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06. Dezember 2012 10:24; Akt: 06.12.2012 10:56 Print

Cuche kehrt als Coach zurück

Didier Cuche bleibt dem Ski-Zirkus erhalten. Dies nicht als Rennfahrer, sondern als Berater und Experte von Swiss-Ski. Er soll die jüngeren Fahrer mit seinem Wissen weiterbringen.

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Am 29. Dezember 1993 startete Didier Cuche in Bormio zu seinem ersten Rennen. Er wurde Zweitletzter. In Kitzbühel feiert der Neuenburger auf der legendären Streiff seinen ersten grossen Erfolg. Bis zu seinem nächsten Weltcupsieg sollten allerdings vier Jahre vergehen. 1998 gewann der Neuenburger an den Olympischen Winterspielen von Nagano im Super-G die Silbermedaille. 2002 gewann Didier Cuche seinen ersten Riesenslalom - ausgerechnet in Adelboden am «Chuenisbärgli». Dort zeigte er auch zum ersten Mal seinen Trick mit dem sich überschlagenden Ski. 2005 zog sich Cuche in Adelboden einen Kreuzbandriss zu. Nach einer Saison, in der er sich wieder an die Weltspitze herantastete, gewann Cuche 2007 an den Weltmeisterschaften in Are Bronze im Riesenslalom. Im selben Jahr holte er die kleine Kristallkugel in der Abfahrt. Auch 2008 gewann Cuche die kleine Kugel in der Abfahrt. An den Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère gewann der mittlerweile 34-Jährige die Goldmedaille im Super-G und die Silbermedaille in der Abfahrt. 2009 gewinnt Didier Cuche die Wahl zum Sportler des Jahres vor Roger Federer. 2010 gewinnt Cuche auf der Streif in Kitzbühel sowohl den Super-G als auch die Abfahrt. Bei Olympia 2010 wollte der beste Abfahrer der letzten Jahre gross auftrumpfen. Doch die Spiele in Kanada endeten für ihn in einer einzigen grossen Enttäuschung. An den Weltmeisterschaften 2011 in Garmisch-Partenkirchen holt Cuche Silber in der Abfahrt - damit ist er der einzige Skirennläufer, der in drei verschiedenen Jahrzehnten einen Medaillengewinn an einem Grossanlass feiern durfte. Grosse Emotionen eines grossen Sportlers: Didier Cuche gewinnt im Weltcup-Finale 2011 in der Lenzerheide zum vierten Mal (nach 2007, 2008 und 2010) den Abfahrtsweltcup. Stolz präsentiert der Neuenburger die kleine Kugel. Nur einen Tag später holt sich Cuche auch die Kugel im Super-G. Das Rennen am Weltcupfinale in Lenzerheide musste wegen des schlechten Wetters abgesagt werden - Cuche ist erstmals der beste Super-G-Fahrer der Saison. Im November 2011 gewinnt der 37-jährige Neuenburger die Abfahrt in Lake Louise. Es ist sein 18. Weltcupsieg. Am 11. Dezember 2011 gewinnt Cuche zum zweiten Mal die Wahl zum Schweizer Sportler des Jahres. Didier Cuche wird am 14. Januar 2012 sogar noch zum Schweizer des Jahres gewählt. Am 19. Januar 2012 gibt der 37-jährige Neuenburger in Kitzbühel bekannt, dass er seine Karriere Ende Saison 2011/12 beendet. Drei Tage nach seiner Rücktrittsankündigung gewinnt Cuche auf der legendären Streif zum fünften Mal die Abfahrt. Er ist damit alleiniger Rekordhalter. Auch in Garmisch stand der Neuenburger wieder zuoberst auf dem Podest. Der Triumph in der Sprintabfahrt war bereits der 20. Weltcup-Sieg seiner Karriere. In Crans-Montana, bei Cuches letztem Heimrennen, konnte der Neuenburger noch einmal Jubeln: Sieg im Super-G. Beim Saisonfinale in Schladming bedankt sich Cuche nach seinem letzten rennmässigen Einsatz im Super-G bei den Fans. Die grpsse Abschiedsshow gibt er im Riesenslalom. In der Saison 2012/13 nimmt Didier Cuche bei Swiss Ski eine beratende Funktion ein.

