Nordisch-WM in Lahti

05. März 2017 14:52; Akt: 05.03.2017 15:55 Print

Cologna verpasst Medaille über 50 km

Der Schweizer belegt an der WM in Finnland Platz 7 in der Königsdisziplin. Neuer Weltmeister ist Alex Harvey aus Kanada.

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«Mit der Leistung bin ich zufrieden. Aber am Schluss fehlte mir die Kraft, um in den Medaillenkampf einzugreifen», sagte Cologna. Seine Vorbereitung sei turbulent verlaufen, möglicherweise habe dies einen Einfluss gehabt. «Die anderen waren heute besser. Aber es fehlt nicht viel», fügte der Bündner an. Der Kampf um Gold, Silber und Bronze hatte sich ein paar Sekunden vor seiner Zieldurchfahrt abgespielt.

An der Spitze setzte sich überraschend der Kanadier Alex Harvey im Sprint gegen den Russen Sergej Ustjugow und den Finnen Matti Heikkinen durch. Der Favorit Martin Johnsrud Sundby bog zwar als Erster ins Stadion ein, wurde aber nur Fünfter. Roman Furger erreichte den starken Platz 17. Leichte Krämpfe in der Wade warfen den Urner erst auf den letzten Kilometern zurück.

Ustjugow wie Dählie und Northug

Der 28-jährige Kanadier Harvey feierte sein zweites WM-Gold. Der endschnelle Kanadier hatte bereits 2011 in Oslo triumphiert. Auch im Val di Fiemme 2013 und Falun 2015 schaffte er es aufs Podest. Mit der fünften WM-Medaille feierte er nun aber seinen grössten Erfolg.

Ustjugow hievte sich mit der fünften Medaille an derselben Weltmeisterschaft auf die gleiche Höhe wie Björn Dählie und Petter Northug, die das bereits 1997 respektive 2011 geschafft hatten.

Sundby bleibt goldlos

Bitter ist das Abschneiden für die Norweger und Sundby im Speziellen. Erstmals seit 47 Jahren haben somit Norwegens Männer keine Einzel-WM-Goldmedaille in einer Wintersportart auf Schnee wie Ski alpin, Biathlon, Skispringen, Langlauf oder Kombination geholt. Sundby, der Dominator der vergangenen Winter, wartet mit 32 Jahren immer noch auf sein erstes Einzel-Gold an einem Grossanlass.

Die Schweizer Nordischen holten erstmals seit 2006 an Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen keine Medaille mehr. Zuvor hatten Simon Ammann, Andreas Küttel oder Cologna die Schweiz in den Medaillenspiegel gebracht.

Horrendes Tempo

Nach 8 km hatte erstmals der Norweger Anders Glöersen das Weite gesucht. Dies geschah wohl aus taktischen Gründen. Das Feld sollte gesprengt werden, was das Rennen für Sundby berechenbarer gemacht hätte. Nach 16 km führten die Russen konsequent nach und neutralisierten den Lauf bei km 20. Im nächsten Anstieg zeigte sich erstmals Sundby vorne und zog das Feld in eine Einer-Kolonne. Zwar gingen immer wieder kleine Lücken auf, aber Entscheidendes geschah nicht.

Cologna war immer in den vordersten Positionen zur Stelle. Auch Furger liess nie abreissen. 24 Läufer hielten nach km 30 noch den Kontakt. Eine nächste Zäsur schien bei km 35 zu erfolgen. Sundby, Harvey und Ustjugow drückten erneut aufs Tempo, zogen aber nicht konsequent durch. Nach km 45 waren immer noch 20 Läufer im Pulk. Im zweitletzten Anstieg griff Sundby als Erster an.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kudi, Weggis am 05.03.2017 15:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super Ergebnis

    Bleiben wir auf dem Boden. Ein Schweizer unter den ersten Zehn der Welt, ist ein tolles Ergebnis. Dario hat gezeigt, dass er immer noch zur Weltspitze gehört. Wenn die Gesundheit während der Saison nicht mitspielt, muss das Resultat als Spitzenplatz bezeichnet werden.

  • Claudiolive am 05.03.2017 15:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tolles Rennen

    Schade aber es war ein tolles Rennen Dario

  • jch am 05.03.2017 15:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schmale Spitze!

    Tolles Rennen von Dario! Schade hat es nicht gereicht, leider ist die Spitze in der Schweiz zu schmal!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mike Hofmann am 06.03.2017 14:19 Report Diesen Beitrag melden

    Swiss Olympic

    Ich habe gemeint er habe so gute Leistungsdaten wie noch nie?! Waste of Time @ Magglingen....weiter pennen!

    • Peti am 06.03.2017 15:29 Report Diesen Beitrag melden

      Rangliste ist relativ

      Es gibt einen Unterschied zwischen relativer und absoluter Steigerungsform. Erster, Zweiter, Dritter ist relativ und sagt nichts über die absolute Leistung aus.

    • Mike Hofmann am 06.03.2017 15:58 Report Diesen Beitrag melden

      Swiss Olympic

      Sieht man ja die ganze Saison, korrekt...

    einklappen einklappen
  • Vera am 05.03.2017 20:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    Finde, dass sowohl Dario wie Furger ein tolles Rennen abgeliefert haben. Beiden ein Kompliment für ihre Leistungen. Von den Beiden wird noch einiges kommen.

  • Regine K. am 05.03.2017 20:38 Report Diesen Beitrag melden

    Abbild der Saison

    Cologna hat sein Soll gebracht, Furger endlich wieder einen zu seltenen Ausreisser nach vorne. Livers war in seinem Bereich. Was aber ist mit Perl los? Er bewegt sich ausser einigen wenigen seltenen Ausnahmen meist weit hinten. Warum wird er immer noch mitgenommen? Junge Nachwuchsläufer könnten ähnliche Resultate bringen und würden so Erfahrungen sammeln. Das gilt auch für die StAffel.

  • m, 21j am 05.03.2017 16:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    norwegen :O

    erstmals seit 47 jahren keine medaille für norwegen. WOW! norwegen sind eifach von einem anderen stern wenn es ums skilaufen geht.

  • Langlauf Fan am 05.03.2017 15:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Medaille

    Hätte die Schweiz mit Furger als Schlussläufer in der Staffel die WM in Lahti auch ohne Medaille verlassen??