8. Platz

09. Dezember 2012 17:31; Akt: 09.12.2012 17:36 Print

Ammann mit Steigerung in Sotschi

Simon Ammann schliesst das Wochenende in Sotschi versöhnlich ab. Der Toggenburger springt im zweiten Wettkampf auf Rang 8. Jetzt kommt der Skisprung-Tross in die Schweiz.

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Simon Ammann in Sotschi.

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Simon Ammann tastete sich am Weltcup-Wochenende am nächsten Olympia-Austragungsort Sotschi (Russ) an die kleine Schanze heran. Trotz steter Steigerung blieb ihm aber mit einem 8. und einem 17. Platz ein Glanzergebnis verwehrt.

«Wir sind in der Abstimmung einen Schritt weiter», sagte der Schweizer Skisprungtrainer Martin Künzle und zog ein positives Fazit nach den beiden Springen in Russland. Zwei solide Sprünge Ammans auf jeweils 100,5 Meter am Sonntag und der daraus resultierende achte Platz verhinderten eine misslungene Olympia-Hauptprobe. Der Toggenburger steigerte sich von Tag zu Tag und hätte bei den engen Abständen vom Sonntag mit einer nur leicht besseren Leistung einen Podestplatz erreichen können. Nach dem ersten Durchgang lag er nur 1,8 Punkte hinter dem zweiten Platz zurück, schlussendlich fehlten 5,5 Punkte auf den Dritten.

Flugphase noch nicht optimal

Ammann erreichte in der Flugphase immer noch nicht das Optimum steigerte sich aber klar gegenüber dem Wettkampf vom Samstag. Nach 99,5 Metern im ersten Sprung missriet ihm dort der zweite Satz. Eine Weite von nur 97 Metern warf ihn vom 12. zurück auf den enttäuschenden 17. Schlussrang. Gregor Deschwanden konnte mit seinem Auftritt in Sotschi auch nicht zufrieden sein. Sowohl am Samstag (41.) wie auch am Sonntag (46.) verpasste er die Qualifikation für den zweiten Durchgang. Am Samstag hatte er mit einem guten Sprung (94 Meter) bei schlechten Bedingungen Pech, doch mit dem Sprung am Sonntag (93 Meter) war Trainer Künzle nicht zufrieden.

Gewonnen wurden die Springen, die beide wegen Schneemangels von der kleinen Schanze gesprungen werden mussten, von zwei Österreichern. Am Samstag fuhr Gregor Schlierenzauer unangefochten seinen 42. Weltcupsieg ein und am Sonntag siegte ähnlich überlegen Andreas Kofler. Auch wenn es ihnen nicht ganz zuoberst auf das Podest reichte, durften sich auch die Deutschen als Sieger des Wochenendes sehen - das Team des ehemaligen Schweizer Trainers Werner Schuster ist im Skisprungzirkus wieder eine Macht.

Nächster Halt: Engelberg

Beleg dafür sind insgesamt drei Podestplätze und bemerkenswerte fünf Springer in den Top 10 des zweiten Springens (am Samstag waren es deren drei). Im ersten Springen wurde Weltcupleader Severin Freund Zweiter und im zweiten komplettierten Richard Freitag und Andreas Wellinger hinter Kofler das Podest. Den Erfolg von Wellinger muss man besonders hervorheben, springt der 17-Jährige doch erst seine erste Weltcupsaison. «Es lief mir bereits im Sommer gut mit drei Podestplätzen im Continental-Cup, doch ich hätte nie erwartet, dass es auch im Weltcup so gut laufen würde», sagte Wellinger.

Der Skisprungtross verschiebt sich nun von Russland in die Schweiz. Für Simon Amman und Co. stehen kommendes Wochenende (15./16.12.) zwei Springen in Engelberg auf dem Programm.

(si)

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