Scharf bewacht

08. Februar 2012 15:54; Akt: 08.02.2012 16:07 Print

5000 Polizisten bei Olympiatest in Sotschi5000 Polizisten bei Olympiatest in Sotschi

Didier Cuche und Co. machen in Sotschi Halt. Im russischen Olympiaort von 2014 finden unter grossen Sicherheitsvorkehrungen zum ersten Mal Weltcuprennen statt.

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Es ist Neuland, das die Skicracks betreten: In Sotschi angekommen, geht es mit Autos und Bussen nach Krasnaja Poljana, das rund 50 Kilometer von der Schwarzmeerküste entfernt liegt. Im 4000-Seelen-Ort im Gebirge logiert der ganze Weltcup-Tross. Auf der Fahrt dorthin kommt man an Grossbaustellen und leeren Hotelrohbauten vorbei. Der Schweizer FIS-Präsident Gian-Franco Kaspar spricht bei «heute.at» von der «allergrössten Baustelle der Welt».

Vom Bergdorf auf 600 Meter über Meer geht es hoch ins Rosa Khutor Resort. Dort entsteht momentan das Athletendorf. Bereits gebaut sind die Pisten für die Olympischen Winterspiele 2014. Architekt war der Schweizer Bernhard Russi. Am Mittwoch wurde nun zum ersten Mal trainiert. Didier Cuche, der in zwei Jahren nicht mehr um Olympiamedaillen mitfährt, stellte die Bestzeit auf. Im oberen Teil drehte ihm der Kurs noch zu stark und die Sprünge gingen mit 70 bis 80 Meter etwas weit. Sonst ist die Strecke für den 37-jährigen Neuenburger aber «absolut olympiatauglich».

Vier Kontrollen während einer Gondelfahrt

Ob auch die Sicherheit – nicht jene der Strecke, sondern diejenige der Athleten - olympiatauglich ist, wird sich zeigen. Weil das Skiresort in der Nähe zur Konfliktregion im Nordkaukasus liegt, boten die Organisatoren für die Olympia-Hauptprobe 5000 Security-Leute auf. Diese nahmen ihren Job sehr ernst. «Ich bin mit der Gondel raufgefahren und viermal kontrolliert worden», sagt Wolfgang Mitter in der «Tiroler Tageszeitung». Der Österreicher arbeitet für den russischen Skiverband und koordiniert die Olympia-Vorbereitung.

Mitter fühlt sich durch diese Massnahmen sehr sicher. Er stellt sich aber wie viele Leute im Dorf auch die Frage, ob die Securitys nicht zu streng vorgehen. «Am Samstag bin ich ohne Akkreditierung aus dem Hotel gegangen. Ich kam hundert Meter weit.» Ohne sichtbar getragenen Ausweis geht im Olympiaort von 2014 schon jetzt nichts.

(heg)

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