Engelberg

16. Dezember 2012 16:13; Akt: 16.12.2012 18:43 Print

Schlierenzauer siegt, Ammann abgeschlagen

Simon Ammann verpatzt die Hauptprobe der Vierschanzen-Tournee: Der Toggenburger landet im zweiten Springen von Engelberg nur auf dem 26. Platz. Der Sieg geht an Gregor Schlierenzauer.

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Nach dem 41. Platz vom Samstag vermochte sich Ammann zwar zu steigern, trotzdem muss er die Hauptprobe vor der Vier-Schanzen-Tournee als misslungen betrachten. Im zweiten Springen auf der Heimschanze in Engelberg erreichte der Toggenburger immerhin mit einem Sprung auf 126,5 Meter als 21. den zweiten Durchgang. Doch dort sprang er drei Meter weniger weit und fiel auf den 25. Platz zurück.

«Ich lasse mich jetzt nicht ins Bockshorn jagen. Ich traue mir zu, dass ich mit meiner Routine und meinem Selbstvertrauen die Nerven behalte. Die Vierschanzentournee startet wieder bei Null», kommentierte der vierfache Olympiasieger seinen enttäuschenden Auftritt auf der Heimschanze. Ammann war nach Engelberg gereist, um nach einem gelungenen Saisoneinstand sein Niveau zu stabilisieren. Das Gegenteil traf ein. «Die Sprünge funktionieren derzeit nicht, so ist Simon nicht konkurrenzfähig», sagte der Schweizer Trainer Martin Künzle.

Greogor Deschwanden und Marco Grigoli liessen sich von Ammanns Baisse anstecken. Der Luzerner (44. und Nichtqualifikation) und der Bündner (zweimal Nichtqualifikation) werden nach ihren Leistungen zumindest beim Tourneeauftakt zuschauen. Sie bestreiten am 27. und 28. Dezember den Continental Cup in Engelberg.

Schlieri jagt Rekord

Gregor Schlierenzauer feierte am Sonntag seinen dritten Saisonsieg und übernahm vom Deutschen Severin Freund die Weltcupführung. Der Tiroler setzte sich vor den Ex-aequo-Zweiten Andreas Kofler - dem Sieger vom Samstag - und Andreas Wellinger (De) durch. Der Tournee-Titelverteidiger Schlierenzauer fing den nach dem ersten Durchgang führenden Kofler noch ab und feierte seinen 43. Weltcupsieg.

Der Rekordmarke (46) von Matti Nykänen (Fi) kommt er immer näher. «Das war ein Bombenwochenende. Dritter und Erster ist ein Wahnsinn», betonte der nunmehr vierfache Engelberg-Sieger. Einzig Janne Ahonen (Fi) ist mit fünf Erfolgen auf der Titlisschanze noch erfolgreicher als der erst 22-jährige Österreicher.

Kofler ist zufrieden

Der um 3,4 Punkte distanzierte Kofler konnte mit dem zweiten Platz gut leben, zumal er sich am Samstag mit der kleinstmöglichen Differenz von 0,1 Zählern gegen Kamil Stoch (Pol) durchgesetzt hatte. «180 Punkte sind eine Menge Holz. Ich bin zufrieden», sagte der Tiroler.

Engelberg. Skispringen. Weltcup. Sonntag. Schlussklassement:
1. Schlierenzauer 273,7 (136/131).
2. Kofler 270,3 (137,5 (126) und Wellinger 270,3 (130/138,5).
4. Loitzl 262,7 (135/128,5).
5. Michael Neumayer (De) 261,3 (133/127).
6. Freund 261,1 (133,5/126,5) und Peter Prevc (Sln) 261,1 (132/127).
8. Richard Freitag (De) 261,0 (126,5/136,5).
9. Tom Hilde (No) 259,0 (129/133).
10. Denis Kornilow (Russ) 258,5 (128,5/132,5).
11. Bardal 254,3 (132/126,5). -
Ferner: 26. Ammann 238,0 (126,5/123,5). 30. Morgenstern 231,5 (127/120).

Stand nach dem 1. Durchgang:

1. Kofler 141,2 (137,5).
2. Schlierenzauer 138,1 (136).
3. Neumayer 134,9 (133).
4. Loitzl 134,6 (135).
5. Freund 134,5 (133,5).
6. Prevc 133,8 (132).
Ferner: 21. Ammann 122,2 (126,5).

Weltcup (7/28):
1. Schlierenzauer 448.
2. Freund 430.
3. Kofler 396.
4. Wellinger 290.
5. Bardal 286.
6. Morgenstern 223.
Ferner: 10. Ammann 171. 51. Deschwanden 1.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alfred Eisler am 16.12.2012 17:03 Report Diesen Beitrag melden

    Warum ?

    Irgend etwas stimmt bei Swiss-ski doch nicht! Grosses Trara betreff Nachwuchsförderung nach den Olympia Siegen von Simon Amann! Und heute?Es muss für Simon Amann brutal sein, praktisch immer alleine die Erwartungen zu erfüllen. Das hält der Stärkste auf die Dauer nicht aus! Bei den Östreicher stossen immer wieder Junge nach vorne und bei uns? Irgend wo im Ski Verband ist ein ganz gewaltig der Wurm drin!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Alfred Eisler am 16.12.2012 17:03 Report Diesen Beitrag melden

    Warum ?

    Irgend etwas stimmt bei Swiss-ski doch nicht! Grosses Trara betreff Nachwuchsförderung nach den Olympia Siegen von Simon Amann! Und heute?Es muss für Simon Amann brutal sein, praktisch immer alleine die Erwartungen zu erfüllen. Das hält der Stärkste auf die Dauer nicht aus! Bei den Östreicher stossen immer wieder Junge nach vorne und bei uns? Irgend wo im Ski Verband ist ein ganz gewaltig der Wurm drin!

    • mona am 16.12.2012 17:49 Report Diesen Beitrag melden

      No future!

      Und jetzt stimmts auch bei Ammann nicht mehr.

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