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14. März 2017 15:59; Akt: 14.03.2017 18:14 Print

Hiobsbotschaft für Podladtchikov

Der Zürcher Halfpipe-Olympiasieger und Weltmeister hat einen Kreuzbandriss erlitten. Ist nun Pyeongchang 2018 in Gefahr?

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Saisonende: Iouri Podladtchikov, hier an einer Medienkonferenz von Swiss-Ski in Regensdorf ZH. (3. November 2014)

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Der Sturz im letzten Sprung des dritten WM-Finallaufs hatte für Iouri Podladtchikov schwerwiegende Folgen: Der zweitklassierte Zürcher zog sich einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu.
Diesmal hat ihn sein Gefühl für den eigenen Körper im Stich gelassen. Am Abend nach dem Erringen seiner dritten WM-Medaille hatte der Halfpipe-Olympiasieger mit einer «mittelschlimmen Verletzung und vielleicht ein paar Wochen Pause» gerechnet. Ein Kreuzbandriss würde aus verschiedenen Gründen nicht zur Geschichte passen, sagte Podladtchikov am Samstag.

Bei der Rückkehr aus der Sierra Nevada förderte ein MRI-Untersuch in Zürich die bislang schwerste Verletzung in Podladtchikovs Karriere zutage. In der Schweiz wird beim Kreuzbandriss eines Sportlers von einem Heilungsverlauf von rund neun Monaten ausgegangen. Das würde bedeuten, dass er gemäss Theorie im Dezember wieder voll belasten könnte.

Im Kopf des Halfpipe-Spezialisten dürfte es allerdings ein wenig anders aussehen. Bei anderen, weniger gravierenden Verletzungen in der Vergangenheit hatte sich Podladtchikov - entgegen jeder Prognose der Ärzte - viel früher zurückgemeldet. Etwa bei einer Knochenabsplitterung und Bänderriss im Fuss, erlitten Ende November 2014, wurden ihm drei Monate Pause diagnostiziert. Anderthalb Monate später wurde er an der WM in Kreischberg ohne Training Vierter.

Wakesurfen als Therapie

Die Idee ist, dass Podladtchikov in drei Monaten mit Wakesurfen das Feingefühl für das Knie animieren soll. Für Ende September ist geplant, wieder in die Halfpipe (in Saas-Fee) einfahren können. Noch bevor er am Donnerstag in St. Moritz operiert wird, hat der WM-Zweite mit Physiotherapie und Aquafit begonnen. «Ich werde weiterhin alles geben und alles meinen Vorbereitungen unterordnen», sagte Podladtchikov in einer ersten Reaktion. Seinen Trainer Pepe Regazzi hatte er noch am späten Abend nach dem MRI wissen lassen: «Ich heile bereits.»

Regazzi macht sich keinerlei Sorgen um seinen prominenten Schützling. «Wenn es jemand schafft, dann Iouri», sagte der Tessiner. «Ich sehe es als Chance. Die Vorarbeit im technischen Bereich ist erledigt. Nun kann sich Iouri voll auf das Mentale und auf den sauberen physischen Aufbau konzentrieren. Und das wird ihn noch stärker machen als davor.»

Risiko fährt mit

Podladtchikovs Reaktion auf den Rückschlag in der Olympia-Vorbereitung fiel nüchtern aus: «Ich habe alles gegeben an diesem Wettkampf, das war auch die richtige Einstellung. Das Risiko fährt immer mit, damit müssen wir als Sportler immer rechnen.»

Das schwerwiegende Malheur war Podladtchikov im letzten Sprung seiner Wettkampf-Saison unterlaufen. Bei der Landung des letzten Manövers im dritten und letzten Finallauf der WM in der Sierra Nevada war er heftig gestürzt. Er fiel dabei auf das rechte Knie und seitlich auf den Kopf. Immerhin Letzteres blieb folgenlos.

Podladtchikov und seine Ziele für Pyeongchang 2018

(fal)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • The Spectator am 14.03.2017 16:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute besserung

    auch wenn mir Herr Podladtchikov nicht sympatisch ist, wünsche ich ihm schnelle und gute besserung. Wenn jemand Shawn White Konkurenz machen kann, dann er! Hoffentlich ist er wieder Fit bis zu den Spielen und weist White in seine Schranken.

