SRF-Kameramann

12. Februar 2017 09:12; Akt: 12.02.2017 11:01 Print

Der einsamste Mensch an der Ski-WM

von Sebastian Rieder, St. Moritz - Röbi Furrer filmt die WM-Piste in St. Moritz auf der anderen Bergseite auf über 2700 Meter über Meer – den Gipfel erreicht er nur per Helikopter.

Prächtiges Panorama: SRF-Kameramann Röbi Furrer zielt aus der Ferne auf die WM-Piste. (Video: Sebastian Rieder)
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Er wollte es so. Freiwillig. Abgeschieden vom Lärm und dem Trubel der WM steht Röbi Furrer jeden Tag bis zu sechs Stunden im Schnee – bei eisiger Kälte und manchmal auch bei bissigem Wind. Die Finger vor dem Frost zu schützen, sei die grösste Herausforderung, sagt der SRF-Kamermann. «Weil der Hang hier so exponiert ist, windet es hier teilweise ziemlich stark.»

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Auf über 2700 Meter über Meer ist die Kamera positioniert – auf der Gegenseite von der WM-Piste. Eine grosse Herausforderung für Furrer, der mit seiner Optik die WM-Strecke aus grosser Distanz einfängt und mit seinem Panorama die TV-Zuschauer mit spektakulären Bildern versorgt. «Dieser Job ist eine Ehre für mich», sagt Furrer stolz.

Im Notfall eine Nacht im Container

Er sei sehr froh gewesen, als ihn SRF-Regisseur Beni Giger für diese spezielle Aufgabe angefragt habe. Die Einsamkeit stört ihn dabei keineswegs. Im Gegenteil. Er geniesst die Abgeschiedenheit, richtig ruhig ist es dabei aber fast nie. «Während der Arbeit bin ich ständig mit der Regie verbunden und ziemlich absorbiert», sagt Furrer, «aber vorher und nachher kann man die Gedanken schweifen lassen.»

Zeit für die Musse bleibt genug. Früh morgens fliegt ihn ein Helikopter zum Gipfel und holt ihn am Nachmittag wieder ab; wenn das Wetter stimmt. Sollte dichter Nebel oder Schneefall den Transport verhindern, ist er auf dem Gipfel gefangen, aber Furrer ist dafür bestens ausgerüstet.

Der 62-Jährige kann im Notfall auf einen beheizten Container mit Feldbett, Laptop und TV zurückgreifen. Ein Abenteuer, das für Furrer durchaus seinen Reiz hätte. Die Prognosen für die nächste Tage weisen allerdings auf keine wesentliche Verschlechterung hin. Vielleicht muss er sich den Wunsch einfach selber erfüllen, unabhängig vom Wetter. Ganz freiwillig.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • simon am 12.02.2017 09:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Top

    so ein jop würde ich auch gerne machen wen ich die möglichkeit dazu bekäme :))

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  • Dani am 12.02.2017 09:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super Bilder

    Unglaublich über welche Distanz gefilmt werden kann und die Fahrer in Grossaufnahmen zeigt! Danke dem SRF Team für die tollen Bilder.

  • kein rummel am 12.02.2017 09:51 Report Diesen Beitrag melden

    Wäre was für mich

    bin gerne alleine! Von da sieht es alles bestens mit. Ne Hütte für sich hat er auch, wie gestern im TV gesehen. Viel Spass Röbi Furrer, jetzt der bekannteste Kameramann der CH:-)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Curdin am 12.02.2017 19:21 Report Diesen Beitrag melden

    Bin Sturmfest...

    Für mich, ein traumjob. Bin Berg-und Sturmfest. Habe mich im Himalaja und den Hochanden abgehärtet. Die grauen Haare sind auch schon da, und der Rummel am Abend brauche ich auch nicht mehr!

  • Agi am 12.02.2017 15:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einsam?

    Allein heisst noch lange nicht einsam. Einmal mehr eine völlig falsche Headline.

  • Der Kroate am 12.02.2017 15:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Danke an herr röbi furrer das sie dort oben hinstehen und uns die spektakulären tvbilder liefern. Weiterhin alles gute und viel spass. Daumen hoch für röbi.

  • David am 12.02.2017 13:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bruno

    Warum hat man Bruno nicht für diesen Job angefragt? :D

  • wednesday am 12.02.2017 13:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke!

    Danke für diesen Einsatz damit wir schöne und atemberaubend Bilder sehen. Allen sei zu Danken die ihr bestes geben damit wir spannende Momente vor dem TV erleben. Vom Lastwagenfahrer über Kabelleger, Kameraleute bis zu allen Moderatoren, Vielen Dank!