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Feuz, Janka und Gut
25. Oktober 2012 19:58; Akt: 25.10.2012 19:59 Print
Zuversichtliche Ski-Stars vor dem Saisonstart
von Herbie Egli - Beat Feuz und Carlo Janka wollen im WM-Winter um Siege mitfahren. Hinter beiden Athleten steht aber noch ein Fragezeichen, genauso wie bei den Schweizer Damen.
Auf der einen Seite Beat Feuz, der Gesamtweltcup-Zweite des letzten Winters, auf der anderen Carlo Janka, der Riesenslalom-Olympiasieger von 2010: Beide haben schon mehrfach gezeigt, dass sie grosse Siege einfahren können. Dies soll auch im WM-Winter der Fall sein. In Sölden darf man von den beiden Schweizer Cracks zum Saisonauftakt am Wochenende aber noch nicht allzu viel erwarten.
Bildstrecken Die Karriere des Beat FeuzWindkanal-Tests Swiss-Ski-FahrerFeuz ist zwar trotz seiner Kniebeschwerden, die von einer Operation im Frühling her stammen, nach Österreich gereist. Ob er am Sonntag beim Riesenslalom auf dem Rettenbach-Gletscher startet, lässt der 25-jährige Berner offen. «Ich werde erst kurzfristig über einen Start entscheiden. Wenn ich mit Schmerzen fahren müsste, würde ich verzichten.» Der Kugelblitz setzt sich jedenfalls nicht unter Druck. «Wenn es nicht geht, dann geht es halt nicht. Ich bin noch nicht 35-jährig und muss um meine letzte Saison kämpfen.»
«Man darf nicht immer eine solche Saison erwarten»
Die Schweizer Ski-Fangemeinde ist jedenfalls schon froh, wenn Feuz nur annähernd an den erfolgreichen letzten Winter anknüpfen kann. Er selbst warnt vor zu viel Euphorie. «Man darf nicht jedes Jahr eine solche Saison erwarten wie es die letzte war. Mein Ziel ist es, mich in den Speed-Disziplinen an der Spitze behaupten zu können.» Kann Feuz dieses Ziel in die Tat umsetzen, gehört er wieder zum engeren Kreis der Gesamtweltcup-Anwärter. Von einer kleinen oder sogar der grossen Kristallkugel will der 25-Jährige aber noch nichts wissen. «Eine Kugel ist nie mein Ziel. Das ergibt sich von selbst. Entweder ist man Mitte Saison noch dabei und probiert es, oder man sieht, dass es keinen Wert mehr hat.»
Anders als Feuz hat Carlo Janka keine gesundheitlichen Probleme. Sein Rücken bereitet ihm seit langem keine Schmerzen mehr. «Körperlich hat es in der Vorbereitung gepasst», so der Obersaxner Riesenslalom-Olympiasieger von Vancouver. Janka zerbricht sich dafür über etwas anderes den Kopf. «Mit dem Material sind wir noch nicht so weit, wie wir das möchten. Daher kommt Sölden vielleicht noch zu früh», dämpft Janka die Erwartungen. Als einziger Schweizer konnte Didier Défago im Sommer und Herbst ohne grosse Probleme trainieren.
Fragezeichen Damenteam
Die Schweizer Ski-Girls starten in einen ungewissen WM-Winter. Auf dem Papier ist die Truppe des neuen Damen-Cheftrainers Hans Flatscher stark, doch ausser Lara Gut konnte keine Fahrerin die letzten zwei Saisons ohne Verletzungen bestreiten. Die Tessinerin lieferte im letzten Winter durchzogene Resultate, was sie dazu veranlasste, in der neuen Saison auf Slaloms zu verzichten. Finden die ehemals verletzungsgeplagten Frauen zur alten Form zurück, darf in den Speed-Disziplinen mit guten Resultaten gerechnet werden.
Ist das neue Material auch sicherer?
Ab der neuen Saison wird im Weltcup mit neuen Skis gefahren. Weil sich schwere Verletzungen in der Vergangenheit häuften, hat der internationale Skiverband FIS über längere Zeit neue Modelle getestet. Die Skis sind nun länger und weniger tailliert. Damit soll das Verletzungsrisiko gemindert werden. Die Änderungen wirken sich vor allem im Riesenslalom aus. Der Kurvenradius ist länger und damit grösser. So können die Athleten die Krafteinteilung in den Kurven besser verteilen, was der Knie- und Rückenbelastung zugute kommt. Ob die neuen Skis tatsächlich weniger Verletzungen fördern, wird sich zeigen.
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Alle 6 Kommentare

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Ja genau
Ich höre die 100 ausreden schon wieder von den Frauen. "Ich war einfach nicht in Form", "Es sollte heute nicht sein", "Irgendwie lief es mir gar nicht"
Blödsinn neue Ski
Bezüglich dem neuen Material: Die neuen RS Skier sind keinesfalls Verletzungssicherer als die alten. Mein Bruder hat sich vor kurzem das Kreuzband gerissen, was auf die neuen, längeren Skier zurückzuführen ist. Dies, da sie bei einem Sturz viel grössere Schäden anrichten, als die alten "so gefährlich taillierten" Skier. Ich erwarte daher, dass die Verletzungen genau gleich bleiben werden!!
Hmmm...
Kann ein Kreislauf auch geradeaus .....