Kein Rücktritt

30. Januar 2012 10:36; Akt: 30.01.2012 17:45 Print

Simi will noch einmal Olympia-GoldSimi will noch einmal Olympia-Gold

Doppel-Doppel-Olympiasieger Simon Ammann will es noch einmal wissen. Der 30-Jährige setzt seine Karriere trotz zuletzt mässiger Resultate bis zu den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi fort.

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Simon Ammann ist topmotiviert, um an den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi noch einmal Anlauf zu nehmen. (Bild: Reuters)

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Zuletzt hatte man über einen möglichen Rücktritt von Simon Ammann gemunkelt - besonders als dieser nach drei enttäuschenden Springen bei der Vierschanzentournee den wichtigsten Event der Saison krankheitsbedingt abbrach. Doch der 30-Jährige bleibt dem Spitzensport erhalten. Wie Swiss-Ski in einem Communiqué mitteilt, setzt Ammann seine Karriere über diesen Winter hinaus fort - mit dem Fernziel Olympische Winterspiele 2014 in Sotschi.

«Diesen Entscheid habe ich schon anfangs Sommer für mich getroffen, trotzdem brauchte ich noch etwas Zeit, dies auch aktiv zu kommunizieren. Mit Sotschi 2014 habe ich ein äusserst interessantes Ziel vor Augen. Dies nicht nur aus sportlicher Sicht, denn mit meiner russischen Frau Yana habe ich auch einen besonderen emotionalen Bezug zum Gastgeberland», so der 30-jährige Toggenburger.

Aufgrund der FIS-Regeländerungen bezüglich des Gewichts und der Skilänge in den letzten Jahren hat sich Ammann entschieden, mehr Muskelmasse anzutrainieren, um mit der maximalen Skilänge springen zu können. «Die Veränderungen der letzten zwei Jahre verlangen eine langfristige Planung, wenn man meine körperlichen Voraussetzungen genau analysiert. Dies wurde mir nach der letzten Saison aber erst mit etwas Abstand in den Ferien klar», sagt Simon Ammann. «Gewicht zuzunehmen und die ganze Konfiguration wieder auf Topniveau zu bringen braucht seine Zeit. Viele technische Elemente musste sich Simon Ammann wieder von der Basis neu erarbeiten», sagt Trainer Martin Künzle. Diese Herausforderungen sind für den Routinier ein Eckpfeiler seiner Motivation, die Karriere fortzusetzen.

«Muss wieder Anlauf nehmen»

«Letzte Saison habe ich vom Schwung aus dem Olympiajahr profitiert und hoffte dieses Jahr mit Hilfe meiner Routine auch wieder ganz vorne mitzuspringen. Dies hat bis jetzt noch nicht zu meiner Zufriedenheit geklappt», analysiert Ammann seinen bisherigen Saisonverlauf. Der Toggenburger sieht aber auch positive Seiten: «Ich kann die Wettkämpfe aus einer anderen Perspektive sehen, ohne den Druck der Gesamtwertung zu spüren. So kann ich konstant an meinen Sprüngen arbeiten und mich um grundlegende Dinge kümmern, die im andauernden Kampf an der Weltspitze auch gern einmal verloren gehen. Wer grosse Sprünge machen will, muss zwischendurch auch wieder Anlauf nehmen.»

Für Ammann, mit seinen vier Goldmedaillen der zweiterfolgreichste Schweizer Olympionike hinter Kunstturner Georges Miez, wären es bereits die fünften Winterspiele. Mehr Olympia-Teilnahmen weist in seiner Sportart nur der ebenfalls noch aktive Japaner Noriaki Kasai und aus der Schweiz nur die Dressurreiterin Christine Stückelberger auf (beide sechs).

(mon/si)

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  • Elia am 30.01.2012 12:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

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    Flieg Simi, Flieg...