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WM-Teamevent
12. Februar 2013 18:53; Akt: 12.02.2013 20:17 Print
Ösis holen Gold - Schweiz früh gescheitert
Die Youngsters hätten es für die Schweiz im Team-Wettkampf richten sollen. Doch bereits im Achtelfinal ist für das Helvetia-Quartett Schluss. Die Goldmedaille geht wie erwartet an Österreich.
Die mit drei Nachwuchsfahrern angetretene Schweizer Equipe ist im Team-Wettkampf bereits in der ersten Runde gegen Kanada ausgeschieden. Im Final gegen Schweden holte sich der Gastgeber Österreich das erlösende erste WM-Gold in Schladming.
Bildstrecken Ski-WM 2013 in Schladming Video
Rahel Kopp vor WM-Premiere
Das im K.o-System durchgeführte Parallelrennen - jeweils zwei Fahrerinnen und Fahrer standen pro Nation und Runde im Einsatz - begann aus Schweizer Sicht ideal. Slalom-Spezialistin Wendy Holdener gewann das Duell gegen Marie-Michèle Gagnon problemlos und brachte die Schweiz 1:0 in Führung. Danach allerdings begann mit der Niederlage von Markus Vogel gegen Michael Janyk das Schweizer Elend. Dem Nidwaldner, der vor Jahresfrist beim Weltcup-Finale auf der Planai im Team-Event Entscheidendes zur Final-Qualifikation beigetragen hatte, missglückte der Einsatz komplett. Vogel schied aus und ärgerte sich: «Es ist so ein Super-Anlass und ich konnte nicht mehr zum Erfolg beitragen. Schade, so in der ersten Runde auszuscheiden.»
Grosse Chance verpasst
Die abschliessenden Niederlagen der zwei WM-Debütanten Gino Caviezel (um 0,15 Sekunden gegen Philip Brown) und Rahel Kopp (um 0,23 gegen Erin Mielzynski) besiegelten das enttäuschende Verdikt aus Schweizer Sicht. Der 20-jährige Bündner und die 18-jährige St. Galler Oberländerin erhielten aufgrund von Vergleichsfahrten am Nachmittag den Vorzug gegenüber den ebenfalls nominierten Reto Schmidiger und Michelle Gisin.
Das frühe Scheitern der Swiss-Ski-Equipe wurde dadurch umso ärgerlicher, als dass in den Viertelfinals nur Aussenseiter Tschechien und nicht die als Nummer 2 gesetzten Italiener als Gegner gewartet hätten. Dies nutzten auch die Kanadier zum Vorstoss in die Halbfinals, wo sie an den Schweden scheiterten. Im kleinen Final gegen Deutschland schliesslich verpassten die Nordamerikaner die Bronzemedaille in einem «Hundertstel-Krimi» nur äusserst knapp.
Dritte Medaille für Österreich
Nach nur zwei bronzenen Auszeichnungen in den ersten sechs WM-Rennen war die Stimmung in Österreich schon leicht gedrückt. Am Dienstagabend kam der Team-Wettkampf - mit je zwei WM-Gold- und Silbermedaillen in bisher vier Austragungen eine Paradedisziplin der Österreicher - gerade recht. Mit einem Schlag kehrte die Euphorie nach Schladming zurück. Die über 15'000 Zuschauer waren schier ausser sich und das Zielstadion kam einem rot-weiss-roten Fahnenmeer gleich. ÖSV-Cheftrainer Matthias Berthold versprach nach der Gold-Premiere an der Heim-WM gar: «Jetzt geht es erst so richtig los.»
Angeführt wurden die Österreicher von Marcel Hirscher, der in Schladming erstmals startete. Der 23-jährige Salzburger gewann seine drei Duelle überlegen und liess sich standesgemäss die absolut besten Laufzeiten notieren. «Wir alle haben Top-Leistungen gezeigt», lobte Hirscher seine Mitstreiter Philipp Schörghofer, Michaela Kirchgasser, Nicole Hosp und Carmen Thalmann. «Es ist für die Zuschauer ein genialer Event, der auch uns Fahrern viel Spass macht.»
