Lobende Worte vom Doc

22. November 2012 17:42; Akt: 22.11.2012 17:42 Print

«Zielstrebiger als Feuz kann man nicht sein»

von Herbie Egli - Matthias Zumstein behandelt Beat Feuz am Inselspital Bern. Der jetzige Arzt und frühere Handballer kennt gesundheitliche Rückschläge aus eigener Erfahrung.

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20 Minuten Online: Matthias Zumstein. Sie sind seit kurzem der behandelnde Arzt von Beat Feuz. Wie haben Sie den Skifahrer angetroffen, als Sie ihn zum ersten Mal untersuchten?
Matthias Zumstein:
Er war logischerweise verunsichert und enttäuscht. Aber demgegenüber erstaunlich fokussiert und sachlich, um mit uns zusammen alles daran zu setzen, die Probleme zu lösen.

Sie waren in den 90er-Jahren selbst ein erfolgreicher Spitzensportler als Kreisläufer im Handball und erlitten einmal einen Kreuzbandriss. Wie gingen Sie damals mit der Situation um?
Ich wusste damals, was mich mit einem Kreuzbandriss erwartet und hatte das Glück, keine Komplikationen zu haben. Die Verletzung, die Operation, die Reha und der mögliche Weg zur Qualifikation für die Olympischen Spiele war damals einigermassen klar definiert.

Haben Sie mit Feuz über ihre damaligen Erfahrungen gesprochen?
Nein, nein! Wir sprechen hier über einen internationalen Top-Athleten. Der weiss, was es braucht, um zu gewinnen. Ich bin nur einer der behandelnden Ärzte von Herrn Feuz und bis anhin gingen die Gespräche meistens um präzise Informationen, Auf- und Erklärungen. Er hat sich bereits vorher über mich informiert und wusste über meine Sportvergangenheit. Ich denke, er hat ziemlich schnell gemerkt, dass ich die Sichtweise des Spitzensportlers verstehe.

Nach dem Kreuzbandriss konnten Sie weiter Handball spielen, ein Karriere-Ende stand nicht zur Diskussion. Das sieht beim letztjährigen Gesamtweltcup-Zweiten jetzt etwas anders aus.
Nein, ein Karriere-Ende steht ja heute auch nicht zur Diskussion. Klar war ein isolierter Kreuzbandriss, ohne Begleitverletzungen, eine definierte Sache und die meisten (Spitzen-)Sportler sind nach sechs Monaten wieder im fortgeschrittenen Training. Eine solch komplexe Situation, wie bei Herrn Feuz, die durch einen Orthopädischen Chirurgen alleine nicht kontrollierbar ist, muss im Team interdisziplinär beurteilt und behandelt werden und deren Prognose ist aktuell schwer voraussehbar.

Was geben Sie Feuz für die nahe Zukunft mit auf den Weg?
Anstelle von Ratschlägen ist es meine ärztliche Aufgabe, den im Inselspital verfügbaren maximalem «Manpower» aus den beteiligten Disziplinen mitzukoordinieren und alles dran zu setzen, dass sein Knie entzündungs- und blutungsfrei bleibt. Nur so kommen wir gemeinsam zur nächsten guten Zwischenzeit. Professioneller, kooperativer und zielstrebiger als Herr Feuz kann man sich nicht verhalten.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • High5 am 23.11.2012 07:01 Report Diesen Beitrag melden

    Xundheit

    Herr Dr. Zumstein, dann sagen Sie doch bitte dem Dani Albrecht er soll jetzt mal einen Schlussstrich ziehen - bevor er für den Rest seines Lebens gar nicht mehr laufen kann. Offenbar ist bei Swiss Schi und in seiner Familie keiner in der Lage. Was da abläuft ist nur noch blöd. Xundheit!

  • Monika Janka Affeier am 22.11.2012 17:54 Report Diesen Beitrag melden

    Wir haben nicht nur diesen Sportler

    Genesen lassen, und Schluss

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