Vierschanzentournee

30. Dezember 2017 19:25; Akt: 30.12.2017 19:34 Print

Ammann zum Auftakt im Wetterpech

Kamil Stoch gewinnt das erste Springen der Vierschanzentournee in Oberstdorf. Simon Ammann belegt am Ende Rang nur 18.

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20 Jahre, nachdem er in seinem ersten Weltcup-Springen in Oberstdorf mit einem 15. Platz positiv überrascht hatte, verpasste Simon Ammann zum Auftakt der Vierschanzentournee den angestrebten Top-Ten-Platz deutlich. Sprünge auf 120 und 114,5 m brachten dem vierfachen Olympiasieger nur Rang 18 ein.

Nach dem ersten Durchgang hatte Ammann als 13. noch auf einen Sprung nach vorne hoffen dürfen, er hatte aber auch wenig Glück mit dem Wind. Bei strömendem Regen und störendem Rückenwind erwischte der Toggenburger im zweiten Durchgang die zweitschlechtesten Verhältnisse aller Springer. Im Vergleich zu Sieger Kamil Stoch erhielt er zwar 19 Punkte gutgeschrieben, diese konnten das Handicap jedoch nicht wettmachen.

Deschwanden punktet

Eher zufrieden sein mit seinem Resultat dürfte Gregor Deschwanden. Der zweite Schweizer im Finaldurchgang landete mit 115 und 119,5 m im 22. Rang und realisierte damit sein zweitbestes Saisonergebnis. Nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren konnte sich der Waadtländer Killian Peier.

Den Sieg holte sich der Titelverteidiger und Doppel-Olympiasieger Kamil Stoch aus Polen, der sich mit der Tagesbestweite von 137 m im zweiten Durchgang von Platz 4 nach vorne schob. Er distanzierte den deutschen Weltcup-Dominatoren und Tournee-Topfavoriten Richard Freitag um 4,2 Punkte. Der Halbzeit-Führende Stefan Kraft fiel auf den 4. Platz zurück.

Prevc nicht im zweiten Durchgang

Einige der Mitfavoriten wie Johann-André Forfang (7.) oder Andreas Wellinger (10.) wurden mit bereits 24 und mehr Punkten Rückstand auf Stoch in der Gesamtwertung bereits vorentscheidend zurückgebunden. Völlig ausser Rang und Traktanden fielen Daniel-André Tande (20.) und Peter Prevc, der Sieger von 2016, der sich nicht einmal für den zweiten Durchgang qualifizierte.

Oberstdorf (GER). Skispringen. Weltcup. Vierschanzentournee (1. Station). Grossschanze: 1. Kamil Stoch (POL) 279,7 (126 m/137 m). 2. Richard Freitag (GER) 275,5 (128,5/127). 3. Dawid Kubacki (POL) 270,1 (126,5/129). 4. Stefan Kraft (AUT) 262,8 (132/119). 5. Stefan Hula (POL) 259,2 (123/120,5). 6. Junshiro Kobayashi (JPN) 257,1 (126,5/123). 7. Johann-André Forfang (NOR) 255,3 (114,5/126,5) und Anders Fannemel (NOR) 255,3 (129/124,5). 9. Markus Eisenbichler (GER) 255,1 (128,5/117,5). 10. Andreas Wellinger (GER) 254,0 (115/123). Ferner: 18. Simon Ammann (SUI) 240,4 (120/114,5). 22. Gregor Deschwanden (SUI) 235,4 (115/119,5.) Nicht im Finaldurchgang: 41. Peter Prevc (SLO) 87,6 (100,5). 43. Killian Peier (SUI) 81,3 (97).

Tournee-Wertung (1/4): 1. Stoch 279,7. 2. Freitag 4,2 Punkte zurück. 3. Kubacki 9,6. 4. Kraft 16,9. 5. Hula 20,5. 6. Kobayashi 22,6. Ferner: 18. Ammann 39,3. 22. Deschwanden 44,3. 43. Peier 198,4.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ENU am 30.12.2017 19:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ende

    Niemand glaubt mir dass, so traurig es ist, Ammann nie mehr nur in die Nähe der Weltspitze kommen wird. Warum hört er nicht endlich auf oder wird zum aufhören gebracht von den Verantwortlichen bevor er zur traurigen Figur wird.

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  • Waggis am 30.12.2017 21:05 Report Diesen Beitrag melden

    Ja die Polen

    zeigen den Schweizern wie es geht.

  • pflegefachfrau am 30.12.2017 22:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bedingungen

    heute wurde mir wiedermal klar warum ich fast nie auf srf skispringen schaue: nach jedem sprung von ammann wird sofort die schuld auf die schlechtestens bedingungen von allen geschoben! gab heute noch genügend andere, welche auch nicht super bedingungen hatten!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Agentor am 31.12.2017 10:48 Report Diesen Beitrag melden

    Die Simi-Wetter-Wahrheit kommt bald.

    Effektiv nach dem letzten Schanzensprung. Wie damals bei Bernhard Russi nach seinem letzten Abfahrtslauf. Beides grossartige Olympiasieger - beide der Skistolz der Nation - beide im Blickwinkel der Sponsoren und Werbeagenturen. Mal schauen wie ideal oder eher windig das Lifetime-Vertrags-Wetter für Schiflieger Ammann wird ...

  • Chrümel am 31.12.2017 10:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wetter

    Ja lieber Simon .... das leidige Wetter. Pech gehabt, aber gehört einfach dazu . das Wetter

  • Markus am 31.12.2017 09:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer noch der beste

    Go Simi go. An alle die immer was zu meckern haben an unseren Schweizer Oldi Sportler. 1. Ammann ist immer noch der beste Skispringer der Schweiz 2. Er erreicht immer noch top 10 plätze 3. Er ist noch lange nicht der älteste in diesem Sport und kann noch 10 jahre weiter machen 4. Er liebt es immer noch zu springen warum soll er aufgeben was er gerne macht 5. Er bleibt der grösste Springer in der Schweizer Geschichte.....

  • Meier max am 31.12.2017 08:05 Report Diesen Beitrag melden

    Peinlich

    Aumann ist hochnäsig und merkt immer noch nicht dass er schon vor Jahren hätte aufhören sollen, bei den Oesterreichern und Deutschen wäre er nicht einmal im B Kader.

  • Brenner kurt am 31.12.2017 06:55 Report Diesen Beitrag melden

    Blamage

    Der ist seit Jahren weg vom Fenster, bei den Orsterreichern wäre Amann schon lange nicht mehr im Aufgebot, er soll zur Bank und Dachen machen die er nicht versteht.

    • p. meier am 31.12.2017 08:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Brenner kurt

      Gehören sie zu den 20ig Besten der Welt in ihrem Job? Nicht? Dann sollten sie wohl ihren Job kündigen...

    • r.merz am 31.12.2017 09:58 Report Diesen Beitrag melden

      Schmarren

      Also, ein bisschen über eine Schanze rutschen hat doch nichts mit einem Job zu tun! Absolut peinlich dass der Schmarren im TV noch gezeigt wird.

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