Das ÖSV-Team setzte sich in höchst souveräner Manier gegen Slowenien (3:1), Deutschland (4:0) und im Final gegen Schweden (4:0) durch. Michaela Kirchgasser brachte es mit ihrer Aussage auf den Punkt: «Uns allen ist damit ein grosser Stein vom Herzen gefallen. Die Stimmung war ein einfach der Wahnsinn.»
Neureuther mit Prellung
Der Deutsche Felix Neureuther erlebte auf dem Weg zur Bronzemedaille einen Schreckensmoment. In der ersten Runde, im Duell gegen den Kroaten Filip Zubcic, kam dieser zu Fall und prallte voll mit den Ski voraus in den nebenan fahrenden Neureuther. Dieser klagte danach über Schmerzen im rechten Unterschenkel, dennoch konnte der Slalom-Sieger von Wengen in den folgenden Runden antreten. Erste Untersuchungen nach dem Wettkampf ergaben eine Prellung. Zu erwähnen noch, dass Neureuthers Teamkollegin Maria Höfl-Riesch im vierten Einsatz an der WM in Schladming schon die dritte Medaille gewann.
Resultate
Schladming (Ö). WM. Team-Wettkampf (Parallel-Riesenslalom). Schlussklassement: 1. Österreich. 2. Schweden. 3. Deutschland. 4. Kanada. 5. Slowenien, Frankreich (Titelverteidiger), USA und Tschechien. 9. Schweiz, Liechtenstein, Norwegen, Kroatien, Slowakei, Finnland und Italien. - 15 Nationen gestartet und klassiert.
Final: Österreich - Schweden 4:0. - Nicole Hosp (20,95) s. Maria Pietilä-Holmner (22,29). Marcel Hirscher (19,08) s. Mattias Hargin (19,52). Michaela Kirchgasser (20,32) s. Frida Hansdotter (20,72). Philipp Schörghofer (ausgeschieden) s. Andre Myhrer (noch früher ausgeschieden).
Um Platz 3: Deutschland - Kanada 2:2, Deutschland dank Zeitvorteil von 0,03 Sekunden im 3. Rang. - Lena Dürr (20,70) s. Brittany Phelan (21,21). Felix Neureuther (19,28) u. Michael Janyk (19,21). Maria Höfl-Riesch (20,73) u. Erin Mielzynski (20,72). Fritz Dopfer (19,18) s. Philip Brown (19,19).
Siebter Achtelfinal: Schweiz u. Kanada 1:3. - Wendy Holdener (20,63) s. Marie-Michele Gagnon (21,03). Markus Vogel (ausgeschieden) u. Michael Janyk (19,73). Rahel Kopp (20,54) u. Erin Mielzynski (20,31). Gino Caviezel (19,87) u. Philip Brown (19,72).
(si)
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Alle 20 Kommentare

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jung
Ich hätte es allgemein gern gesehen wenn man die jungen an die wm geschickt hätte hätte für später mehr gebracht
Wieso nicht wie die Ösis:-)
Finde die Schweizer Selektion ein Witz. Klar hat der Teamwettbewerb keinen Stellenwert, aber gerade in dieser Saison ist jede Medaille, auch die im Teamwettbewerb Balsam für die Skifanseele. Heute wäre die letzte realistische Chance gewesen, eine Medaille einzufahren, deshalb begreiffe ich nicht, wieso man einen Janka beispielsweise nicht eingesetzt hat, da er bestenfalls im Riesen in die Top 15 fährt....
Teamwettbewerb
Was nütz denn eine Bombenstimmung wenn nicht die besten an denn Start geschickt werden. Glaube man hat diese diese Disziplin nicht mal ernst genommen!!