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  • Summerwind am 14.03.2017 17:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Besserung

    Gute Besserung Juri! Du bist ein toller Typ, sehr sympathisch und ein fantastischer Border!

  • Miss Eule am 14.03.2017 17:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    OU NEI !!!

    SCHADE! Das hätte nicht sein sollen. Auch wenn er für Olympia wieder fit ist, fällt doch sehr viel Zeit weg, die er für's Training benötigt hätte.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Stefan am 15.03.2017 09:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Mal eine Frage gibt es eigentlich in irgendeiner Sportart auch noch richtige Schweizer?

    • Erfreuter am 15.03.2017 10:57 Report Diesen Beitrag melden

      @NörgeliStefan

      Immer nur Nörgeln? Ist das die neue Lieblingsbeschäftigung von Herr und Frau Schweizer? Klar bleibt da keine Zeit mehr für Sport und es gibt keine «richtigen» Schweizer mehr, die erfolgreich sind.

    • Rudinio am 15.03.2017 17:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Stefan

      Giebt es überhaupt noch Schweizer? Wenn ich so durch Zürich schlende sehe ich jedenfalls keine.

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  • wednesday am 14.03.2017 21:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Besserung Iouri!

    Iouri ich wünsche dir eine gute und schnelle Genesung. Wir sehen dich in der Pipe in PyeongChang.

  • 55fliege am 14.03.2017 21:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Da kann ich "nur" baldige Genesung wünschen! Tut mir echt leid, habe es am TV gesehen. Aber trotzdem Gratulation für die Medaille, war super!

  • Frau am 14.03.2017 18:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hallo?!

    Ein Kreuzbandriss ist keine HIOBSDIAGNOSE! Er ist nicht Lebensgefährlich erkrankt, oder?

    • Glaedr . am 14.03.2017 20:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Frau

      für sie und mich ist ein Kreuzbandriss nicht schlimm. aber wir sind ja auch keine Sportler. mein Bruder war Spitzensportler und wegen einem Kreuzbandriss verpasste er ein grosser Anlass und auch kann man in der Zeit nicht trainieren. wenn jetzt Podladtchikov lange nicht trainieren kann könnte ihn das auch eine Medaille an der olympischen Spiele kosten. für einen Spitzensportler ist jede Verletzung sehr schlimm, da so etwas wie ein einfacher Kreuzbandriss schnell mal ein paar Jahre Training kaputt machen können.

    • Pack Man am 15.03.2017 20:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Frau( mehr als blond)

      Doch das ist für einen Sportler schon hart genug,aber für einen Profi/Berufssportler ist das,wie wenn ein Pianist sich alle Finger bricht. Bei Menschen wie Du einer zu sein scheinst und die nur bis zur Nasenspitze denken,finde ich es nicht so schlimm,wenn sie sich selbige bei einem Sturz brechen,denn was solls,sie ist nicht mehr so schön,aber du kannst ja noch riechen,oder?!;)

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  • Knieverletzter am 14.03.2017 18:05 Report Diesen Beitrag melden

    ...und noch eins.

    Nach einer Kreuzbandrekonstruktion sollte man sich von solchen Sportarten distanzieren. Fussball, Ski, Snoboard, Rollerblades... Nach 10 Jahren folgt in der Regel die Arthrose. Wie kann man nur ständig von Sportlern fordern, dass sie danach weitermachen? Das ist respektlos. Ein Kreuzbandriss ist kein Witz, besonders, wenn noch andere Bereiche im Knie mitgelitten haben wie der Meniskus oder andere Bänder.

    • Beni am 15.03.2017 07:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Knieverletzter

      Kaum einer stirbt gesund. Vollgas durchs Leben!

    • Pack Man am 15.03.2017 20:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Knieverletzter

      Srry,ich hatte deinen u Gladedrs Kommentar noch nicht gelesen ,aber mich über FRAU so geärgert,dass ich fast die Gleiche ,nur nicht so nette Kommemtarantwort raus liess.Naja,vieleicht wird es nicht gedruckt;)

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