - damit ist er der einzige Skirennläufer, der in drei verschiedenen Jahrzehnten einen Medaillengewinn an einem Grossanlass feiern durfte. Grosse Emotionen eines grossen Sportlers: Didier Cuche gewinnt im Weltcup-Finale 2011 in der Lenzerheide zum vierten Mal (nach 2007, 2008 und 2010) den Abfahrtsweltcup. Stolz präsentiert der Neuenburger die kleine Kugel. Nur einen Tag später holt sich Cuche auch die Kugel im Super-G. Das Rennen am Weltcupfinale in Lenzerheide musste wegen des schlechten Wetters abgesagt werden - Cuche ist erstmals der beste Super-G-Fahrer der Saison. Im November 2011 gewinnt der 37-jährige Neuenburger die Abfahrt in Lake Louise. Es ist sein 18. Weltcupsieg. Am 11. Dezember 2011 gewinnt Cuche zum zweiten Mal die Wahl zum Schweizer Sportler des Jahres. Didier Cuche wird am 14. Januar 2012 sogar noch zum Schweizer des Jahres gewählt. Am 19. Januar 2012 gibt der 37-jährige Neuenburger in Kitzbühel bekannt, dass er seine Karriere Ende Saison 2011/12 beendet. Drei Tage nach seiner Rücktrittsankündigung gewinnt Cuche auf der legendären Streif zum fünften Mal die Abfahrt. Er ist damit alleiniger Rekordhalter. Auch in Garmisch stand der Neuenburger wieder zuoberst auf dem Podest. Der Triumph in der Sprintabfahrt war bereits der 20. Weltcup-Sieg seiner Karriere.

Die Karriere von Didier Cuche.

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Didier Cuche gewinnt auch die Weltcup-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen - und revanchiert sich damit erfolgreich am Kanadier Erik Guay. Je näher sein Abschied aus dem Weltcup-Zirkus rückt, desto mehr läuft Cuche zur Hochform auf. Eine Woche nach seinem Triumph in Kitzbühel hat der 37-Jährige erneut auf einer verkürzten Strecke gewonnen. Wegen Nebels im oberen Teil entfielen auf der Kandahar-Piste rund 50 Fahrsekunden. Mit seinem 20. Weltcup-Sieg drehte Cuche den Spiess im Duell mit Guay um. Vor einem Jahr an der WM gleichenorts hatte sich der Kanadier den Titel vor Cuche gesichert.

Cuche übernahm nach seinem dritten Abfahrts-Sieg in diesem Winter - er hatte schon den Saisonauftakt in Lake Louise (Ka) dominiert - auch die Führung in der Disziplinen-Wertung von Beat Feuz. Der Emmentaler verpasste eine Klassierung in den ersten 20 und gehörte damit zu den geschlagenen Schweizern. Ausser Cuche schaffte nur noch Patrick Küng eine Klassierung in den ersten zehn. Der Glarner, der sich in Garmisch-Partenkirchen vor knapp zwei Jahren als Dritter seinen ersten Podestplatz im Weltcup gesichert hatte, wurde Zehnter.

Guay in Garmisch gewohnt stark

Guay bestätigte mit seinem zweiten Platz einmal mehr seine Vorliebe für Garmisch-Partenkirchen. Hier war der Kanadier nicht nur Abfahrts-Weltmeister geworden, hier hatte er schon zwei seiner drei Weltcup-Siege errungen; im Februar 2007 entschied er die Abfahrt für sich, beim Saisonfinale im März 2010 den Super-G.

Dritter wurde der Österreicher Hannes Reichelt, der zum dritten Mal in diesem Winter nach einer Weltcup-Abfahrt auf dem Podium stand. Reichelt, der sich mit der Erlangung des Privatpiloten-Brevets ein zweites Standbein aufzubauen begonnen hat, war in Lake Louise Dritter und in Wengen Zweiter geworden.

Miller doppelt zu spät

Die Spannung in Garmisch-Partenkirchen hielt ungewöhnlich lange an. Verantwortlich dafür war Bode Miller. Der Amerikaner war am Vorabend zu spät zur Startnummernverlosung erschienen und war dafür von Renndirektor Günter Hujara reglementsgemäss mit der Rückversetzung in der Startliste auf Platz 46 bestraft worden. Miller, der die «16» getragen hätte, kam an die besten Zeiten allerdings nicht heran. Er musste sich mit Rang 35 bescheiden.

Garmisch-Partenkirchen (De). Weltcup-Abfahrt der Männer:
1. Didier Cuche (Sz) 1:09,10.
2. Erik Guay (Ka) 0,27 zurück.
3. Hannes Reichelt (Ö) 0,30.
4. Christof Innerhofer (It), Andrej Sporn (Sln) 0,39.
6. Dominik Paris (It) 0,43.
7. Johan Clarey (Fr) 0,44.
8. Klaus Kröll (Ö) 0,50.
9. Adrien Théaux (Fr) 0,55.
10. Patrick Küng (Sz), Joachim Puchner (Ö) 0,61.
Ferner: 14. Marc Gisin (Sz) 0,75. 17. Carlo Janka (Sz) 0,79. 18. Silvan Zurbriggen (Sz) 0,89. 20. Romed Baumann (Ö) 0,92. 22. Didier Défago (Sz) 1,08. 23. Beat Feuz (Sz) 1,10. 26. Tobias Grünenfelder (Sz) 1,16. 30. Ambrosi Hoffmann (Sz) 1,27. 31. Aksel Lund Svindal (No) 1,33.


(si)

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  • Peter Berner am 28.01.2012 18:49 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo Didier

    Wo ist jezt der Russi , von wegen sofort aufhören. Der zurecht gekrönte CH ler des Jahres wird noch einige Siege erreichen. Russis Neid zum trotz. Zum Glück hört Diedier nicht auf den Skigereis.

    • Corinne Obrecht am 28.01.2012 21:39 Report Diesen Beitrag melden

      Russi OMG

      Genau!!! :)

    einklappen einklappen
  • sigi am 28.01.2012 17:02 Report Diesen Beitrag melden

    Hammer

    didier, du bisch eifech ä geilä siäch...

  • temi am 28.01.2012 15:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    tolle leistung

    super leistung, wie schon so oft, wir werden ihn sehr vermissen.....