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Vierschanzentournee
30. Dezember 2011 15:36; Akt: 31.12.2011 14:24 Print
Demonstration der ÖSV-Adler - Ammann nur 12.
Gregor Schlierenzauer gewinnt das erste Springen in Oberstdorf vor seinen Teamkollegen Andreas Kofler und Thomas Morgenstern. Simon Ammann springt auf Rang zwölf.
Nachdem er tags zuvor wegen Fiebers und Kopfschmerzen beinahe die Qualifikation für den Wettkampf verpasst hatte, präsentierte sich Simon Ammann zwar in besserer Verfassung. Für ein Spitzenresultat reichte es allerdings nicht. Nach dem ersten Durchgang hatte der vierfache Olympiasieger den 11. Zwischenrang belegt, im zweiten fiel er noch um eine Position zurück.
Infografik 60. VierschanzentourneeAmmann büsste 48,5 Punkte auf Sieger Gregor Schlierenzauer ein, womit der Traum vom ersten Gesamtsieg auch dieses Mal unerfüllt bleiben wird. «Ich habe das Beste aus der Situation gemacht», lautete Ammanns erstes Fazit.
Re-Start nach 34 Springern
Der Wettkampf war vor allem im ersten Durchgang geprägt von äusserst wechselhaften Windverhältnissen und Schneefall. Nach 34 Springern wurde abgebrochen und neu gestartet. Es war der einzig richtige Entscheid, er wurde allerdings reichlich spät gefällt. Der Wettkampf zog sich über dreieinhalb Stunden hin.
Gregor Schlierenzauer wäre ohne den Neustart das prominenteste Opfer einer Lotterie geworden. Er war nur 103,5 m weit gesprungen und handelte sich eine Hypothek ein, die nicht mehr aufzuholen gewesen wäre. Am Ende strahlte Schlierenzauer aber als Sieger vom Podest. Dank der Tagesbestweite von 137,5 m im zweiten Durchgang gab es am Erfolg, seinem sechsten Tournee-Tagessieg, nichts zu rütteln.
Kofler stürzte beinahe ab
Schlierenzauer profitierte auch vom Pech des Halbzeit-Leaders Andreas Kofler. Der Weltcup-Leader musste seinen zweiten Sprung wegen Aufwinds abbrechen und konnte einen Sturz nur knapp vermeiden. Dennoch wurde Kofler Zweiter - allerdings mit satten 18,1 Punkten Rückstand. Schlierenzauer hat im Kampf um seinen ersten Gesamtsieg also schon ein schönes Polster. Als Dritter komplettierte Vorjahressieger Thomas Morgenstern das rein österreichische Podest. Er büsste nur 0,9 Punkte auf Kofler ein.
Severin Freund führte als Vierter ein starkes deutsches Team an, bei dem Stephan Hocke als Achter positiv überraschte und Aufsteiger Richard Freitag Zehnter wurde. Der Norweger Anders Bardal, neben Kofler und Schlierenzauer der meistgenannte Anwärter auf den Gesamtsieg, wurde hinter dem Japaner Daiki Ito Sechster. Von Kofler trennen Bardal 7,2 Punkte. Der St. Moritzer Marco Grigoli klassierte sich im 39. Rang.
Das zweite Springen steht am Neujahrstag in Garmisch auf dem Programm.
(si)
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Schwach, ganz schwach
Einfach nur peinlich. Wenn die Österreicher nicht mal alle vorne sind, muss der Durchgang natürlich wiederholt werden. Beschämend, wirklich beschämend. Pfui.
Richtiger Entscheid? Ja, für wen?
Von wegen richtiger Entscheid: Ein fairer Wettkampf war gestern nicht möglich. D.h. wenn man unter solchen Umständen einen Wettkampf durchführen will gibt es Verlierer und Gewinner. Pechvögel gab es auch im neu angesetzten Durchgang. Nur waren da die Östereicher nicht so betroffen wie im ersten Versuch. Mit fairen Sport hat dies nichts mehr zu tun. Bei Morgenstern wurde die Schanze bereits bei 1m Rückenwind geschlossen, während man einen anderen Springer (halt Polen und nicht Östereich) bei über 4m! über die Schanze liess.
Frechheit
Jaja weil die Österreicher mal nicht ganz vorne waren und schlecht weg kamen, musste der Durchgang natürlich wiederholt werden. Einfach nur peinlich und beschämend, mir geht es nicht darum, dass Ammann vorne ist, aber das kann doch nicht wahr sein. Aber wen wunderts, die Osterreicher haben ja auch genug Einfluss.