Abfahrt in Beaver Creek

30. November 2012 18:30; Akt: 30.11.2012 21:32 Print

Innerhofer siegt, solide Schweizer Leistung

Christof Innerhofer gewinnt die Abfahrt von Beaver Creek vor Favorit Aksel Lund Svindal und Kjetil Jansrud. Didier Défago platziert sich als bester Schweizer auf dem 10. Rang.

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In der Abfahrt von Beaver Creek (USA) hat Aksel Lund Svindal einen Bezwinger gefunden. Der Italiener Christof Innerhofer war um 0,23 Sekunden schneller als der norwegische Top-Favorit.
Svindal, beim Speed-Auftakt der Männer in Lake Louise Doppel-Sieger und in Beaver Creek der Beste des Abschlusstrainings, fuhr stellenweise zu direkt, was ihm Zeitverlust im Mittelteil einbrachte. Dennoch hat Svindal auch auf der "Birds of Prey"-Piste seine Formstärke eindrucksvoll unterstrichen. Sein Landsmann Kjetil Jansrud wurde unmittelbar hinter ihm Dritter.

Schweizer machen Schritt nach vorne

Die Schweizer haben sich gegenüber der in Lake Louise erlittenen grössten Abfahrts-Schlappe aller Zeiten verbessern können. Didier Défago und Carlo Janka belegen die Ränge 10 und 11. Die beiden Olympiasieger sind nur durch drei Hundertstel getrennt. Beide büssten auf den ersten 25 Fahrsekunden, wo Gleiter-Qualitäten gefragt waren, zu viel Terrain ein. Patrick Küng, der die Schweizer in Lake Louise im Super-G gerettet hatte, wurde Dreizehnter. Die anderen Swiss-Ski-Athleten zerrissen keine Strecke.

Die Abfahrt hatte zäh begonnen. Wegen des Sturzes eines Vorfahrers hatte sich der Start verzögert. Dann schieden Max Franz (Ö) und Tobias Stechert (De), die beide in Lake Louise überrascht hatten, mit tiefen Nummern aus. Stechert hat sich sogar einen Kreuzbandriss zugezogen.

Vier Siege für Innerhofer

Für Innerhofer ist es der vierte Sieg im Rahmen des Weltcups, der zweite in der Abfahrt. Seinen Premieren-Erfolg in dieser Disziplin hatte der Südtiroler im Dezember 2008 in Bormio errungen. Aus dem italienischen Team konnten sich auch Dominik Paris (5.) und Peter Fill (8.) in den Top 10 einreihen.

Die Österreicher mussten sich mit einer für ihre Verhältnisse mageren Bilanz zufrieden geben. Aufpoliert wurde ihr Mannschafts-Resultat ausgerechnet durch einen, der mit der Nummer 42 ins Rennen gehen musste. Florian Scheiber preschte auf den 4. Rang vor.

Die grossen Überraschungen sind sonst ausgeblieben. Leute wie Travis Ganong (USA), Siegmar Klotz (It) oder Guillermo Fayed (Fr), die im Training auf sich aufmerksam gemacht hatten, konnten im Wettkampf nicht an die Testläufe anknüpfen.

Beaver Creek (USA). Weltcup-Abfahrt der Männer.
Schlussklassement:
1. Christof Innerhofer (It) 1:41,69.
2. Aksel Lund Svindal (No) 0,23 zurück.
3. Kjetil Jansrud (No) 0,50.
4. Florian Scheiber (Ö) 0,60.
5. Dominik Paris (It) 0,85.
6. Georg Streitberger (Ö) 0,87.
7. Johan Clarey (Fr) 0,89.
8. Peter Fill (It) 0,93.
9. Klaus Kröll (Ö) 1,01.
10. Didier Défago (Sz) 1,05.
11. Carlo Janka (Sz) 1,08.
12. Guillermo Fayed (Fr) 1,10.
13. Patrick Küng (Sz) 1,22.
14. Joachim Puchner (Ö) 1,36.
15. Erik Guay (Ka) 1,37.
16. Travis Ganong (USA) und Benjamin Thomsen je (Ka) 1,38.
18. Marco Sullivan (USA) 1,46.
19. Romed Baumann (Ö) 1,47.
20. Ivica Kostelic (Kro) 1,49.
Ferner: 22. Siegmar Klotz (It) 1,51. 24. Hannes Reichelt (Ö) und Jan Hudec (Ka) je 1,61. 26. Adrien Théaux (Fr) 1,63. 28. Manuel Osborne-Paradis (Ka) 1,76.
Ohne Weltcup-Punkte: 31. Ted Ligety (USA) 1,92. 32. Sandro Viletta (Sz) 1,97. 36. Vitus Lüönd (Sz) 2,13. 45. Silvan Zurbriggen (Sz) 2,63. 47. Christian Spescha (Sz) und Marc Gisin (Sz) je 3,01. - 66 gestartet, 58 klassiert.
Ausgeschieden u.a.: Tobias Grünenfelder (Sz), David Poisson (Fr), Andrej Jerman (Sln), Johannes Kröll (Ö), Max Franz (Ö), Tobias Stechert (De).

(si)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • N. Zehnder am 30.11.2012 22:23 Report Diesen Beitrag melden

    Solide Leistung?

    Was gibt es denn für einen Platz unter ferner liefen? So viel ich weiss nicht mal einen Blumentopf. Wenn man dann noch die Zeiten anschaut und feststellt, dass alle Schweizer über eine Sekunde Rückstand auf den erstplatzierten aufweisen, was im Skisport Welten sind, dann ist das wieder ein Flopp erster Klasse und hat mit solider Leistung wirklich nichts zu tun. Diese Schönrederei nervt total, das hat man früher nicht getan weil man es nicht nötig hatte. Heute hat es eigentlich gar keinen Fahrer mehr welcher auf konstante Topleistungen verweisen könnte, da muss man das jetzt wohl schönreden.

  • Dieter Couch am 30.11.2012 21:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Besser bei den Frauen fahren

    Solid ist idealisiert für ausser Spesen nix gewesen!

Die neusten Leser-Kommentare

  • N. Zehnder am 30.11.2012 22:23 Report Diesen Beitrag melden

    Solide Leistung?

    Was gibt es denn für einen Platz unter ferner liefen? So viel ich weiss nicht mal einen Blumentopf. Wenn man dann noch die Zeiten anschaut und feststellt, dass alle Schweizer über eine Sekunde Rückstand auf den erstplatzierten aufweisen, was im Skisport Welten sind, dann ist das wieder ein Flopp erster Klasse und hat mit solider Leistung wirklich nichts zu tun. Diese Schönrederei nervt total, das hat man früher nicht getan weil man es nicht nötig hatte. Heute hat es eigentlich gar keinen Fahrer mehr welcher auf konstante Topleistungen verweisen könnte, da muss man das jetzt wohl schönreden.

  • Dieter Couch am 30.11.2012 21:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Besser bei den Frauen fahren

    Solid ist idealisiert für ausser Spesen nix gewesen!