EM in Karlstad

11. Dezember 2012 10:40; Akt: 11.12.2012 14:03 Print

Schweizer Curler auf Playoff-Kurs

Die Schweizer Curler um Skip Sven Michel landen an der EM in Karlstad einen Coup. Sie kantern den zweimaligen WM-Zweiten Schottland 7:2 nieder und steuern nun den Playoffs entgegen.

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Sandro Trolliet und Simon Gempeler bei der Arbeit. (Bild: Bildbyran)

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Für Simon Gempeler, Sandro Trolliet, Claudio Pätz und Sven Michel war der vierte Sieg in Serie am EM-Turnier in Südschweden der bislang wichtigste - zumal die Adelbodner einen der Titelanwärter zurückbinden konnten.

Die Schweizer bilanzieren nun vier Siege und zwei Niederlagen. Angesichts des eher günstigen Schlussprogramms der Vorrunde mit den Spielen gegen Tschechien, Deutschland und Russland stehen die Chancen gut, dass das junge Schweizer Team an seiner zweiten Europameisterschaft erstmals in die Playoffs der besten vier vorstossen kann.

Gegen die von Tom Brewster angeführten Schotten, die an den letzten beiden Weltmeisterschaften jeweils Silber gewonnen hatten, zeigten die Schweizer wie schon beim Erfolg gegen Mitfavorit Dänemark eine ausgezeichnete Leistung. Sie nutzten auch den Umstand, dass im schottischen Team an dieser EM so gut wie nichts zusammenpasst. Die Integration des zweifachen Weltmeister-Skips David Murdoch in Brewsters Team hat bislang überhaupt nicht geklappt. Mitten im Match gegen die Schweiz liess sich der auf der vierten Position spielende Murdoch sogar auswechseln. Er musste hierfür reglementsgemäss eine Verletzung angeben. Auch in der Originalformation lief es den Schotten danach nicht besser. Brewster selbst ist in Karlstad weit von seiner Normalform entfernt.

Pflichtsieg für die Frauen

Die Schweizer Frauen um Skip Mirjam Ott errangen derweil gegen die noch punktelosen Aufsteigerinnen aus Ungarn (Ildiko Szekeres) einen nie gefährdeten Pflichtsieg und verbesserten ihre Bilanz auf vier Siege (bei zwei Niederlagen). Die Weltmeisterinnen führten 8:1, als die Ungarinnen nach sieben Ends aufgaben. Für die Curlerinnen des CC Davos entscheidet sich der Kampf um einen Platz in den Playoffs in den drei restlichen Vorrunden-Partien gegen Tschechien, EM-Topfavorit Schweden sowie Deutschland.

(si)

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