Slalom in Val d’Isère

07. Dezember 2012 17:24; Akt: 08.12.2012 18:19 Print

Pinturault entfesselt - Vogel in Top 20

Alexis Pinturault siegt mit einem Husarenritt im zweiten Durchgang beim Slalom in Val d'Isère. Markus Vogel fährt als bester Schweizer auf Platz 18.

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Der Franzose Alexis Pinturault gewinnt den Weltcup-Slalom in Val d'Isère. Markus Vogel belegt als bester Schweizer Platz 18.

Pinturault hatte nach dem ersten Lauf auf Platz 6 gelegen, stürmte mit Bestzeit im Finale aber ganz an die Spitze vor. Für den 21-jährigen Franzosen ist es der zweite Weltcup-Sieg. Erstmals hatte er im vergangenen Januar im Parallelrennen in Moskau triumphiert. Die Frühform Pinturaults kommt überraschend, zumal er in der Vorbereitungsphase zu einer Zwangspause gezwungen war. Ende Juli hatte er sich einen Bänderriss im linken Knöchel zugezogen, was eine Operation unumgänglich machte.

Hirscher chancenlos

Auch der zweitplatzierte Deutsche Felix Neureuther hat eine suboptimale Aufbauzeit hinter sich. Wegen eines im August erlittenen Bandscheibenvorfalls hatte auch der Sohn von Christian Neureuther und Rosi Mittermaier zwischenzeitlich pausieren müssen. Pinturaults Sturmlauf hatte auch der Österreicher Marcel Hirscher nichts entgegenzusetzen. Der Weltcup-Gesamtsieger des letzten Winters belegte nach Bestzeit im ersten Lauf in der Schlussabrechnung Rang 3 vor den Schweden André Myhrer und Jens Byggmark. Myhrer, der Dominator des ersten Slaloms des WM-Winters in Levi und Disziplinen-Weltcupsieger im Vorwinter, hatte nach halbem Pensum lediglich Platz 12 eingenommen. Byggmark hatte sich schon im ersten Lauf unmittelbar hinter seinem Landsmann eingereiht, obwohl er praktisch die ganze Fahrt mit nur einem Stock hinter sich bringen musste.

Vogel wieder bester Schweizer

Markus Vogel, der nach dem ersten Lauf zeitgleich mit Reto Schmidiger Platz 22 eingenommen hatte, steigerte sich um vier Positionen und blieb so rangmässig nur unwesentlich hinter seiner Klassierung in Levi. In Finnland war er 17. geworden. Reto Schmidiger ( 28.) stürzte im Finale kurz vor dem Ziel, setzte seine Fahrt aber fort und gewann so noch einige Weltcup-Punkte.

Die Schweizer Delegation bestand nach dem Verzicht von Marc Gini, der wieder Schmerzen im Knie verspürt, lediglich aus drei Fahrern. Dritter im Bunde war Ramon Zenhäusern. Der 20-jährige Walliser aus dem C-Kader von Swiss-Ski verpasste wie bei seinem Weltcup- Debüt vor einem Monat in Levi die Qualifikation fürs Finale deutlich.

Die beiden Läufe mussten wegen der in den letzten Tagen immensen Schneefälle in den Nachmittag beziehungsweise in den frühen Abend verlegt werden. Der zweite Durchgang wurde unter Flutlicht ausgetragen.

Weltcup-Slalom der Männer in Val d'Isère:
1. Alexis Pinturault (Fr).
2. Felix Neureuther (De).
3. Marcel Hirscher (Ö).
4. André Myhrer (Sd).
5. Jens Byggmark (Sd).
6. Manfred Pranger (Ö).
Ferner: 18. Markus Vogel (Sz). 28. Reto Schmidiger (Sz).

(heg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Markus moos am 08.12.2012 18:08 Report Diesen Beitrag melden

    18. also

    18 = top 15??

  • Hoffnungslos am 08.12.2012 11:24 Report Diesen Beitrag melden

    Vergangene Ski-Zeiten

    Es ist zu h0ffen, dass beide CH-Teams nun langsam in die Gänge kommen. War bisher ja eine äusserst penible Angelegenheit. Gestern waren im TV zu den Gründen dieses Versagen auch Zurbriggen und Müller zu hören. Ihrer Meinung, dass bei der Auswahl/Förderung des Nachwuchses geschlampt wurde und wird, ist wohl kaum zu widersprechen. Auch sei in den letzten Jahren nicht für ein ausreichend breites Kader gesorgt worden. Wir hatten allerdings im Vergleich zu den Ösis immer eine schmalere Spitze. Diese war allerding sehr erfolgreich. Erinnere mich noch gerne an die WM in Montana-Crans. Tempi passati.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Markus moos am 08.12.2012 18:08 Report Diesen Beitrag melden

    18. also

    18 = top 15??

  • Hoffnungslos am 08.12.2012 11:24 Report Diesen Beitrag melden

    Vergangene Ski-Zeiten

    Es ist zu h0ffen, dass beide CH-Teams nun langsam in die Gänge kommen. War bisher ja eine äusserst penible Angelegenheit. Gestern waren im TV zu den Gründen dieses Versagen auch Zurbriggen und Müller zu hören. Ihrer Meinung, dass bei der Auswahl/Förderung des Nachwuchses geschlampt wurde und wird, ist wohl kaum zu widersprechen. Auch sei in den letzten Jahren nicht für ein ausreichend breites Kader gesorgt worden. Wir hatten allerdings im Vergleich zu den Ösis immer eine schmalere Spitze. Diese war allerding sehr erfolgreich. Erinnere mich noch gerne an die WM in Montana-Crans. Tempi passati.

    • tony am 08.12.2012 13:03 Report Diesen Beitrag melden

      föderalismus auch in nachwuchsförderung

      ich habe vor einiger zeit mal eine dok über die ch-nachwuchsförderung gesehen und da kam deutlich zum ausdruck, dass auch in dieser beziehung föderalismus herrscht. auf dieser basis wird es wohl nie möglich sein, dass die gesamte ch-nachwuchsförderung gezielt auf einen einzigen punkt hin arbeitet und wirklich die grössten talente fördert und spitzenfahrer hervorbringt. so werden wirklich talente verschleudet.

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