Unmoralisches Angebot

08. Februar 2012 07:57; Akt: 08.02.2012 10:05 Print

Eine Million für den Rücktritt vom RücktrittEine Million für den Rücktritt vom Rücktritt

Da ist Didier Cuches Rücktritt aber jemandem ein Dorn im Auge: Head-Chef Jonas Eliasch will das Schweizer Abfahrts-Ass anscheinend fürstlich belohnen, wenn er noch eine Saison weiterfährt.

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Am 29. Dezember 1993 startete Didier Cuche in Bormio zu seinem ersten Rennen. Er wurde Zweitletzter. In Kitzbühel feiert der Neuenburger auf der legendären Streiff seinen ersten grossen Erfolg. Bis zu seinem nächsten Weltcupsieg sollten allerdings vier Jahre vergehen. 1998 gewann der Neuenburger an den Olympischen Winterspielen von Nagano im Super-G die Silbermedaille. 2002 gewann Didier Cuche seinen ersten Riesenslalom - ausgerechnet in Adelboden am «Chuenisbärgli». Dort zeigte er auch zum ersten Mal seinen Trick mit dem sich überschlagenden Ski. 2005 zog sich Cuche in Adelboden einen Kreuzbandriss zu. Nach einer Saison, in der er sich wieder an die Weltspitze herantastete, gewann Cuche 2007 an den Weltmeisterschaften in Are Bronze im Riesenslalom. Im selben Jahr holte er die kleine Kristallkugel in der Abfahrt. Auch 2008 gewann Cuche die kleine Kugel in der Abfahrt. An den Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère gewann der mittlerweile 34-Jährige die Goldmedaille im Super-G und die Silbermedaille in der Abfahrt. 2009 gewinnt Didier Cuche die Wahl zum Sportler des Jahres vor Roger Federer. 2010 gewinnt Cuche auf der Streif in Kitzbühel sowohl den Super-G als auch die Abfahrt. Bei Olympia 2010 wollte der beste Abfahrer der letzten Jahre gross auftrumpfen. Doch die Spiele in Kanada endeten für ihn in einer einzigen grossen Enttäuschung. An den Weltmeisterschaften 2011 in Garmisch-Partenkirchen holt Cuche Silber in der Abfahrt - damit ist er der einzige Skirennläufer, der in drei verschiedenen Jahrzehnten einen Medaillengewinn an einem Grossanlass feiern durfte. Grosse Emotionen eines grossen Sportlers: Didier Cuche gewinnt im Weltcup-Finale 2011 in der Lenzerheide zum vierten Mal (nach 2007, 2008 und 2010) den Abfahrtsweltcup. Stolz präsentiert der Neuenburger die kleine Kugel. Nur einen Tag später holt sich Cuche auch die Kugel im Super-G. Das Rennen am Weltcupfinale in Lenzerheide musste wegen des schlechten Wetters abgesagt werden - Cuche ist erstmals der beste Super-G-Fahrer der Saison. Im November 2011 gewinnt der 37-jährige Neuenburger die Abfahrt in Lake Louise. Es ist sein 18. Weltcupsieg. Am 11. Dezember 2011 gewinnt Cuche zum zweiten Mal die Wahl zum Schweizer Sportler des Jahres. Didier Cuche wird am 14. Januar 2012 sogar noch zum Schweizer des Jahres gewählt. Am 19. Januar 2012 gibt der 37-jährige Neuenburger in Kitzbühel bekannt, dass er seine Karriere Ende Saison 2011/12 beendet. Drei Tage nach seiner Rücktrittsankündigung gewinnt Cuche auf der legendären Streif zum fünften Mal die Abfahrt. Er ist damit alleiniger Rekordhalter. Auch in Garmisch stand der Neuenburger wieder zuoberst auf dem Podest. Der Triumph in der Sprintabfahrt war bereits der 20. Weltcup-Sieg seiner Karriere. In Crans-Montana, bei Cuches letztem Heimrennen, konnte der Neuenburger noch einmal Jubeln: Sieg im Super-G. Beim Saisonfinale in Schladming bedankt sich Cuche nach seinem letzten rennmässigen Einsatz im Super-G bei den Fans. Die grpsse Abschiedsshow gibt er im Riesenslalom.

Die Karriere von Didier Cuche.

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Bereits vor seinem fünften Kitzbühel-Triumph kündigte Didier Cuche seinen Rücktritt per Ende Saison an. Ein schwerer Schlag nicht nur für seine Fans: Auch Ausrüster Head bedauert das baldige Karriereende des kahlköpfigen Neuenburgers. Der Schwede Johan Eliasch, CEO und Chairman der Skifirma, will unbedingt, dass «Speedier» noch eine Saison anhängt. Gemäss dem «Blick» ist er auch bereit, dafür tief in die Tasche zu greifen.

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«Ich biete ihm eine Million Euro (1,2 Million Franken), damit er in der nächsten Saison weiterfährt. Ich würde mir so sehr wünschen, dass er zum sechsten Mal Kitzbühel gewinnt», sagt der 49-jährige Lover von US-Schauspielerin Sharon Stone. «Wir brauchen einen solchen Typen wie Didier Cuche.»

Was für ein Angebot für das Schweizer Abfahrts-Ass! Der 20-fache Weltcupsieger braucht sich für seine Zukunft finanziell zwar keine Sorgen zu machen, aber eine Million Euro ist immerhin in etwa das doppelte seines bisherigen Jahressalärs. Wird Cuche also noch einmal schwach? Noch ist ungewiss, wie der Anwärter auf den Abfahrtsweltcup auf die Offerte reagieren wird. Das Schweizer Skiteam befindet sich gerade auf dem Weg nach Sotschi, wo am Wochenende die ersten Weltcuprennen auf der Olympia-Strecke von 2014 stattfinden werden.

(pre)

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  • Sandy am 08.02.2012 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    PR-Gag

    Aber Head hat Didier viele Jahre unterstützt. Also soll's ihnen doch gegönnt sein, dass sie nochmal daran erinnern, dass er Head fährt. Wie auch viele andere Top-Fahrer.

  • Steven P. am 08.02.2012 12:41 Report Diesen Beitrag melden

    Denk an deine Gesundheit...

    Wenn Diedier das Geld annehmen würde, dann zeigt er aller Welt das Sportler käuflich sind. Er würde seine Prinzipien aufgeben und seine Ehre verkaufen. Denk an deine Familie und deine Erfolge, welche du bis jetzt errungen hast.

  • Reto am 08.02.2012 12:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sicher?

    An alle Moralapostel: Würde von euch einer das Angebot ablehnen? Selbst wenn es nur die Hälfte wäre, wohl nicht!