Die Karriere von Didier Cuche.

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Didier Cuche, der sich im vergangenen Frühjahr aus dem aktiven Rennsport verabschiedet hat, bleibt Swiss-Ski in einer neuen Funktion erhalten. Der 38-jährige wird sich bei ausgewählten Rennen als Berater und Experte auf und neben der Piste engagieren und so sein enormes Knowhow an die Athleten von Swiss Ski weitergeben. Ein spezieller Fokus gilt den jüngeren Fahrern. Cuche wird dabei auf verschiedenen Leistungsstufen zum Einsatz kommen.

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Cuche freut sich auf die «Rückkehr» in den Weltcup. «Ich freue mich, dass ich auf diesem Weg meine grosse Erfahrung und mein Knowhow den Athleten im Europa- und Weltcup weitergeben kann. Schon während meiner Aktivzeit habe ich immer wieder gerne meine Erfahrungen weitergegeben. Dabei habe ich gespürt, dass meine Tipps gern angenommen wurden und mir eine solche Beratertätigkeit nach meiner aktiven Karriere Spass machen könnte.»

Cuche hat auch Feuz geholfen

Es ist geplant, dass der Speedspezialist bei den Europacuprennen von Wengen, den Weltcuprennen in Val Gardena und Kitzbühel sowie dem Weltcupfinale auf der Lenzerheide dem Team beratend zur Seite steht. Ein erstes Mal war Cuche bereits im Rahmen der Saisonvorbereitung in seiner neuen Funktion für Swiss Ski im Einsatz.

Auch Beat Feuz konnte während der Saisonvorberitung vom Wissen seines ehemaligen Teamkollegen profitieren. Cuche begleitete den 24-Jährigen im Sommer zu Materialtests nach Südamerika, wo er ihm mit Rat und Tat zur Seite stand. Feuz war nach seiner Knie-Operation wegen eines Knochenabrisses noch handicapiert. Der zurückgetretene Neuenburger hat seine grössten Erfolge auf Head gefeiert - nun sollte eigentlich Feuz folgen. Damals konnte noch keiner wissen, dass der Emmentaler aufgrund einer Entzündung im Knie kein einziges Rennen bestreiten wird.

(als)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • DC71 am 06.12.2012 17:38 Report Diesen Beitrag melden

    Danke Didier!!!

    Super, endlich eine richtig gute Entscheidung von Suisse-Ski. Er hat ja soviel Erfahrung. Aber eigentlich wollen wir die Cuche-Maschine nochmal Rennen fahren sehen. Ohne Cuche ist der Weltcup langweilig

  • Elba am 06.12.2012 16:42 Report Diesen Beitrag melden

    Praxis statt Theorie!

    Zumindest weiss Didier was Sache ist! Ob das auch auf so manchen Theoretiker im Wasserkopf Swiss-Ski zutrifft, ist zuweilen eher fraglich. Aber daran krankt nicht nur der Skisport. Leider!

  • Thomas Freiberger am 06.12.2012 15:40 Report Diesen Beitrag melden

    Comeback

    Noch mehr helfen könnte Cuche, wenn er die Skis wieder anziehen würde. Bester Schweizer wäre er auch ohne Sommertraining.

  • Katja am 06.12.2012 14:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Er bleibt uns erhalten

    Wenn er schon als Rennfahrer nicht mehr im Bilde steht, so sieht man ihn wenugstens als Trainer. :-)

  • Sandro am 06.12.2012 12:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Endlich!

    Auf diesen artikel warten alle ski-fans! Danke didi! Bring unsere jungs wieder auf die siegesstrasse! Aber wo bleibt marco büchel? :-)

    • J.K. am 06.12.2012 13:29 Report Diesen Beitrag melden

      Marco Büchel

      Büxi arbeitet schon längere Zeit für das ZDF als Begleitender Kommentator. So wie Russi beim SFR!

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